Mode-Trend: Welche Jacken trägt man in diesem Frühjahr? | ABC-Z

Bei Kälte ist mit einer Jacke häufig alles gesagt. Hose und Schuhe – egal, fallen kaum auf. Ganz anders die Jacke. Erspäht man zum Beispiel am Tag, an dem der 1. FC Köln in Köln spielt, einen Mann in schwarzer Jacke mit weißem „The North Face“-Aufdruck auf der Brust, sucht das Auge gleich nach dem Pulk weiterer Männer in schwarzen North-Face-Jacken. Das Teil ist ein Must-have im schwarzen Block.
Oder der schwere, lange, olivgrüne Wollmantel, mit dem Gregory Bovino als amerikanischer Grenzschutzchef in den kältesten Tagen dieses Winters zwischen seinen ICE-Schergen in Minneapolis zu sehen war. Zweireiher mit Messingknöpfen, an den Schultern ein Abzeichen. Das erinnerte viele an die Offiziersmäntel der deutschen Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg. Je rauer es zugeht, umso kleiner dürfte auch der Deutungsspielraum von Mode sein. Und umso wichtiger ist demnach die Auswahl der richtigen Jacke.

Immerhin, es ist Frühling, und da liegen jetzt diese Jacken in sanften Tönen bereit. Die Auswahl an Modellen für Männer in den Farben einer Puderpalette war vielleicht nie größer, und mit Bovinos Auftritt im dunklen Lodenmantel hat man noch ein Argument mehr für ein lockeres Jackett in Apricot, zum Beispiel von Brunello Cucinelli. Die Angst vor empfindlichem Off-White ist sowieso unbegründet, wenn man sich fern von allem Bösen hält.

Also rein in das beschichtete Modell mit himmelblauem Innenfutter von Herno und in die weiche Jacke von Manzoni 24. Auch eine Möglichkeit: auf Braun statt Schwarz setzen, mit einem „shaket“, einer Kreuzung aus Shirt und Jackett, von Friendly Hunting. Oder man zieht gleich die Wildlederjacke von Jacob Cohën (unten) in Erwägung, in der unmissverständlichsten aller Freundlich-Farben, Rosa.


















