Neue Bauzinsen bei KfW-Programm 124 & 261 | ABC-Z

Die Bauzinsen sind wieder im Aufwind – und das spüren Immobilienkäufer direkt in der monatlichen Rate. Nach einer kurzen Stabilisierungsphase zieht das Zinsniveau bei Baufinanzierungen erneut an. Auch die KfW erhöht ihre Zinsen für Förderkredite. Welche Programme betroffen sind.
Unsere Kredit-Zinsen-Übersicht informiert regelmäßig über die derzeitigen Konditionen für Immobilienfinanzierungen. Zusätzlich zu den aktuellen Bauzinsen verschiedener Anbieter finden Sie Tipps für die Vorbereitung und den Antrag Ihres Immobilienkredits. Wichtig: Welcher Zinssatz im Einzelfall gilt, hängt von der individuellen Bonität ab.
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23. März: KfW erhöht Bauzinsen für Programm 124 & 241
Gerade in einem steigenden Zinsumfeld gilt: Wer Immobilienkredite vergleicht, kann Geld sparen.
© Getty Images | StefaNikolic
Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat die Zinsen für einige Förderkredite ein weiteres Mal in diesem Monat erhöht. Betroffen sind unter anderem das Programm 261, auch bekannt als „BEG Wohngebäude“, und das Programm 124, auch „Wohneigentumsprogramm“ genannt.
Das Programm 261 richtet sich insbesondere an Käufer von Immobilien sowie an Eigentümer, die energetische Sanierungen planen – etwa durch den Erwerb eines modernisierten Effizienzhauses oder die Sanierung eines bestehenden Wohngebäudes. Das Programm 124 unterstützt hingegen Privatpersonen beim Kauf oder Bau eines Eigenheims mit zinsgünstigen Krediten von bis zu 100.000 Euro pro Vorhaben.
Es gelten nun folgende Konditionen beim Programm 261:
| Laufzeit | Zinsbindung | Effektiver Jahreszins |
|---|---|---|
| 4 bis 10 Jahre | 10 Jahre | 2,54 % (zuvor 2,28 %) |
| 11 bis 20 Jahre | 10 Jahre | 3,06 % (zuvor 2,84 %) |
| 21 bis 30 Jahre | 10 Jahre | 3,19 % (zuvor 2,98 %) |
Konditionen für ein Annuitätendarlehen
Ein Beispiel: Für einen Kredit über 120.000 Euro zur Sanierung zu einem Effizienzhaus 55 weist die KfW bei einer Laufzeit von 20 Jahren, drei tilgungsfreien Anlaufjahren und zehn Jahren Zinsbindung einen effektiven Jahreszins von 3,06 Prozent (zuvor 2,84 Prozent) aus.
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Beim Programm 124 können Kreditnehmer mit folgenden Zinsen rechnen:
| Laufzeit | Zinsbindung | Effektiver Jahreszins |
|---|---|---|
| 4 bis 25 Jahre | 5 Jahre | 3,82 % (zuvor 3,53 %) |
| 4 bis 25 Jahre | 10 Jahre | 4,06 % (zuvor 3,84 %) |
| 26 bis 35 Jahre | 5 Jahre | 3,82 % (zuvor 3,54 %) |
| 26 bis 35 Jahre | 10 Jahre | 4,09 % (zuvor 3,87 %) |
Konditionen für ein Annuitätendarlehen
Ein Beispiel: Für ein Darlehen über 100.000 Euro liegt der Effektivzins jetzt bei 3,82 Prozent (zuvor 3,53 Prozent). Die Laufzeit beträgt 25 Jahre mit drei tilgungsfreien Anlaufjahren und fünf Jahren Zinsbindung.
Wer eine Baufinanzierung sucht, sollte Konditionen gründlich vergleichen. Auch einige Banken bieten Zinsvorteile für energetische Sanierungen. Um das passende Angebot für Ihr Projekt zu finden, kann auch unser Vergleichsrechner helfen:
20. März: Bauzinsen steigen – das kostet ein Kredit jetzt

Was kostet derzeit ein Immobilienkredit? Ein Vergleich hilft, die Kosten einzuschätzen.
