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News zu Iran: US-Regierung dementiert Berichte über Bewaffnung von Kurden – Politik | ABC-Z

Nato geht von iranischem Beschuss auf die Türkei aus – iranischer Botschafter einbestellt

Die Nato geht davon aus, dass Iran absichtlich eine Rakete auf das Bündnismitglied Türkei abgefeuert hat. „Wir verurteilen, dass Iran die Türkei ins Visier nimmt“, teilte Nato-Sprecherin Allison Hart mit. Sie betonte, die Nato stehe fest an der Seite aller Bündnispartner und verwies auf die Unterstützung im Bereich der Luftverteidigung und Raketenabwehr.

Ein Nato-Abwehrsystem hatte am Nachmittag eine aus Iran abgefeuerte Rakete in der türkischen Grenzregion abgefangen. Das ballistische Geschoss war nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Ankara in Richtung des türkischen Luftraums unterwegs und durchquerte den Luftraum des Irak. Ein Teil der Abwehrrakete fiel demnach in der Grenzprovinz Hatay auf eine freie Fläche, es gab keine Verletzten.

Die Türkei bestellte den iranischen Botschafter nach dem Vorfall ins Außenministerium in Ankara ein. Man wolle Protest und Besorgnis über die aus Iran abgefeuerte ballistische Rakete übermitteln, die auf den türkischen Luftraum zugesteuert sei, verlautet aus türkischen Diplomatenkreisen.

Dass die Nato zur Konfliktpartei wird, gilt trotz des Raketenbeschusses der Türkei als äußerst unwahrscheinlich. Generalsekretär Mark Rutte hatte am Dienstag in einem Interview des ARD-Studios Brüssel zur Frage nach einer möglichen Bündnisbeteiligung an dem Krieg gesagt, es gebe absolut niemanden, der glaube, dass die Nato daran beteiligt werde. „Das ist Iran, das ist der Golf, das ist außerhalb des Nato-Gebiets“, erklärte er mit Blick auf den Geltungsbereich der Beistandsklausel des Bündnisses. Hinzu kommt, dass alle Mitgliedstaaten einem Bündniseinsatz zustimmen müssten.

Die Türkei verhält sich im Krieg gegen Iran neutral und hat sich lange um eine diplomatische Lösung des Konflikts bemüht. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hatte sich am Wochenende besorgt über die amerikanisch-israelischen Angriffe auf Iran gezeigt und alle Seiten zur Zurückhaltung aufgerufen. Er warnte, der Nahe Osten, könnte zu einem „Feuerring“ werden, sollte der Konflikt nicht eingedämmt werden.

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