Bezirke

München: Streik bei U-Bahn, Tram und Bus: Was steht still, was fährt trotzdem? – München | ABC-Z

Wer an diesem Mittwoch in München unterwegs ist, muss sich auf deutliche Einschränkungen und längere Fahrzeiten einstellen. Denn die Gewerkschaft Verdi hat im Tarifkonflikt im Nahverkehr erneut zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen. Davon sind U-Bahn, Tram und alle Buslinien bis Nummer 199 in München betroffen. Der Ausstand dauert von 3.30 Uhr bis Donnerstagfrüh, 12. Februar, 3.30 Uhr.

Wie bereits am ersten Streiktag vergangene Woche ist auch am Mittwoch nach Angaben der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) nur ein stark eingeschränkter Betrieb möglich. Beim Bus ist etwa die Hälfte der Fahrzeuge einsatzbereit, weil die privaten Busunternehmen, die für die MVG fahren, nicht bestreikt werden. Bei der Tram hängt die Inbetriebnahme maßgeblich davon ab, wie viele Fahrerinnen und Fahrer sich zum Dienst melden. Beim ersten Warnstreik konnte immerhin die Linie 20 tagsüber verkehren.

Die U-Bahn ist nicht in Betrieb. Mit der begrenzten Anzahl an Mitarbeitern im Fahrdienst, in der Leitstelle und im Aufsichtsdienst sei kein vollständiger Betrieb einzelner Linien möglich, teilt die MVG mit. Lediglich Sonderfahrten zur An- und Abreise des Pokalspiels des FC Bayern gegen RB Leipzig in der Allianz Arena kann die Verkehrsgesellschaft von 17.30 Uhr an bis Betriebsschluss im Abschnitt Marienplatz – Fröttmaning anbieten. Damit ist das Stadion mit der U-Bahn zu erreichen. Im übrigen Netz fahren keine U-Bahnen, auch Garching wird nicht angefahren.

Der übliche Bustransfer für Fans von der S-Bahnhaltestelle Donnersbergerbrücke steht von 16.30 Uhr an zur Verfügung und wird zusätzlich verstärkt. Die Busse fahren nicht direkt zum Stadion, sondern zum Kieferngarten. Von dort ist die Allianz Arena fußläufig über die Kieferngartenstraße erreichbar. Nach dem Spiel fahren die Busse bei Bedarf vom Kieferngarten auf direktem Weg zum Stachus.

Die S-Bahn ist zwar nicht vom Streik betroffen. Doch von 22.20 Uhr an ist auch sie wegen Bauarbeiten nur eingeschränkt in Betrieb, zwischen Donnersbergerbrücke und Pasing fahren Ersatzbusse.

Im Münchner Umland sind auch die Dachauer Stadtwerke vom Streik betroffen. Verdi hat diesmal explizit auch das Busfahrpersonal zum Ausstand aufgerufen.

Wer wissen will, was noch wohin fährt, findet in der Verbindungsauskunft auf mvg.de und in der App MVGO Informationen. Die Meldungen werden laufend aktualisiert.

Darum geht der Streik

Verdi fordert in dem Tarifstreit für die Mitarbeiter im öffentlichen Nahverkehr eine Lohnsteigerung von 668,75 Euro im Monat, die 35-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich sowie höhere Zuschläge etwa bei Schichten am Wochenende. Die Arbeitgeberseite bezeichnet diese Forderungen als „realitätsfern“ und verweist auf klamme Kassen der Kommunen. In der ersten Verhandlungsrunde beinhaltete das Angebot des KAV eine Erhöhung der Tarifgehälter um fünf Prozent in zwei Schritten bei einer Laufzeit von 24 Monaten.

Back to top button