© Getty Images | skynesher
Die Bauzinsen zeigen einen klaren Aufwärtstrend, und diese Entwicklung spiegelt sich auch bei den Kreditvermittlern wider. Um einen Überblick zu geben, haben wir ein Beispiel berechnet: Ein Paar erwirbt eine Bestandsimmobilie zum Preis von 400.000 Euro und verfügt über 80.000 Euro Eigenkapital. Es will den Kredit mit einer zehnjährigen Zinsbindung und einer Anfangstilgung von zwei Prozent abschließen. Auf Basis dieser Vorgaben präsentieren die Vermittler folgende Zinssätze und monatlichen Raten:
| Vermittler | Effektiver Jahreszins | Monatliche Rate (circa) |
|---|---|---|
| Interhyp | 3,75 % | 1659 Euro |
| Dr. Klein | 3,75 % | 1660 Euro |
| DTW Immobilienfinanzierung | 3,80 % | 1683 Euro |
| Baufi24 | 3,84 % | 1686 Euro |
Die Zinssätze liegen derzeit nah beieinander: Sowohl Interhyp* als auch Dr. Klein* weisen einen effektiven Jahreszins von 3,75 Prozent und eine monatliche Rate von rund 1660 Euro aus. Damit zeigen sie die günstigste Option. Danach folgt die DTW Immobilienfinanzierung* mit einer monatlichen Rate von 1683 und rund 23 Euro mehr. Die teuerste Option in diesem Vergleich bietet Baufi24* mit 3,84 Prozent Jahreszins und 1686 Euro im Monat. Einen weiterführenden Vergleich finden Sie auch im Artikel „Dr. Klein, Interhyp oder Baufi24? Klare Unterschiede bei Bauzinsen“.
19. März, 14.15 Uhr: EZB hält Leitzins stabil – Auswirkungen auf Bauzinsen

Trotz steigender Bauzinsen sieht ein Profi keinen Grund
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Wie von Finanzexperten erwartet, hat die Europäische Zentralbank ihre Zinspolitik unverändert gelassen. Der Einlagenzins bleibt bei 2,00 Prozent. Planungssicherheit bringt der Entscheid dennoch kaum, denn der Iran-Krieg lässt die Bauzinsen steigen. Erwartet der Markt in Krisenzeiten eine zunehmende Inflation, wirkt sich das auch auf die langfristigen Kapitalmarktzinsen aus. Hinzu kommt die Erwartung, dass weitere kreditfinanzierte Staatsausgaben – etwa Konjunkturpakete oder Energiehilfen – folgen könnten.
„Noch mehr neue Staatsanleihen würden wiederum zu steigenden Renditeerwartungen führen“, erklärt Florian Pfaffinger vom Kreditvermittler Dr. Klein. Da sich die Bauzinsen mit leichter Zeitverzögerung an der aktuell wachsenden Rendite zehnjähriger Bundesanleihen orientieren, streben auch sie derzeit nach oben.
Grund zur Panik sieht Pfaffinger darin jedoch nicht: „Zwar ist die Zinsentwicklung derzeit schwer zu prognostizieren und die Volatilität wird in den kommenden Wochen und Monaten vermutlich höher sein“, sagt er. „Dennoch halten wir für eine zehnjährige Zinsbindung eine Seitwärtsbewegung mit einer Schwankungsbreite von maximal 0,2 bis 0,3 Prozentpunkten für das wahrscheinlichste Szenario.“
Längere Festschreibungen weisen aktuell einen geringeren Aufschlag auf. Das könnte für Kaufinteressierte bei der Finanzierung einen entscheidenden Unterschied machen. Konkret rechnet der Experte kurzfristig mit einer Seitwärtsbewegung samt Schwankungen, mittelfristig hingegen mit einer Seitwärtsbewegung und einer leichten Aufwärtstendenz.
