Loreley: Mythos und Geschichte am Rhein – Reise | ABC-Z

„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten, dass ich so traurig bin. Ein Märchen aus alten Zeiten geht mir nicht aus dem Sinn.“ So melancholisch beginnt Heinrich Heine sein 1823 verfasstes Gedicht von der Loreley, die auf dem Felsen sitzend ihr goldenes Haar kämmt und dadurch die Schiffer auf dem Rhein ins Unglück lockt. Da studierte Heine gerade Juristerei in Berlin und hörte Vorlesungen bei Georg Wilhelm Friedrich Hegel. Dieses frühe Gedicht des damals noch extrem poetisch gestimmten Heine passte perfekt in den Zeitgeist und wurde rund vierzigmal vertont – unter anderem von Franz Liszt und Clara Schumann. In der volksliedartigen Vertonung von Friedrich Silcher 1837 wurde es jedoch ein regelrechter Schlager und dominiert noch heute die Rheinromantik.





















