Mauretanien: Bootsunglück fordert fast 50 Tote – Panorama | ABC-Z

Bei einem Bootsunglück vor der Küste Mauretaniens sind mindestens 49 Migranten ums Leben gekommen. Mehr als 100 Menschen würden noch vermisst, teilte die Küstenwache des nordwestafrikanischen Landes mit. Mindestens 17 konnten gerettet werden.
Ein Boot mit etwa 160 Menschen an Bord war in der Nacht zu Dienstag vor einem Dorf rund 80 Kilometer westlich der Hauptstadt Nouakchott gesunken. Die Toten stammten überwiegend aus Gambia und Senegal. Das Boot war nach Angaben der Behörden vor etwa einer Woche von der gambischen Küste aus gestartet und am Mittwochabend gekentert.
Mauretanien gilt als wichtiger Transitpunkt für Menschen aus Westafrika, die versuchen, auf gefährlichen Routen nach Europa zu gelangen. Immer wieder kommen auf der spanischen Inselgruppe der Kanaren, rund 100 Kilometer von der Nordwestküste Afrikas entfernt, Boote mit Migranten an.
Vergangenes Jahr hatte die EU-Kommission eine Migrationspartnerschaft mit Mauretanien abgeschlossen. Dadurch soll legale Migration gefördert sowie Schleuserkriminalität und Menschenhandel bekämpft werden. Außerdem soll das Land bei der Aufnahme von Flüchtlingen unterstützt werden.
Nach Angaben der spanischen Nichtregierungsorganisation Caminando Fronteras starben oder verschwanden im vergangenen Jahr bei der Überfahrt von der westafrikanischen Küste in Richtung Kanarische Inseln mehr als 10 400 Menschen. 46 000 Migranten und Asylsuchende wurden registriert.