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Zwei späte Gegentore in Liga 3: Tabellenführer Duisburg unterliegt 1860 München | ABC-Z

Stand: 19.10.2025 18:44 Uhr

Der MSV Duisburg hat bei 1860 München eine unglückliche Niederlage kassiert. Für den Tabellenführer der 3. Liga war es die erste Saison-Pleite.

Die erste Saison-Niederlage ist für jedes Team schmerzhaft. Die 1:3 (1:1) -Pleite des MSV Duisburg bei 1860 München fiel allerdings in die Kategorie “besonders unnötig”. Der Tabellenführer der 3. Liga ging als Verlierer vom Platz, weil das Team von Trainer Dietmar Hirsch in zwei Situationen während der regulären 90 Minuten nicht konzentriert genug zu Werke ging.

Für die Münchner, bei denen Trainer Markus Kauczinski sein Debüt feierte, trafen Sigurd Haugen (41., 78.) und Thore Jacobsen (90.+4). Für den MSV war Joshua Bitter (42.).

Große Druckphase

In den ersten Minuten ging es für den MSV erst einmal darum, die Druckphase der Münchner zu überstehen. 1860 erspielte sich zwar keine Torchance, drückte die Duisburger aber tief in ihre Spielhälfte zurück.

Erst nach rund zehn Minuten konnten sich die Gäste, unterstützt von rund 1500 mitgereisten Zuschauern, ein wenig befreien und die Partie offener gestalten.

Duisburg mit erster Chance

Das Hirsch-Team wirkte kompakt, gut organisiert und überaus engagiert. Den Duisburgern war das gewonnene Selbstvertrauen aus den vergangenen Wochen anzumerken. Die Münchner Löwen rannten sich immer wieder fest.

Die erste große Tormöglichkeit hatte der MSV, als Patrick Sussek nach schöner Einzelleistung aus 18 Metern (21.) abzog, 1860-Torhüter Thomas Dähne aber parieren konnte. Die Partie verflachte zusehends, beide Mannschaften arbeiteten sich aneinander ab, vergaßen dabei aber ihre spielerische Linie.

Zwei Tore aus dem Nichts

Es deutete nichts auf einen Treffer auf einer der beiden Seiten hin, bis die Löwen nach einem Konter und einem anschließenden Freistoß, den MSV-Torhüter Maximilian Braune prächtig parierte, einen Eckball zugesprochen bekamen. Die Hereingabe konnte Braune noch wegfausten, die Volley-Direktabnahme von Thore Jacobsen aus 18 Metern fälschte Sigurd Haugen unhaltbar aus sieben Metern zum 1:0 ab.

Doch die Duisburger schlugen sofort zurück. Zwei Minuten später bediente der quirlige Jan-Simon Symalla über die rechte Seite Joshua Bitter. Der Verteidiger verwandelte aus sechs Metern völlig ungedeckt und eiskalt zum 1:1.

Haugen schockt den MSV

Die zweite Halbzeit begann recht zäh, beide Teams riskierten wenig. Der gegenseitige Abnutzungskampf setzte sich fort. Echte Torgefahr kam erst nach 64 Minuten auf, als erneut MSV-Defensivspezialist Bitter zu zwei aufeinanderfolgenden Schussmöglichkeiten kam, aber jeweils aus kurzer Distanz am glänzend reagierenden Löwen-Torhüter Dähne scheiterte.

Die Duisburger waren auch in der Folge das aktivere Team, allerdings fand der MSV kaum noch Lücken in den Münchner Abwehr. Und dann mussten sie nach einem einfachen Fehlpass im Mittelfeld den zweiten Gegentreffer hinnehmen. Haugen kam an den Ball, umkurvte etwas glücklich drei Gegenspieler sowie Torhüter Braune und verwandelte zum 2:1.

Brillanter Löwen-Torhüter

Nach 8c7 minuten hatte Bitter die große Möglichkeit zum Ausglaich. Doch der Kopfball von Andy Visser aus sechs Metern konnte Dähne mit einer brillanten Parade gerade noch verhindern. Die Duisburger rannten immer weiter an – aber an diesem Sonntagnachmittag sollten ihnen kein Treffer mehr gelingen.

Den Schlusspunkt zum 3:1 erzielte Jacobsen in der Nachspielzeit nach einem Konter, nachdem die Duisburger alles nach vorne geworfen hatten.

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