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Olympische Winterspiele: ARD und ZDF wollen bei Olympia KI-generierte Clips zeigen | ABC-Z

ARD und ZDF wollen bei ihrer Berichterstattung zu den Olympischen Winterspielen in Italien auch Videos einsetzen, die von einer künstlichen Intelligenz (KI) generiert wurden. Die Sender wollen nach eigenen Angaben eine KI-Software von Olympic Broadcasting Services (OBS) anwenden, dem Unternehmen, das die Aufnahmen des Sportereignisses bereitstellt.

Erstmals werde es bei der Olympia-Berichterstattung “KI-generierte Highlights geben, also automatisiert erstellte Clips in unterschiedlichen Längen für unterschiedliche Ausspielwege”, sagte die Intendantin des Bayerischen Rundfunks (BR), Katja Wildermuth. Durch die OBS-Software sollen Highlights und Zusammenfassungen der Wettbewerbe nach Angaben der Sender schneller ausgespielt werden können. 

Videos werden nicht als KI-Inhalt gekennzeichnet

Eine Kennzeichnung, dass für ausgestrahlte Videos eine KI genutzt wurde, wird es demnach nicht geben. Die Sender begründen das damit, dass die KI-generierten Zusammenfassungen aus Original-Sendematerial entstünden. Dazu gehöre auch der Live-Kommentar von Reporterinnen und Reportern. Zudem würden alle Zusammenfassungen redaktionell geprüft, menschliche Eingriffe seien jederzeit möglich. Die redaktionelle Verantwortung für den ausgestrahlten Inhalt liege beim Menschen.

Die KI-Software diene der technischen Analyse und Strukturierung von Rohmaterial, teilte das ZDF mit. Nach ARD-Angaben sollen dadurch Videos mit Fokus auf das Abschneiden deutscher Athletinnen und Athleten einfacher erstellt werden können.

Die Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d’Ampezzo werden am Freitag offiziell eröffnet und enden am 22. Februar. Einige Wettkämpfe fanden bereits am Mittwoch statt. ARD und ZDF wollen 120 beziehungsweise 100 Stunden live im Fernsehen übertragen und Livestreams im Umfang von 700 Stunden anbieten.

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