„One Battle After Another“ triumphiert bei britischem Filmpreis | ABC-Z

Bei den britischen BAFTA-Filmpreisen gewann der schwarzhumorige Politthriller „One Battle After Another“ von Kult-Regisseur Paul Thomas Anderson gleich sechs Auszeichnungen. Der US-Film mit Leonardo DiCaprio in der Hauptrolle gewann unter anderem in der Königskategorie „Bester Film“. „One Battle After Another“ war mit 14 Nominierungen in den Abend gestartet, bei den Oscars im März ist er in 13 Kategorien nominiert.
Anderson durfte sich zudem in den Kategorien Bester Regisseur und Bestes adaptiertes Drehbuch als Sieger feiern lassen. Bester Nebendarsteller wurde US-Schauspieler Sean Penn, der in dem mit vielen Stars besetzten Film den Antagonisten Colonel Steven J. Lockjaw verkörpert.
BAFTA-Überraschung: Robert Aramay sticht Timothée Chalamet und Leonardo DiCaprio aus
Wider Erwarten leer aus ging der Film „Marty Supreme“, in dem Timothée Chalamet einen an die Weltspitze strebenden Tischtennisspieler spielt. Lauter Jubel brach hingegen im Londoner Southbank Centre aus, als der britische Schauspieler Robert Aramayo für seine Rolle in „I Swear“ die Bafta-Trophäe für den besten Schauspieler erhielt und damit Chalamet und DiCaprio übertrumpfte. Der Film basiert auf einer wahren Geschichte: Aramayo spielt darin einen Schotten, der unter dem Tourette-Syndrom leidet. „Ich kann es absolut nicht glauben“, sagte der zu Tränen gerührte Brite, als er die Trophäe entgegennahm. Aramayo wurde zudem als „Rising Star“, also Nachwuchstalent, ausgezeichnet.

Andy Jurgensen (l-r), Leonardo DiCaprio, Teyana Taylor und Paul Thomas Anderson posieren mit den Preisen für die beste Regie, die beste Kameraführung und das beste adaptierte Drehbuch für „One Battle After Another“.
© Alastair Grant/Invision/AP/dpa | Alastair Grant
Die irische Schauspielerin Jessie Buckley konnte ihrer Favoritenrolle indes gerecht werden und den Preis als Beste Schauspielerin mit nach Hause nehmen. Für ihre viel gefeierte Performance im Drama „Hamnet“ an der Seite von Paul Mescal, der an diesem Abend leer ausging, wurde sie kürzlich mit ihrem ersten Golden Globe ausgezeichnet. Hamnet wurde zudem als Herausragender Britischer Film ausgezeichnet, ging aber ansonsten trotz elf Nominierungen leer aus.

„Sentimental Value“ wird bester nicht englischsprachiger Film
28 Trophäen wurden bei dem prestigeträchtigen Event vergeben. Das für neun Oscars nominierte norwegische Familiendrama „Sentimental Value“ wurde als Bester nicht englischsprachiger Film gekürt. Die Crew rund um den Monsterfilm „Frankenstein“ durfte sich über drei Preise in den technischen Kategorien freuen.
Das Vampir-Südstaatendrama „Blood and Sinners“ wurde dreimal ausgezeichnet. Wunmi Mosaku wurde als Beste Nebendarstellerin gekürt, auch für die Beste Filmmusik und das Beste originale Drehbuch wurde der Streifen ausgezeichnet, der mit 16 Oscar-Nominierungen zuletzt einen Rekord aufstellte.
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Auch Prinz William und Prinzessin Kate ließen sich bei der glamourösen Gala blicken. Der britische Thronfolger ist seit 2010 Präsident der Bafta-Kunststiftung. Die Bafta-Verleihung gilt als wichtigster Abend für die britische Filmindustrie. Zahlreiche internationale Stars, darunter Leonardo DiCaprio, Ethan Hawke, Kate Hudson und Emma Stone, zeigten sich auf dem roten Teppich. Moderiert wurde die Gala in diesem Jahr von Schauspieler Alan Cumming.
os/dpa/afp





















