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Luftangriffe auf den Iran: CIA-Analyse: Hardliner der Revolutionsgarden könnten Macht in Teheran übernehmen | ABC-Z

Luftangriffe auf den IranCIA-Analyse: Hardliner der Revolutionsgarden könnten Macht in Teheran übernehmen

28.02.2026, 22:01 Uhr

Rauch steigt nach einer Explosion in Teheran auf. (Foto: via REUTERS)

Washington strebt einen Regimewechsel im Iran an. Analysen des US-Auslandsgeheimdiensts CIA beschäftigen sich mit den möglichen Folgen eines US-Angriffs und der Frage, wer in Teheran die Lücke füllen könnte.

US-Präsident Donald Trump strebt mit den Luftangriffen auf den Iran einen Sturz der Staatsführung in Teheran an, doch US-Geheimdienste warnen intern vor einem anderen möglichen Szenario. Wenn der Oberste Führer Ajatollah Ali Chamenei bei dem militärischen Einsatz getötet würde, könnten Hardliner der Revolutionsgarden (IRGC) die Macht übernehmen. Dies geht aus Einschätzungen des US-Auslandsgeheimdienstes CIA hervor, die in den vergangenen zwei Wochen erstellt wurden.

Die Analysen beschäftigten sich mit den möglichen Folgen einer US-Intervention und der Frage, inwieweit ein militärisches Vorgehen tatsächlich einen Regierungswechsel auslösen könnte – ein mittlerweile erklärtes Ziel Washingtons. Zwei mit den Geheimdienstinformationen vertraute Personen sagten, die Berichte legten sich zwar nicht mit absoluter Sicherheit auf ein Szenario fest. Die Tendenz gehe jedoch dahin, dass die Lücke durch Hardliner aus den Reihen der Revolutionsgarden gefüllt würde. Die IRGC ist eine militärische Eliteeinheit, deren Hauptzweck der Schutz der schiitischen Klerikerherrschaft ist. Die CIA lehnte eine Stellungnahme ab.

Trump hatte in den vergangenen Wochen mehrfach signalisiert, dass die USA einen Regierungswechsel anstrebten. Details dazu, wer das Land künftig führen könnte, nannte er jedoch nicht. In seiner Videoansprache am Morgen bezeichnete er die Führung in Teheran als “Terrorregime” und ermutigte das iranische Volk zur Machtübernahme. Die Angriffe würden die Voraussetzungen für einen Aufstand schaffen, sagte Trump. Berichten zufolge soll Chamenei bei den israelischen und US-Luftangriffen ums Leben gekommen sein.

Dem gemeinsamen Vorgehen der USA und Israels waren wochenlange interne Beratungen in Washington vorausgegangen, ausgelöst durch die Proteste im Iran im Dezember, die von den Sicherheitskräften mit äußerster Brutalität niedergeschlagen wurden. US-Vertreter hatten zuletzt noch versucht, durch ein Atomabkommen eine Intervention abzuwenden. Außenminister Marco Rubio unterrichtete in der vergangenen Woche führende Kongressabgeordnete – die sogenannte “Gang of Eight” – über die Pläne. Er habe erklärt, dass der Einsatz wahrscheinlich kommen werde, Trump seine Meinung aber noch ändern könne, falls die Verhandlungen in Genf erfolgreich verliefen. Da dies nicht geschah, informierte Rubio die Abgeordneten am Freitagabend über den bevorstehenden Angriff.

Quelle: ntv.de, are/rts

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