19. März, 10 Uhr: Was bedeutet die EZB-Sitzung für die Bauzinsen? Profi klärt auf

Der Entscheid der heutigen EZB-Sitzung kann sich indirekt auch auf die Bauzinsen auswirken.
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Monatelang herrschte bei den Bauzinsen eine konstante Seitwärtsbewegung mit kleineren Schwankungen. Nun schlägt die Eskalation im Nahen Osten hohe wirtschaftliche Wellen, deren Ausläufer auch die Bauzinsen in Bewegung versetzen. Die Richtung zeige aufwärts, heißt es vom Kreditvermittler Dr. Klein. Während sich der repräsentative Zins des Kreditvermittlers für eine zehnjährige Baufinanzierung vor Kriegsbeginn bei 3,28 Prozent eingependelt hatte, liegt er aktuell bei 3,47 Prozent.
„Historisch betrachtet ist dieser Wert nach wie vor attraktiv“, ordnet Florian Pfaffinger von Dr. Klein die Entwicklung ein. „Wer momentan auf sinkende Zinsen wartet, zahlt am Ende womöglich drauf.“ Allerdings sollten Interessierte ihre Kaufentscheidung auch nicht überstürzt treffen.
Der Krieg im Iran hat in Europa unter anderem die Sorge um eine negative Inflationsentwicklung neu entfacht. Wie stark die Konjunktur auf den Krieg reagieren könnte, hängt von dessen Dauer ab und davon, wie die Öl- und Gaspreise steigen und auf einem hohen Niveau bleiben. Auf den geldpolitischen Kurs der europäischen Notenbank dürften der Iran-Krieg und der damit verbundene Energiepreisanstieg aktuell aber noch keinen Einfluss haben.
„Wenn es bei einem temporären Preisschock im Energiesektor bleibt, gehe ich Stand jetzt davon aus, dass die EZB auf ihrer heutigen Sitzung keine Zinsanpassung verkünden wird“, so Pfaffinger. Spannend bleiben jedoch die weiteren Entscheidungen: Der Markt geht aktuell von bis zu zwei Zinsschritten bis Jahresende aus – mit dem ersten womöglich schon vor der Sommerpause. Die Schritte der EZB wirken sich indirekt auf die Bauzinsen aus. Wenn der Markt in Krisenzeiten eine zunehmende Inflation erwartet, hat dies immer auch Einfluss auf die langfristigen Kapitalmarktzinsen und somit auf die Bauzinsen.
18. März: Folge des Iran-Kriegs – Allianz erhöht erneut Bauzinsen

Durch einen Vergleich von Angeboten können Kreditnehmer Geld sparen.
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Mehrere Banken haben zuletzt ihre Konditionen angehoben. Grund ist der Iran-Krieg: Ein Profi gibt einen dringenden Finanzierungsrat bei steigenden Bauzinsen. Die Allianz zieht ab dem 20. März erneut die Konditionen für Immobilienfinanzierungen an. Bei einem Nettodarlehensbetrag von 150.000 Euro beträgt der gebundene Sollzins nun 4,57 Prozent p. a. Der effektive Jahreszins liegt bei 4,69 Prozent (zuvor 4,59 Prozent). Die monatliche Rate bei einer Zinsbindung von 25 Jahren steigt damit auf 821,25 Euro. Zuvor lag sie bei 808,75 Euro. Damit ergeben sich Mehrkosten von 12,50 Euro im Monat oder 150 Euro im Jahr.
Voraussetzungen sind eine anfängliche Tilgung von 2 Prozent und ein Beleihungsauslauf von 80 Prozent des Marktwerts. Das bedeutet: Der Kreditnehmer zahlt jährlich 2 Prozent der Darlehenssumme zurück und finanziert maximal 80 Prozent des Immobilienwerts. Die restlichen 20 Prozent muss er als Eigenkapital einbringen. Die Kosten für das Eintragen der Grundschuld in das Grundbuch sind im effektiven Jahreszins bereits enthalten. Beim Immobilienerwerb entstehen allerdings zusätzlich Kosten für Notar, Grunderwerbsteuer und gegebenenfalls Maklergebühren.
