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News zu Iran – Straße von Hormus: Trump verkündet Zerstörung iranischer Minenleger-Schiffe – Politik | ABC-Z

Wadephul besucht überraschend Israel

Eineinhalb Wochen nach Beginn des Iran-Krieges ist Außenminister Johann Wadephul zu einem Solidaritätsbesuch nach Israel gereist. In Jerusalem kam der CDU-Politiker zu Gesprächen mit seinem Amtskollegen Gideon Saar zusammen. Der Besuch war aus Sicherheitsgründen bis zu dem Treffen geheim gehalten worden.

„Niemand kann ein Interesse an Chaos oder Bürgerkrieg oder dem Zerfall Irans haben“, sagte der CDU-Politiker bei einem Treffen mit Saar in Jerusalem. „Die Auswirkungen wären erheblich und würden wir auch in Europa zu spüren bekommen“, fügte er hinzu. „Wir brauchen eine regionale Friedensordnung, die die Sicherheit der Staaten und Menschen in der Region, insbesondere der Seewege, die wichtige Handelswege sind, gewährleistet“, forderte Wadephul. 

Mit Blick auf die israelischen Angriffe gegen die islamistische Hisbollah-Miliz im Libanon sagte Wadephul, er habe Saar gebeten, mit der libanesischen Regierung im Kampf gegen die Hisbollah zusammenzuarbeiten und die zivile Infrastruktur im Libanon beim Kampf gegen die Hisbollah zu schützen. 

Wadephul ist der erste europäische Außenminister, der das Land seit Kriegsbeginn besucht. Wegen der erhöhten Gefährdungslage angesichts der andauernden Angriffe Irans und der libanesischen Hisbollah-Miliz auf Israel reiste der Minister nicht wie sonst üblich mit einem Airbus der Flugbereitschaft an, sondern mit einem Militär-Transportflugzeug der Bundeswehr.

Zu Beginn seines Besuches in Israel informierte sich Wadephul in der Stadt Bet Schemesch westlich von Jerusalem über Zerstörungen durch einen verheerenden iranischen Raketenangriff. Dabei wurde er von Saar begleitet. Bei dem Raketeneinschlag in der Nähe der Bahnstrecke von Tel Aviv nach Jerusalem wurden am 1. März neun Menschen getötet und rund 50 weitere verletzt. Der Angriff gilt als der mit der höchsten Opferzahl in Israel seit Beginn des Iran-Krieges. In Israel gab es bislang 13 Tote im Zuge der Raketenangriffe.

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