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Nationaler Trauertag nach Brandkatastrophe in Crans-Montana | ABC-Z

Stand: 09.01.2026 10:46 Uhr

Nach dem tödlichen Brand in einer Bar in Crans-Montana gedenkt die Schweiz mit einen nationalen Trauertag der Opfer. Unterdessen ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen möglicher Versäumnisse beim Brandschutz.

Alle Kirchenglocken des Landes sollen läuten, die Menschen sollen schweigen um Punkt 14:00 Uhr an diesem nationalen Trauertag. Die ganze Schweiz sei aufgefordert innezuhalten, heißt es in einer Mitteilung der Regierung. Im Gedenken an die 40 Toten und in Solidarität mit den 116 Verletzten nach der Brandkatastrophe in einer Bar im Skiort Crans-Montana.

Nicht weit vom Ort der Katastrophe entfernt, in Martigny, versammeln sich etwa 1.000 geladene Gäste zu einer offiziellen Gedenkzeremonie. Opferfamilien und Vertreter der Schweizer Staatsspitze, darunter Bundespräsident Guy Parmelin, aber auch die Staatspräsidenten von Frankreich und Italien, Emmanuel Macron und Sergio Mattarella, werden erwartet.

Ermittlungen der Staatsanwaltschaft laufen

Bei dem Brand in der Silvesternacht wurden neben vielen Schweizer Jugendlichen auch Dutzende junge Menschen aus Frankreich und Italien getötet und verletzt. Das jüngste Todesopfer war erst 14 Jahre alt. Die Bevölkerung von Crans-Montana wird sich im Kongresszentrum des Skiorts zu einer Live-Übertragung der Trauerfeier versammeln.

Für den nationalen Trauertag hat die Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis auch eine Anhörung der Besitzer der Bar “Le Constellation” angekündigt. Gegen sie laufen Ermittlungen, unter anderem wegen fahrlässiger Tötung. Es wird davon ausgegangen, dass Funken von Sprühfontänen die mit Schaumstoff verkleidete Decke in Brand gesetzt haben. Nach Angaben der Gemeinde hatte es in der Bar jahrelang keinerlei Brandschutzkontrollen gegeben.

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