Sudan: Mehr als 10.000 Menschen innerhalb von drei Tagen vertrieben | ABC-Z

Neue Kämpfe im Osten und Süden des Sudan haben nach Angaben der Vereinten Nationen dazu geführt, dass mehr als 10.000 Menschen aus ihren Heimatorten geflohen sind. Besonders betroffen ist der westliche Bundesstaat Nord-Darfur, wo nach Angaben der Internationalen Organisation für Migration (IOM) am Donnerstag und Freitag mehr als 7000 Bewohner aus zwei Orten nahe der Grenze zum Tschad in Sicherheit gebracht wurden.
Zudem verließen zwischen Mittwoch und Freitag mehr als 3000 Menschen die Stadt Kadugli, die Hauptstadt des Bundesstaates Süd-Kordofan. Kadugli steht unter der Kontrolle der mit der sudanesischen Armee verfeindeten RSF-Miliz, wie die UN-Organisation mitteilte.
Im Sudan herrscht laut UNO größte humanitäre Krise weltweit
Seit April 2023 kämpfen die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah
al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed
Hamdan Daglo um die Macht im Sudan. In dem drittgrößten Land des afrikanischen Kontinents herrscht nach
Einschätzung der UNO die derzeit schwerste
humanitäre Krise der Welt. Bei den Kämpfen wurden bereits zehntausende Menschen
getötet, fast zwölf Millionen Menschen wurden vertrieben. Zudem ist jeder zweite Einwohner im Sudan von Hunger bedroht.
Das UN-Hochkommissariat für Menschenrechte berichtet von
Massenmorden, ethnisch motivierten Hinrichtungen, sexueller Gewalt sowie
Angriffen auf Gesundheitseinrichtungen im Sudan. Unicef spricht von einem möglichen Genozid durch die RSF-Miliz an der sudanesischen Bevölkerung. Dennoch erfährt die Lage im Sudan vergleichsweise wenig internationale Aufmerksamkeit.





















