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Liveblog zur Mondmission Artemis 2: In der Nacht soll die Kapsel die Erdgravitation verlassen – Wissen | ABC-Z

Es soll Menschen geben, die behaupten, dass die Amerikaner nur deswegen so schnell auf den Mond kommen wollen, damit sie wirklich die Ersten sind – vor den Chinesen.

Dies impliziert natürlich, dass sie es bisher nicht auf die Mondoberfläche geschafft haben – solche Verschwörungstheorien unter dem Schlagwort „Moon Hoax“ gibt es viele: in Form von Büchern wie Bill Kaysings „We never went to the moon“, in unzähligen TV-Dokus und zuhauf – im Internet.

Verschwörungstheoretiker argumentieren etwa damit, dass manche Bilder der Apollo-Flüge auf dem Mond wie Fotomontagen anmuten: Die in den verwendeten Hasselblad-Kameras integrierten Fadenkreuze dienten als Referenzpunkte für Vermessungen und verschwanden zum Beispiel manchmal hinter den Mond-Motiven. Ferner ist von einer wehenden US-Flagge, fehlenden Schatten und einem sternlosen Mondhimmel die Rede. Fazit der Leugner: Die Mondlandung wurde im Studio gedreht.

Verfechter der Apollo-Missionen widerlegen dies mit – Physik. Angesichts der Kontraste auf dem Mond wären Bilder mit Sternen völlig überbelichtet, Lichtverhältnisse würden auch suggerieren, dass Fadenkreuze scheinbar fehlen. Und die Flagge „wehe“ nur deswegen, weil sie nach dem Aufstellen noch etwas nachgeschwungen habe.

Apollo-11-Astronaut Buzz Aldrin, hat seine Meinung dazu auch mit einem Schwinger beantwortet, als er einem Filmemacher zum Thema “Moon Hoax” 2002 kurzerhand einen Kinnhaken versetzte. Dabei gibt es genug sachliche Argumente, die dafür sprechen, dass Astronauten auf dem Mond waren. Zum einen haben die Moonwalker viele hundert Kilo Mondgestein mitgebracht, das Wissenschaftler weltweit analysiert haben. Mittlerweile gibt es auch hochauflösende Fotos der Nasa‑Sonde Lunar Reconnaissance Orbiter von der Mondoberfläche, auf denen etwa der zurückgelassene untere Teil der Apollo-Mondfähren sowie Spuren des Mondautos im Mondsand zu sehen sind. Sicher, auch die Fotos der Sonde könnten gefälscht sein, doch haben die Astronauten Laserreflektoren aufgestellt, um die exakte Entfernung zwischen Erde und Mond messen zu können. Und dies funktioniert. Abgesehen davon: Mehrere hunderttausend Mitarbeiter von Nasa und Zulieferfirmen waren am Apollo-Programm beteiligt, davon hätte der ein oder andere wohl irgendwann „ausgepackt“, dass alles eine Lüge gewesen sei. Und warum hätten die Sowjets, die auch mal zum Mond wollten, den Schwindel nicht aufdecken sollen? 

Die Theorie, dass die Nasa die ganze Welt betrogen hat, klingt also zu schön, um wahr zu sein. Und deshalb gibt es natürlich auch diverse Kinofilme zum Thema. Zu den bekanntesten zählt der US-Film „Unterrnehmen Capricorn“ aus dem Jahre 1977, in dem es um eine gefakte bemannte Marslandung der Nasa geht. Und tatsächlich gab es gleich Skeptiker, die annahmen, in dem Film sei übrig gebliebenes Filmmaterial der gefälschten Mondlandung verwertet worden. 

Apropos: In der amüsanten französischen fiktiven Doku „Kubrick, Nixon und der Mann im Mond“ wird nachgezeichnet, wie der Filmemacher Stanley Kubrick für die Nixon-Regierung die Mondlandung im Studio inszeniert haben soll. Die Bilder hätten dann gezeigt werden sollen, wenn Apollo 11 gescheitert wäre. Und da Kubrick damals gerade seinen Klassiker „2002: Odyssee im Weltraum“ gedreht hatte, habe er die Kulissen dafür gleich noch mal verwenden können. Anleihen am “Moon Hoax” nahm 2024 auch der Film „To the moon“ mit Scarlett Johansson. Dabei lässt die US-Regierung Studio-Szenen produzieren, die im Falle eines Falles während einer echten Mondmission in den 1960er-Jahren über eine defekte Bordkamera eingespielt werden sollen. Der Arbeitstitel hieß übrigens „Project Artemis“. 

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