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Monika Gruber verrät: So geht es Alfons Schuhbeck aktuell | ABC-Z

Ob Alfons Schuhbeck wegen Betrugs, Insolvenzverschleppung und Steuerhinterziehung zurück ins Gefängnis muss, ist bislang noch nicht entschieden. Der einstige Starkoch ist aufgrund seiner schweren Krebserkrankung von der Haft vorerst befreit. Nach seiner Verurteilung hat die Münchner Society ihren kulinarischen Liebling fallen gelassen. Kabarettistin Monika Gruber steht allerdings nach wie vor hinter ihm – und spricht jetzt Klartext.

Hoher Druck für einstigen Starkoch: “Hatte stets zwei Telefone bei sich”

Die Gruberin und Alfons Schuhbeck verbindet eine langjährige Freundschaft. Bereits in den frühen 2000er Jahren arbeiteten sie während des Oktoberfests zusammen. Auf der Wiesn waren die beiden für den Bayerischen Rundfunk tätig und drehten gemeinsam humorvolle Zuspieler. Die Komikerin beschreibt Schuhbeck als geduldigen und humorvollen Menschen, der trotz seines Erfolgs unter immensem Druck stand. “Er hatte stets zwei Telefone bei sich, die ständig abwechselnd – manchmal auch gleichzeitig – klingelten”, plaudert sie in der neuesten Ausgabe von “Die Zeit” aus.

Gruberin ist sich sicher: Schuhbeck hat sich “übernommen”

Trotz seiner zahlreichen Erfolge und seiner Ambitionen, “der König vom Platzl” zu sein, merkt die Kabarettistin an, dass Alfons Schuhbeck oft über seine Verhältnisse lebte: “Jedes Geschäft am Münchner Platzl, das frei wurde, hat er gepachtet und sich wohl damit – auch finanziell – übernommen.” Das Streben nach Erfolg soll bei dem Starkoch dazu geführt haben, dass er in eine Vielzahl von Projekten involviert war, was letztlich zu seiner Überlastung beigetragen habe. Monika Gruber beschreibt ihn als “Getriebenen”, der nicht mehr in der Lage war, die Qualität zu kontrollieren, die seine Gäste erwarteten. “Alfons wollte zwar immer der Beste und wahrscheinlich auch der Bekannteste seines Fachs sein, aber nie der Reichste.”

Warum nicht eine saftige Geldstrafe und ein Jahr Küchendienst in einem Seniorenheim in München?

– Monika Gruber über das harte Urteil gegen Alfons Schuhbeck

Die Gruberin stellt sich nicht bedingungslos hinter Alfons Schuhbeck. Dennoch findet sie den Hohn und Spott, dem der ehemalige Gastronom ausgesetzt ist, falsch. “Steuerhinterziehung ist kein Kavaliersdelikt, ganz klar, aber die Schadenfreude, mit der in Deutschland über Prominente hergefallen wird, siehe Uli Hoeneß, ist schäbig.” Sie plädiert für eine differenziertere Betrachtung von Schuhbecks Situation und schlägt sogar eine andere Form der Bestrafung vor, die auf Resozialisierung abzielt. “Warum nicht eine saftige Geldstrafe und ein Jahr Küchendienst in einem Seniorenheim in München?”

Alfons Schuhbeck und Monika Gruber verbindet eine langjährige Freundschaft.
© imago/Lindenthaler
Alfons Schuhbeck und Monika Gruber verbindet eine langjährige Freundschaft.

von imago/Lindenthaler

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Pleite, Knast, Krebs: So geht es Alfons Schuhbeck aktuell

Auch in diesen schweren Zeiten steht Monika Gruber mit ihrem guten Freund in Kontakt und telefoniert regelmäßig mit ihm. Über seinen Zustand sagt sie: “Es geht ihm den Umständen entsprechend gut. Es ist nicht einfach, aber er hält sich tapfer.” Trotz seines gesellschaftlichen Absturzes hat Alfons Schuhbeck sein Lachen offenbar nicht verloren. “Ich finde, er ist sehr gealtert, aber gleichzeitig ist seine weiche, feine Seite gegenüber seiner sonst so flapsig-lässigen Art in den Vordergrund gerückt. Und wenn man ihn zum Lachen bringt, leuchtet immer noch der alte Schalk in seinen Augen.”

Diese Unterstützung zeigt, dass wahre Freundschaft auch in schwierigen Zeiten Bestand hat.

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