NFL: Liga kündigt Vertrag – Streamingdienst DAZN verliert Übertragungsrechte | ABC-Z

DAZN muss seine Berichterstattung über die NFL in Deutschland eindampfen. Der Streamingdienst konnte sich nicht mit der Liga einigen. Die NFL machte daraufhin von ihrem Kündigungsrecht für die sogenannten „Domestic Pay Rights“ Gebrauch.
Die NFL muss sich ab sofort einen neuen Pay-TV-Partner in Deutschland suchen. Nach Informationen der „Sport Bild“ ist der noch zwei Jahre laufende Fünfjahres-Vertrag (bis Februar 2028) mit dem Streaming-Dienst DAZN am Montag geplatzt.
Der Hintergrund: Die NFL besaß ein einseitiges Kündigungsrecht nach drei Jahren für die sogenannten „Domestic Pay Rights“. Diese erlaubten DAZN, exklusiv jede Woche ein Spiel in der Nacht von Sonntag auf Montag, von Montag auf Dienstag und von Donnerstag auf Freitag (deutscher Zeit) sowie je ein Spiel am Sonntagabend (19 Uhr und 22.25 Uhr) zu übertragen.
Darüber hinaus wurde sonntags die deutschsprachige Konferenzschaltung „ENDZN“ ausgestrahlt. Dazu durfte DAZN co-exklusiv mit dem Free-TV (aktuell RTL) alle Play-off-Spiele sowie den Super Bowl zeigen.
Die Frist zur einseitigen Kündigung ist Ende Februar abgelaufen. Die NFL hatte DAZN gebeten, die Frist zu verlängern – vermutlich, um mehr Zeit zu gewinnen, den schwierigen deutschen Pay-TV-Markt zu sondieren. Doch darauf soll sich DAZN nicht eingelassen und auf Klarheit innerhalb der Vertragsabmachungen bestanden haben. Die NFL reagierte mit der Kündigung – was DAZN allerdings verschmerzen kann. Denn der Streamingdienst behält den NFL Game Pass, den DAZN weltweit vertreibt (bis Februar 2033).
DAZN könnte eingespartes Geld in Fußball investieren
Im Game Pass sind alle NFL-Einzelspiele (mit US-Originalkommentar und mindestens vier Spielen pro Spieltag mit deutschem Kommentar) inklusive Play-offs und Super Bowl sowie die Freundschaftsspiele in der Preseason, die Konferenz „RedZone“ und weitere ergänzende Formate enthalten.
Die deutschen Fußball-Fans können nach dem geplatzten NFL-Deal darauf hoffen, dass DAZN das Geld, das eingespart wird, in Fußball-Rechte investiert. Dazu könnte theoretisch die Champions League ab 2027 in Sublizenzierung von Paramount+ und Amazon gehören.





















