News am Morgen – Nachrichten vom 31. Dezember 2025 – Politik | ABC-Z

Die Bundestagswahl ist noch kein Jahr her – auch wenn seither so viel passiert ist, dass es sich danach anfühlt – und so kommt es, dass Friedrich Merz in diesem Jahr seine erste Neujahrsansprache als Kanzler hält. Einfach kann das nicht sein: Weder er noch die Koalition sind bei Bürgerinnen und Bürgern beliebt. Von der Weltlage will man gar nicht erst anfangen. Was also wünscht der Kanzler uns zum neuen Jahr?
Erst einmal widersteht er der Versuchung, die Lage groß zu beschönigen. Russland überziehe das Land mit hybriden Angriffen, die Exportnation Deutschland leide, die Partnerschaft zu den USA sei nicht länger „Garant unserer Sicherheit“, das Sozialsystem stehe unter Druck. Merz verspricht Reformen, bittet um Geduld. Es ist ein Appell ans Gemeinsame. Dabei hat der Kanzler das Gefühl bisher manches Mal vermissen lassen, vor allem in seiner Kommunikation. Stichwort Stadtbild-Debatte oder Rentenstreit. Es ist ein Appell ans Gemeinsame.
Ex-Bundespräsident Christian Wulff hofft auf eine Verbesserung der Regierungsperformance, so könne es jedenfalls nicht weitergehen. Im Interview mit meinen Kollegen Alexander Mühlauer und Angelika Slavik sagt er, die „kleine große Koalition“ müsse „sich schnell auf viel mehr einigen“. Trotz seines Optimismus sei er „noch nie so besorgt um die Demokratie“ gewesen.
Bei aller berechtigten Sorge: Meine Kollegin Lisa Nienhaus warnt, man müsse diese Ängste „dringend runterdimmen“. Die Bewegung gegen Populisten in Deutschland sei „sehr viel stärker als die für sie“. Sie glaubt: „Das Bedürfnis nach Wandel zu ignorieren, wäre der größte Fehler, den man gerade machen kann.“
Ebendiesen Wandel verspricht der Kanzler. 2026 könne „ein Moment des Aufbruchs“ werden. Es sei, sagt Merz, die gemeinsame Aufgabe, ein „so lebenswertes und ein so liebenswertes Land zu bewahren“.
Empfehlen möchte ich unseren Abonnentinnen und Abonnenten zum Jahresschluss noch den persönlichen Jahresrückblick Ihrer SZ-Lektüre.
Was heute wichtig ist
Neujahrsansprache des Kanzlers: „Hören wir nicht auf die Angstmacher und auf die Schwarzmaler“. Innenpolitisch wird das kommende Jahr eine Herausforderung, außenpolitisch sowieso. Es stehen fünf Landtagswahlen an, die AfD liegt laut Umfragen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern vorn. Bundeskanzler Merz hat in seiner Neujahrsansprache dazu aufgerufen, „auf uns und unsere demokratischen Prozesse“ zu vertrauen. Er stimmt das Land auf ein schwieriges Jahr ein. Zum Artikel (SZ Plus)
Selenskij: Neues Treffen mit Trump im Januar in Paris Anfang Januar. sollen laut dem ukrainischen Präsident Selenskij die Staatschefs der Ukraine-Unterstützer in Paris zusammenkommen, darunter auch US-Präsident Donald Trump. In der Nacht gab es bei Drohnenangriffen sowohl in der Ukraine als auch in Russland Verletzte. Zum Liveblog zum Krieg in der Ukraine
Ist die Ära der sozialen Medien bald vorbei? Die Nutzungsdauer jüngerer Zielgruppen auf den großen Plattformen sinkt. Bereits Ende 2023 waren die Neuanmeldungen bei Instagram um 20 bis 30 Prozent zurückgegangen. Die sozialen Medien sind weniger sozial geworden, sondern ähneln immer stärker dem Fernsehen, bei dem der Nutzer nicht als Akteur auftritt. Das hat Folgen. Zum Artikel (SZ Plus)
Was 2026 an der Börse wichtig wird. Das vergangene Jahr war an den Finanzmärkten turbulent. Das lag vor allem an Donald Trumps Zollpolitik. Die Aktienkurse erholten sich vom Zoll-Schock allerdings schnell, 2025 war ein herausragendes Aktienjahr. Was Anleger im neuen Jahr erwartet – der Überblick. Zum Artikel (SZ Plus)





















