Kultur

Mundart-Schauspieler: Autor, Schauspieler und Maler Walter Schultheiß ist tot | ABC-Z

Der Schauspieler, Autor und Maler Walter Schultheiß ist im Alter von 101 Jahren gestorben. Nach seinem Tod am 22. Dezember sei er in kleinem Kreis beigesetzt worden, berichtete der Südwestdeutsche Rundfunk (SWR) unter Berufung auf seine Familie. Schultheiß lebte demnach zuletzt im baden-württembergischen Landkreis Calw. “Wir trauern um einen großartigen Schauspieler, Künstler und ein Urgestein des Mundart-Schauspiels”, sagte SWR-Intendant Kai Gniffke. 

Schultheiß wurde am 25. Mai 1924 in Tübingen geboren. Er begann seine Laufbahn einst am Stuttgarter Volkstheater. Sein künstlerischer Durchbruch gelang ihm nach Angaben des Senders ab 1963 mit den sogenannten Straßenkehrer-Sketchen im damaligen Süddeutschen Rundfunk. Danach folgten zahlreiche weitere Engagements in Hörspielen, Film- und Fernsehserienproduktionen sowie bei Theateraufführungen.

Nicht zuletzt war Schultheiß auch für die Rolle des Vermieters Rominger des Tatort-Kommissars Bienzle bekannt. Da habe Schultheiß “den Idealtyp des sympathisch-bruddeligen Schwaben weit über den Südwesten hinaus bekannt und beliebt gemacht”, sagte Gniffke. Bis ins hohe Alter habe Schultheiß auf der Bühne und vor der Kamera
gestanden, teilte Gniffke mit. Kurz vor seinem 90. Geburtstag spielte
Schultheiß noch den Firmen-Patriarchen Paul Bogenschütz im Kinofilm
“Global Players”
. Für den SWR war er zuletzt mit seiner Frau Trudel
Wulle in dem Kinofilm Laible und Frisch (2017) tätig. Neben seiner Arbeit als Schauspieler schrieb Schultheiß zudem humorige Texte und Gedichte. 

Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen. So wurde er unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz am Bande (1987) geehrt, mit der Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg (2003) sowie mit dem Baden-Württembergischen Ehrenfilmpreis für sein Lebenswerk (2013).

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