Mitglied zündet eigenes Auto an – so kam ihm die Polizei auf die Schliche | ABC-Z

„Feiger Anschlag“ auf einen AfD-Politiker in Bayern? So hatte die Partei den Brand eines Fahrzeugs in Mittelfranken zunächst bezeichnet. Der brennende Pkw gehörte einem Parteimitglied. Nun stellt sich der Vorfall als gezielte Täuschung heraus. Nach Angaben der Polizei Mittelfranken soll ein Parteimitglied sein eigenes Auto angezündet haben. Er wollte den Eindruck erwecken, dass linke Gruppierungen hinter dem Brand stecken.
Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion
Hinter den Kulissen der Politik – meinungsstark, exklusiv, relevant.
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Wie die Polizei in Nürnberg mitteilte, habe der Mann gestanden, den Brand selbst gelegt zu haben. Zudem soll er einen angeblichen Drohbrief der Antifa gefälscht und ein gegen ihn gerichtetes Graffiti erstellt haben.
AfD leitet Parteiausschluss ein
Unmittelbar nach dem Vorfall hatte der Staatsschutz die Ermittlungen übernommen, da zunächst von einer politisch motivierten Straftat ausgegangen wurde. Die Ermittlungen in diese Richtung führten jedoch ins Leere. Erst die Analyse des Drohbriefs ergab erste Hinweise zum Täter. Die Handschrift des Drohbriefs wies auffällige Übereinstimmungen mit der Handschrift des Eigentümers auf. So hatte die Polizei den Mann zum Geständnis gebracht.
Die Partei hat inzwischen Konsequenzen eingeleitet. Der Bezirksvorstand Mittelfranken beschloss den Ausschluss des Mitglieds. Die endgültige Entscheidung liegt beim zuständigen Landesschiedsgericht.
Die AfD erklärte, das Mitglied habe Parteimitglieder getäuscht und dem Ansehen der Partei geschadet.





