Im Marktvergleich liegen die neuen Allianz-Zinsen im oberen Bereich. Nach Angaben des Kreditvermittlers Dr. Klein* lagen die Top-Zinsen für Baufinanzierungen Anfang März zwischen 3,22 Prozent und 4,02 Prozent für Sollzinsbindungen von fünf bis 30 Jahren. Mit einem Sollzins von 4,57 Prozent liegt das Angebot der Allianz über dieser Spanne. Alle weiteren Zinserhöhungen im Überblick gibt es in unserem Zins-Radar.
17. März: Bauzinsen schwanken – Profi gibt wichtigen Rat

Ist jetzt der richtige Zeitpunkt für eine Baufinanzierung? Ein Profi rät zu einer vorausschauenden Herangehensweise.
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Die Konditionen für Baufinanzierungen sind derzeit in Bewegung. Das aktuelle Umfeld ist von zwei gegenläufigen Kräften geprägt: „Einerseits spricht die moderate Gesamtinflation in Deutschland und im Euroraum tendenziell für stabile bis leicht sinkende Kapitalmarktrenditen“, erklärt Antonio Skoro, Geschäftsführer des Maklerpools Qualitypool. „Andererseits erhöht der kräftige Anstieg der Energiepreise das Risiko kurzfristiger Marktrisikoprämien und damit temporärer Zinsanstieger.“
Bau- und Kaufinteressenten mit konkretem Finanzierungsbedarf sollten zeitnah bestehende Angebote prüfen und je nach persönlicher Risikoneigung eine passende Zinsbindung wählen. Skoros Rat: Wer keinen Zeitdruck habe und auf künftig sinkende Zinsen hoffe, solle den Markt beobachten und frühzeitig alle Unterlagen zusammenstellen, um schnell auf Veränderungen am Zinsmarkt reagieren zu können.
Für die kommenden Wochen hält der Finanzprofi folgendes Szenario für wahrscheinlich: „Die geopolitische Lage und deren Auswirkungen werden bei den Hypothekenzinsen für ein erhöhtes Volatilitätsrisiko sorgen.“ Zwar ließen sich die möglichen Folgen volkswirtschaftlich erklären, doch die Kombination aus Iran-Krieg, wirtschaftlicher Entwicklung und Zinslage im Euroraum bleibe „sehr herausfordernd bei der Einordnung“, sagt Skoro.
Kurzfristig rechnet er mit temporären, leichten Anstiegen, während sich die Bauzinsen insgesamt seitwärts bewegen könnten. Langfristig spreche die Lage jedoch für stabile bis leicht steigende Bauzinsen, so der Experte. Die Einschätzung zeigt:
16. März: Deutliche Schwankungen bei Bauzinsen

Was sollten Immobilienkäufer bei der Finanzierung aktuell besonders beachten? Ein Kredit-Profi klärt auf.
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Der Baufinanzierungsmarkt zeigte sich im Februar stabil, zumindest auf den ersten Blick. Die Kunden des Kreditvermittlers Baufi24 nahmen im Schnitt 308.309 Euro an Darlehen auf, kaum mehr als im Januar. Auch beim Eigenkapital blieb die Lage nahezu unverändert: Mit durchschnittlich 113.915 Euro brachten Käufer gut ein Viertel des Kaufpreises selbst mit. Und trotz leicht gestiegener Zinsen sank die monatliche Rate sogar minimal – auf durchschnittlich 1414 Euro.
Den Markt beobachtet Oliver Kohnen, Geschäftsführer von Baufi24, dennoch mit Vorsicht: „Auf den ersten Blick bewegt sich der Markt seitwärts: Die Bauzinsen haben sich zwischen 3,5 Prozent und 4,0 Prozent eingependelt. Doch auf den zweiten Blick erkennt man deutlich die Volatilität am Markt.“ Denn: Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe schwankte laut dem Profi im Februar stark – erst deutlich nach unten, dann wieder nach oben. „Entsprechend können auch die Bauzinsen innerhalb kurzer Zeit um 0,3 bis 0,4 Prozentpunkte steigen oder fallen“, so Kohnen.
