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Olympia: Der Superabspringer | DIE ZEIT | ABC-Z

In Predazzo zeigt sich, welches Talent in Philipp Raimund steckt, wenn er seine Gefühle im Griff hat. Mental gereift, gewinnt er Gold – und hat doch Höhenangst.

Die große Freude eines Extrovertierten: Philipp Raimund nach seiner Landung im letzten Durchgang in Predazzo
© Maddie Meyer/​Getty Images

Nach einem immensen Sprung landete Philipp Raimund am Montagabend elegant auf der höchsten Stufe des Podests. Zur Siegerehrung allerdings ohne Skier. Als er wieder stand, jubelte er exaltiert, schrie seine Freude in die Nacht von Predazzo heraus und lächelte minutenlang. Zuvor hatte er mit zwei herausragenden Sprüngen von der Kleinschanze, den besten in beiden Durchgängen, Gold gewonnen. Diese zwei Dinge – der Supersatz aufs Podest und die exaltierte Freude – erklären die Person Philipp Raimund in besonderem Maße.

Philipp Raimund ist 25 Jahre alt. Seine Skisprungkarriere nahm erst vor vier Jahren so richtig Fahrt auf. Seitdem gehört er zum deutschen A-Team. Auch wegen seiner großen Fähigkeit, seines Absprungs, der sich von der Kraft speist, die sich in Raimunds Oberschenkeln versteckt. Bundestrainer Stefan Horngacher erkannte das große Talent, das in diesen Beinen schlummert. Er wusste, dass Raimund bei richtiger Förderung eines Tages stark auf sich aufmerksam machen könnte.

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