Nach Fernandes’ Anzeige – Medienpartner gehen auf Distanz | ABC-Z

Es sind schwere Vorwürfe, die gegen Schauspieler Christian Ulmen im Raum stehen. Seine Ex-Frau Collien Fernandes beschuldigt ihn der digitalen, sexualisierten Gewalt und des Identitätsmissbrauchs. Unter anderem bei Instagram und in einer langen „Spiegel“-Geschichte wirft sie Ulmen vor, in ihrem Namen sexualisierte Kontakte zu anderen Männern gehabt zu haben. Fernandes hat Anzeige bei der spanischen Justiz erstattet. Ob gegen Ulmen Anklage erhoben wird, ist nicht klar.
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Der Beschuldigte hat sich bislang nicht geäußert, sein Anwalt verschickte ein Schreiben, in dem davon die Rede ist, die Berichterstattung des „Spiegel“ sei „aus mehreren Gründen rechtswidrig“. Für Christian Ulmen gilt bis auf Weiteres die Unschuldsvermutung.

Preisgekrönte Serie „Jerks“ nicht mehr online
Die Vorwürfe sind seit Donnerstag in der Welt, bis Freitagnachmittag reagierten erste TV-Sender und Medienpartner Ulmens auf die Berichterstattung. Die ProSieben-Streamingplattform Joyn nahm die Serie „Jerks“ aus dem Netz. Sprecher Christoph Körfer sagte dazu: „Aufgrund der aktuellen Situation hat Joyn am Donnerstag die mit mehreren Fernsehpreisen ausgezeichnete Serie ‚Jerks‘, in der Collien Fernandes und Christian Ulmen ein geschiedenes Ehepaar spielen, offline genommen.“
Die Handlung der Serie dreht sich vor allem um Ulmen und seinen Kumpel Fahri Yardım, die fünf Staffeln lang durch peinliche, oft selbst verursachte, Situationen stolpern. Sie lebt von sogenannten „Fremdscham-Momenten“ und thematisiert Sexualität und soziale No-Gos.

Fahri Yardım und Christian Ulmen bei der Premiere der 2. Staffel von Jerks
© imago/APress | imago stock&people
Versandapotheke setzt Werbung aus – MDR prüft „Tatort“-Wiederholung
Die Online-Apotheke „Shop Apotheke“ bestätigte dem Sender RTL, man werde vorerst keine Werbeclips mit Ulmen mehr nutzen. In mehreren Spots hatten Ulmen und Fernandes unter anderem für Durchfallmittel geworben. „Aus gegebenem Anlass werden wir die Werbung mit den betroffenen Personen vorerst aussetzen”, hieß es bereits am Donnerstagabend. Zu privaten Angelegenheiten der Werbegesichter wolle man sich nicht äußern.
Der MDR hat sich bislang noch nicht entschieden, wie mit den Vorwürfen umzugehen ist. Ulmen ermittelte im „Tatort“ aus Weimar für elf Folgen als Kommissar Lessing. Einer der Filme soll laut Programm am 15. April wiederholt werden. Ob es dabei bleibt: unklar. Dem Nachrichtenportal t-online.de sagte eine Sendersprecherin: „Wir befinden uns in der internen Prüfung.“
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