Hinzu komme, dass die Immobilienpreise weiter anziehen, weil der Neubau die Nachfrage nicht bediene und die Inflation durch geopolitische Unsicherheiten wieder Fahrt aufnehmen könnte. Kohnens Fazit: „Am Ende könnten also nicht nur die Zinsen, sondern auch die Immobilienpreise steigen. ‚Aussitzen‘ ist in diesem Umfeld keine gute Idee, denn später ist das Wunschobjekt vielleicht einfach nicht mehr finanzierbar.“
13. März: Bauzinsen im Zeichen geopolitischer Unsicherheit

Ein Profi rät Kreditnehmern derzeit zur Wachsamkeit.
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Die Bauzinsen sind zuletzt kurzfristig gestiegen, doch diese Bewegung scheint sich teilweise wieder beruhigt zu haben. Als Haupttreiber für den unruhigen Finanzmarkt gilt die anhaltende Krise im Nahen Osten. Vor allem der schwankende Ölpreis sei ein zentraler Unsicherheitsfaktor, sagt Rainer Eichwede von der Bausparkasse Schwäbisch Hall.
Die höheren Energiepreise seien bereits an den Tankstellen spürbar und deuteten eine sogenannte Stagflation an, eine Kombination aus hoher Inflation und schwachem Wirtschaftswachstum. „Ob es tatsächlich dazu kommt, ist derzeit offen“, so Eichwede. Er geht aktuell davon aus, dass der Konflikt regional begrenzt bleibt. Klar sei jedoch: „Jede weitere Eskalation oder eine längere Dauer des Konflikts würde die Risiken für die Weltwirtschaft erhöhen.“
Für den weiteren Jahresverlauf skizziert der Experte zwei Szenarien: Entspannt sich die Lage schnell und hält die wirtschaftlichen Folgen überschaubar, dürften die Bauzinsen in einer Spanne von rund 3,6 bis 4,0 Prozent pendeln. In diesem Fall würden die Märkte ihren Blick wieder stärker auf das Wirtschaftswachstum und die hohe Staatsverschuldung in der EU richten, vermutet Eichwede.
Halte der Konflikt hingegen länger an und belaste dauerhaft Lieferketten und Ölpreise, steige das Stagflationsrisiko – und mit ihm der Druck auf die Bauzinsen nach oben. Bei der Planung aktueller Immobilienfinanzierung sollten Kreditinteressierte deshalb wachsam bleiben. „Wer aktuell finanzieren muss, sollte die Situation genau beobachten und gegebenenfalls auch kürzere Zinsbindungen in Betracht ziehen“, so Eichwede. Geopolitische Schocks wirkten an den Kapitalmärkten oft heftig, aber selten dauerhaft.
12. März: Allianz ändert Bauzinsen – Kosten im Überblick

Wir zeigen, was eine Baufinanzierung der Allianz jetzt kostet.
© Getty Images | Artem Stepanov
Diese Woche hat die ING bereits eine Konditionserhöhung vermeldet (siehe Update vom 10. März). Ab dem 13. März steigen die Zinsen für Immobilienfinanzierungen nun auch bei der Allianz. Auslöser dieses plötzlichen Wandels ist laut Profis der Krieg im Iran (siehe Update vom 11. März). Was das konkret für die Kosten des Immobilienkredits bei der Allianz bedeuten kann, zeigt ein Beispiel des Anbieters.
Bei einem Nettodarlehensbetrag von 150.000 Euro beträgt der gebundene Sollzins nun 4,47 Prozent p. a. Der effektive Jahreszins liegt bei 4,59 Prozent (zuvor 4,46 Prozent). Die monatliche Rate bei einer Zinsbindung von 25 Jahren steigt damit auf 808,75 Euro. Zuvor lag sie bei 793,75 Euro. Damit ergeben sich steigende Kosten von 15 Euro im Monat oder 180 Euro im Jahr.
