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Olympia: Vor ihrem großen Tag lädt die Südafrikanerin auf die Piste | ABC-Z

Lara Markthaler startet bei den Olympischen Spielen für Südafrika im Riesenslalom und Slalom. Vor dem bisher größten Rennen ihrer Karriere empfängt die 18-Jährige WELT zum Abschlusstraining auf der Piste. Ihr Motto: „Bloß keinen Muskelkater bekommen.“

Lara Markthaler muntert sich noch einmal auf. Sie haut ihre Skistöcke gegeneinander und spricht sich Mut zu: „Einen Lauf noch, auf geht‘s.“ Dann schiebt sie sich mit einem kräftigen Stockschub auf die Trainingspiste am Col Galina. Es ist der Tag vor dem großen Tag. Die Südafrikanerin startet am Sonntag im Riesenslalom bei den Olympischen Spielen in Cortina d‘Ampezzo. Zugleich ist es ihr 19. Geburtstag. Viele Eindrücke für einen Teenager, der bei der Eröffnungsfeier das Schild „Südafrika“ durch die Straßen Cortinas tragen durfte.

„Es ist super aufregend. Besonders mit den ganzen Athleten und Trainern ist die Stimmung wirklich stark. Man merkt auch die Aufregung von den ganzen anderen Athleten“, sagt Markthaler vor ihrer Trainingsabfahrt.

Auf der Piste trainieren noch weitere Fahrerinnen, die es wohl nicht in die Liveübertragung schaffen werden. Eine Rennläuferin aus Hongkong und eine Litauerin bereiten sich wenige Kilometer neben der Olympia-Piste wie Markthalter vor. „Heute ist nur noch ein wenig einfahren. Ich will Gefühl für den Schnee und bloß keinen Muskelkater bekommen“, sagt Markthaler.

Das, was die Südafrikanerin als „einfahren“ bezeichnet, ist rasant. In der Abfahrtsocke schießt sie an den Toren vorbei. Vier Fahrten macht sie insgesamt. „Ich stehe im Jahr 180 Tage auf Skiern, dazu kommt noch Fitness- und Ausdauertraining. Normalerweise fahre ich pro Saison 40 Rennen“, sagt Markthaler.

Das Wichtigste bei den Olympischen Spielen: „Ich schaue das alles so simpel wie möglich zu halten und nicht ein zu großes Ding daraus zu machen. Ich esse das gleiche Frühstück wie immer, Joghurt mit Früchten. Und vor meinem Laufen noch ein High Five mit meinem Papa, wie bei jedem Rennen.“

Vater Christian, der nicht nur ihr Trainer, sondern auch Manager, Pressesprecher und Skiservicemann ist, korrigiert vor dem letzten Trainingslauf noch Kleinigkeiten – den Schwung etwas früher setzen, aggressiver auf dem Ski stehen. Dann heißt es: nichts tun. Bis zum Start des Riesenslaloms am Geburtstag.

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