Politik

Neue Suche nach verschollenem Flug MH370 | ABC-Z

Fast zwölf Jahre nach dem Verschwinden des Flugs MH370 soll in diesen Tagen ein neuer Versuch starten, das wohl größte Rätsel der Luftfahrtgeschichte zu lösen. Die malaysischen Behörden hatten am Monatsbeginn berichtet, dass die neue Suche nach dem Flugzeug der Malaysia Airlines am Dienstag beginnen solle. Den Angaben nach soll der Einsatz diesmal auf 55 Tage begrenzt bleiben. „Die Suche wird sich auf bestimmte Gebiete konzen­trieren, in denen die Wahrscheinlichkeit, das Flugzeug zu finden, als am höchsten eingeschätzt wird“, hatte das malaysische Verkehrsministerium mit­geteilt.

Das Suchgebiet liegt im südlichen Indischen Ozean in ungefähr der Region, in der 2018 schon einmal mehrere Monate lang erfolglos nach dem Wrack gesucht worden war. Wie damals wird die Suche von dem britisch-amerikanischen Unternehmen Ocean Infinity durchgeführt. Das Unternehmen hatte die Arbeit bereits im März wiederaufgenommen, aufgrund schwieriger Wetterverhältnisse aber wieder abgebrochen. Es hatte vor rund einem Jahr eine Vereinbarung mit der malaysischen Regierung unterzeichnet, die eine Bezahlung von 60 Millionen Euro nur für den Fall vorsieht, dass das Flugzeug lokalisiert wird.

Von den 239 Passagieren fehlt jede Spur

Bisher waren nur einige Einzelteile des Wracks an verschiedenen Stränden Afrikas und auf Inseln im Indischen Ozean gefunden worden. Von den 239 Menschen an Bord fehlt jede Spur. Eine Gruppe von Angehörigen hatte die Wiederaufnahme der Suche in einem Social-Media-Beitrag begrüßt. „Wir beten für ihren Erfolg“, hieß es darin. Nach ihren An­gaben war das Forschungsschiff Armada 86 05 in den vergangenen Tagen auf dem Weg in das Suchgebiet. Es ist Berichten zufolge mit drei Autonomen Unterwasserfahrzeugen (AUV) ausgerüstet, die den ­Meeresboden nach dem Wrack ab­suchen sollen.

Es gibt die Hoffnung, dass die technischen Fortschritte der vergangenen Jahre einen Erfolg wahrscheinlicher machen. So hatte Ocean Infinity im Jahr 2022 im Weddellmeer das Wrack des 1915 vom Eis eingeschlossenen und gesunkenen Schiffs Endurance des britischen Polarforschers Ernest Shackleton entdeckt. Bei der Mission im Indischen Ozean sollen nun Berichten nach AUVs des Typs Hugin eingesetzt werden, deren Form an einen Torpedo erinnert. Sie sind dem Hersteller zufolge mit den modernsten auf dem Markt verfügbaren Sensoren ausgestattet und können in Tiefen bis zu 6000 Meter operieren. Mithilfe von ­Sonar und optischen Geräten können sie ein deutliches Bild des Meeresbodens herstellen.

Den Angaben vom März zufolge umfasst das Suchgebiet eine Fläche von 15.000 Quadratkilometern. Es befindet sich entlang des sogenannten siebten ­Bogens, auf dem sich nach Berechnungen mit höchster Wahrscheinlichkeit das Wrack des Flugzeugs befinden soll. Die Boeing 777 hatte am 8. März 2014 auf einem Flug von Kuala Lumpur nach Peking aus unbekannten Gründen ein Umkehrmanöver durchgeführt und war von den Radarschirmen verschwunden. Das mutmaßliche Absturzgebiet wurde anhand simpler Signale berechnet, mit denen sich das Bordsystem mit Satelliten zu verbinden versuchte.

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