New York: Bürgermeister Mamdani will Regierungsfähigkeit der Linken beweisen | ABC-Z

Der neue New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani will in seiner Amtszeit die Praxistauglichkeit linksgerichteter Politik zeigen. Er wolle ein Beispiel dafür geben, dass “die Linke zu regieren versteht”, sagte Mamdani in seiner Amtseinführungsrede. “Ich wurde als demokratischer Sozialist gewählt, und ich werde als demokratischer Sozialist regieren.”
Der demokratische Politiker sprach erneut über den Kampf gegen die hohen Lebenshaltungskosten in der US-Metropole. Er werde jenen helfen, “die von der etablierten Ordnung verraten”
worden seien, sagte er in Bezug auf die wirtschaftlichen Nöte vieler
Bewohnerinnen und Bewohner der größten Stadt der USA.
Mamdani räumte aber auch die Größe seiner Aufgabe ein. Die Leute beobachteten genau, ob die Linke regieren kann und ihre Probleme gelöst werden. “Sie wollen wissen, ob es richtig ist, wieder Hoffnung zu haben.” Er wolle “mutig regieren”, sagte Mamdani. “Wir werden vielleicht nicht immer Erfolg haben, aber niemals wird man uns vorwerfen können, nicht den Mut gehabt zu haben, es zu versuchen.”
Sanders nahm Amtseid von Mamdani ab
Nachdem Mamdani zum Jahresanbruch um kurz nach Mitternacht offiziell im Amt vereidigt worden war und einen Teil der Nacht in seinem neuen Büro gearbeitet hatte, kehrte er gegen Mittag zum Rathaus zurück, wo eine größere öffentliche Amtseinführung stattfand. Dabei nahm ihm der linke US-Senator Bernie Sanders – ein politisches Vorbild des neuen Bürgermeisters – zum zweiten Mal den Amtseid ab.
Sanders sagte der Menge, dass die meisten Vorhaben Mamdanis keineswegs radikal seien. “Im reichsten Land der Geschichte sicherzustellen, dass Menschen in bezahlbarem Wohnraum leben können, ist nicht radikal”, sagte Sanders. “Es ist das Richtige und Anständige.”
Nach der Veranstaltung besuchte Mamdani ein Wohnhaus in Brooklyn. Dort kündigte er an, ein städtisches Amt zum Schutz von Mieterinnen und Mietern wiederzubeleben und zwei Arbeitsgruppen für den Wohnungsbau einzurichten.
Kritiker von Donald Trump
In seinem Wahlkampf trat Mamdani vor allem für “Bezahlbarkeit” ein. Dazu gehörten kostenlose Kinderbetreuung, kostenlose Busfahrten, ein Mietenstopp für rund eine Million Haushalte und ein Pilotprojekt für städtische Lebensmittelgeschäfte.
Der in Uganda geborene Mamdani ist der erste muslimische Bürgermeister von New York. Mit 34 Jahren zählt er außerdem zu den jüngsten Trägern dieses Amtes. Öffentlich tritt der Demokrat als Kritiker von US-Präsident Trump auf, den er einen “Faschisten” nennt.





