Voraussetzungen sind eine anfängliche Tilgung von 2 Prozent und ein Beleihungsauslauf von 80 Prozent des Marktwerts. Das bedeutet: Der Kreditnehmer zahlt jährlich 2 Prozent der Darlehenssumme zurück und finanziert maximal 80 Prozent des Immobilienwerts. Die restlichen 20 Prozent muss er als Eigenkapital einbringen. Die Kosten für das Eintragen der Grundschuld in das Grundbuch sind im effektiven Jahreszins bereits enthalten. Beim Immobilienerwerb entstehen allerdings zusätzlich Kosten für Notar, Grunderwerbsteuer und gegebenenfalls Maklergebühren.
Wie schneiden die neuen Allianz-Zinsen im Marktvergleich ab? Nach Angaben des Kreditvermittlers Dr. Klein* liegen die Top-Zinsen für Baufinanzierungen aktuell zwischen 3,22 Prozent und 4,02 Prozent für Sollzinsbindungen von fünf bis 30 Jahren. Mit einem Sollzins von 4,47 Prozent liegt das Angebot der Allianz über dieser Spanne.
11. März: Bauzinsen auf Zwischentief, doch Profi warnt

Was sollten Immobilienkäufer bei der Finanzierung aktuell besonders beachten? Ein Kredit-Profi klärt auf.
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Dem aktuellen Zinskommentar des Kreditvermittlers Interhyp zufolge liegen zehnjährige Baufinanzierungen derzeit im Schnitt bei rund 3,6 Prozent. Doch das baldige Ende des Tiefs könnte bevorstehen, denn der Krieg im Nahen Osten hinterlässt Spuren am Zinsmarkt: „Wir befinden uns momentan in einem Zins-Zwischentief, doch die durch den Konflikt im Iran ausgelösten Inflationssorgen und die drohenden Energiepreissteigerungen treiben die Renditen der Staatsanleihen“, erklärt Interhyp-Chef Jörg Utecht.
Der Experte warnt: „Dadurch werden auch die Bauzinsen steigen.“ Wie stark der Anstieg ausfällt, hängt laut den von Interhyp befragten Finanzexperten von der Dauer des Kriegs ab: „Sollte der Konflikt zu einer längeren Phase von hohen oder noch höheren Energiepreisen führen, dürften auch die Zinsen noch etwas weiter steigen“, heißt es. Rund 67 Prozent des Expertenpanels rechnen mittelfristig mit steigenden Konditionen für Immobilienkredite.
FAQ zu Bau-, Auto- und Ratenkrediten
Was ist ein Baukredit?
Ein Baukredit ist ein Darlehen, das speziell für die Finanzierung von Bauvorhaben oder den Kauf von Immobilien vorgesehen ist. Die Zinssätze sind oft über einen längeren Zeitraum festgeschrieben, um Planungssicherheit zu gewährleisten.
Wie unterscheiden sich Auto- und Ratenkredite?
Autokredite sind speziell für die Finanzierung von Fahrzeugen gedacht. Sie bieten oft günstigere Zinssätze und spezifische Konditionen. Ratenkredite hingegen sind vielseitiger und können für verschiedene Konsumzwecke verwendet werden.
Welche Faktoren beeinflussen die Zinssätze für Kredite?
Die Zinssätze für Kredite werden von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Dazu gehören die Leitzinsen der EZB, die Kreditwürdigkeit des Kreditnehmers und die spezifischen Konditionen der Bank.
Kann ich mehrere Kredite gleichzeitig haben?
Ja, es ist möglich, mehrere Kredite gleichzeitig zu haben. Allerdings sollten Verbraucher und Verbraucherinnen ihre finanzielle Belastbarkeit sorgfältig prüfen und Angebote vergleichen, um die besten Konditionen zu erhalten.
Wie sicher sind die Kredite bei verschiedenen Banken?
In Deutschland sind alle Bankeinlagen bis zu 100.000 Euro pro Kunde und Bank durch die Einlagensicherung geschützt. Dies gilt jedoch nicht für Kredite: Hier ist die Bonität des Kreditnehmers entscheidend.
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