News zu Iran: Merz wirft Trump „massive Eskalation“ im Iran-Krieg vor – Politik | ABC-Z

Merz bezweifelte auch, dass ein Sturz der Führung in Iran erreicht werden kann. „Ist das Thema Regime-Change wirklich das Ziel?“, fragte er. „Wenn das das Ziel ist, glaube ich nicht, dass sie das erreichen werden. Das ist meistens schiefgegangen.“ Er sei nicht überzeugt davon, dass das, was die USA und Israel im Iran-Krieg machten, zum Erfolg führen kann.
Zuvor hatte US-Präsident Trump Deutschland wegen der ausbleibenden Hilfe bei der Sicherung der Straße von Hormus kritisiert. Er habe es als „unangemessen“ empfunden, dass von deutscher Seite geäußert worden sei: „Das ist nicht unser Krieg.“ Das sagte der Republikaner am Donnerstag während einer Kabinettssitzung im Weißen Haus. Trump nannte keinen konkreten Namen, schrieb die Äußerung aber der Spitze zu („the head of Germany“). Der Satz stammt ursprünglich von Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD).
Merz schilderte auch, was er Trump in einem Telefonat am Sonntag zu dessen Kritik an ausbleibender Hilfe der Verbündeten gesagt habe: „Ich habe ihm gesagt, wenn du willst, dass wir helfen, dann frag uns bitte vorher, upfront (im Voraus), und nicht über die Zeitungen hinterher. Das ist ein Umgang, den wir einfach nicht akzeptieren können. Das werden wir auch nicht zulassen.“
Nach Einschätzung des Kanzlers hat Trump akzeptiert, dass die Nato-Verbündeten sich nicht an den Kampfhandlungen beteiligen. Merz sagte, der US-Präsident habe ihm zwei oder drei Mal in dem halbstündigen Gespräch gesagt: „I don’t need Nato.“ (Ich brauche die Nato nicht.) Merz meinte: „Also ich glaube, er hat das verstanden. Dies ist kein Krieg der Nato.“ Für die Zeit nach Ende des Krieges habe er Trump aber Hilfe bei der militärischen Absicherung der Straße von Hormus zugesagt. Merz sagte auch, dass er sich konkret einen Einsatz der Bundeswehr zur Minenräumung vorstellen könne.





















