Politik

Stromausfall in Berlin: Ein düsterer Vorbote | ABC-Z

Ein anscheinend mit recht einfachen Mitteln gelegtes Feuer hat ganze Stadtteile Berlins lahmgelegt. Zehntausende Menschen mussten im Dunkeln und Kalten ausharren – und viele von ihnen werden das noch für mehrere Tage müssen.

Die Brandstifter haben sich die bislang frostigsten Tage dieses Winters ausgesucht. Sie sind im Wortsinn mit eiskalter Berechnung vorgegangen. Das hat nicht nur Unannehmlichkeiten für viele Bürger mit sich gebracht. Der Stromausfall traf auch Einrichtungen der Gesundheits- und Sozialversorgung. Die Täter haben in Kauf genommen, dass Menschenleben in Gefahr geraten konnten.

Hass und Zynismus

Was treibt diese Leute zu solchen Taten? Die Schreiben, in denen sie sich dieser und ähnlicher Taten in der Vergangenheit bezichtigt haben, atmen in gleichem Maße Hass auf die bürgerliche Gesellschaft und Zynismus bei der Durchsetzung ihrer verschrobenen, aber mit aller Härte verfolgten Ziele.

Es geht um einen gewaltsamen Umsturz nicht nur der Gesellschaft, sondern auch der politischen Ordnung, von der diese Ex­tremisten glauben, dass sie einer ausbeuterischen Gruppe (das Wort „Klasse“ ist aus der Mode gekommen) der Reichen und Mächtigen diene. Ihre Rhetorik („Vulkan“) ist allenfalls an der Oberfläche harmlos.

Beinahe unverhohlen wird auch zu physischen Angriffen („grillen“, „in einen Sack stecken und draufhauen“) auf Menschen aufgerufen. Der Stromausfall von Lichterfelde ist kein irgendwie entglittener Spaß, sondern ein düsterer Vorbote weiterer Straftaten.

Man muss annehmen, dass die Linksextremisten, denen die Brandstiftung offenbar zuzuschreiben ist, nicht auf irgendjemandes Geheiß handeln, sondern aus eigener Verblendung. Das ändert nichts daran, dass sie damit das imperiale Spiel Russlands spielen, das auf Unruhe und Verunsicherung setzt. Mögen sie auch nicht willentlich Putins Erfüllungsgehilfen sein, so sind sie mindestens seine nützlichen Idioten. Damit trifft sich wieder einmal der Ex­tremismus von links mit dem von rechts.

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