Marianne Sägebrecht verrät: “Bis zur kompletten Erschöpfung” | ABC-Z

Sie kennt keinen Stillstand, schon gar nicht, wenn auch noch die Frühlingsgefühle dazukommen: Der AZ erzählt Schauspielerin Marianne Sägebrecht (u. a. “Out of Rosenheim”, “Zuckerbaby”), warum ihr Herz im Frühling springt und wie sie vor der Kamera tickt.
Marianne Sägebrecht steht für ARD-Reihe “Watzmann ermittelt” vor der Kamera
Zuletzt im Herbst vergangenen Jahres stand Sägebrecht für die Spezialfolge der ARD-Reihe “Watzmann ermittelt: Die Tränen der Madonna” (rund vier Millionen Zuschauer) vor der Kamera: “Eine großartige Rolle, sie war mir wie auf den Leib geschneidert, das Drehbuch ist eine Schau und geht jetzt nach New York.” Freunde aus der ganzen Welt hätten ihr dazu gratuliert, freut sie sich. “Beim Drehen gebe ich alles, bis zur kompletten Erschöpfung. Ich bin so dankbar, dass ich noch gute Rollen bekomme.”
Der Frühling steht für die Schauspielerin aktuell auch für einen Neubeginn: “In meinem Garten hatte ich jetzt schon violette Krokusse – wenn sie rauskommen, weiß ich: Wir haben das Gröbste überstanden! Im Frühling wird mein Herz leichter und springt, ich fühle mich beschwingt, ich umarme die Natur.”
© imago
von imago
“}”>
Davon soll das neue Buch der Schauspielerin handeln
Passend zum frischen Grün der Pflanzen handelt übrigens auch Sägebrechts neues, achtes Buch, an dem sie gerade arbeitet, von Kräutern – und von “Versöhnung und Vergebung”, sagt die 80-Jährige der AZ.
Die Bedeutung von Kräutern, so Marianne Sägebrecht, habe sie quasi schon in die Wiege gelegt bekommen. Schließlich hatte ihr Großvater väterlicherseits eine Gärtnerei und pflegte unter anderem auch den Prälatengarten im Kloster Schäftlarn, mit dem sie sich seither verbunden fühlt. Die Bedeutung der einzelnen Kräuter und ihre Anwendungsmethoden habe sie dann in ihrer neunjährigen Tätigkeit inklusive vierjähriger Ausbildung bei einem Arzt und ganzheitlichen Mediziner gelernt.
Das sind die aktuellen Filmprojekte der Schauspielerin
Ihre nächsten Pläne: ein neuer Film, gemeinsam mit dem österreichischen Schauspieler und Autor Thomas Kahry – beim Drehbuch hat Sägebrecht auch mitgeschrieben, zudem plant sie die erste von einem TV-Sender begleitete Reise aus der Serie “Voyages mit Marianna” nach Suriname in Südamerika und vieles mehr.
Stillstand kennt sie nicht, im Gegenteil: “Wie gerne werde ich über meine geplanten TV-Dokumentationen weiterhin die Welt kennenlernen und dann darüber berichten!”
Alles in ihrem Leben habe Sinn gemacht, sagt Sägebrecht und fasst es wie folgt zusammen: “Alles gehörte zusammen. Schon in der Schule durfte ich die Sonntagsgebete lesen, mit zwölf Jahren hatte ich hinterm Haus einen Theaterplatz, mit einem Kaplan aus Indien bin ich zu den letzten Ölungen mitgegangen, hatte keine Berührungsängste und habe später in einem Hospiz gearbeitet.”
Tochter Daniela war 1968 Marianne Sägebrechts “Geschenk”
Aus ihrer achtjährigen Ehe mit ihrer großen Liebe Fritz ging 1968 Tochter Daniela hervor, “unser Geschenk”, wie sie liebevoll sagt. Bis zu seinem Tod vor vier Jahren war Sägebrecht regelmäßig mit ihrem Ex-Mann in Kontakt. “Wir haben ja auch das Kleinkunstlokal Spinnradl in Starnberg damals gemeinsam geführt – da habe ich viel fürs Leben gelernt und 1976 das Mutti Bräu in Schwabing eröffnet, viele bekannte Gesichter gingen bei mir ein und aus, es haben sich auch Freundschaften fürs Leben gebildet”, sinniert sie.

© imago
von imago
“}”>
Nicht sterben, sondern “heimgehen”: Marianne Sägebrecht hat keine Angst vor dem Tod
Der Regisseur Percy Adlon habe sie auf einer Münchner Bühne entdeckt und für seinen auch in New York erfolgreichen Film “Zuckerbaby” engagiert. “Dann holte er mich für ‘Out of Rosenheim’ nach Kalifornien, der auch im Ausland unter dem Namen ‘Bagdad Café’ weltberühmt wurde!” Später folgten Projekte wie “Der Rosenkrieg” mit Michael Douglas in Hollywood oder Kinderfilme wie “Frau Holle”. Vor dem Sterben oder “Heimgehen”, wie sie es nennt, hat Sägebrecht seit einem “positiven, angstfreien Nahtod-Erlebnis mit 14 Jahren” keine Angst mehr.


















