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Liveblog Olympia 2026: Schwere Verletzung bei Lindsey Vonn? | ABC-Z

Heftiger Unfall statt Medaillen-Krönung: Ski-Star Lindsey Vonn ist bei der Abfahrt schwer gestürzt. Die 41 Jahre alte Amerikanerin kam schon im Anfangsteil der Strecke zu Fall, überschlug sich und blieb liegen. Bei der TV-Übertragung war zu hören, wie Vonn vor Schmerzen schrie. Helfer und Sanitäter eilten zu ihr und bereiteten einen Abtransport der Sportlerin vor. Ein Helikopter holte sie per Seilwinde ab.
Vonn war im zweiten Winter nach ihrem Comeback die beste Abfahrerin der Saison, hatte sich aber just vor den Spielen in Mailand und Cortina nach eigenen Angaben einen Kreuzbandriss zugezogen. Sie wagte dennoch einen Start.Dann aber hakte sie bei einem Sprung mit dem Arm an einem Tor ein und verlor in der Luft die Kontrolle. Sie schlug heftig auf der Piste auf, ihre Knie schienen sich dabei zu verdrehen. Vonn fuhr mit einer Teilprothese im rechten Knie, das linke Knie – jenes mit dem Kreuzbandriss – wurde von einer Schiene gestützt.
Nach dem Sturz hielten im Ziel in der Cortina d’Ampezzo die Zuschauerinnen und Zuschauer den Atem an. Unter ihnen waren auch Vonns Vater und ihre Schwester. Auch Rap-Star Snoop Dogg war in die Dolomiten gekommen.

„Sie hat das Risiko oben definitiv schon genommen. Das war die Angst, die ich hatte, dass sie für dieses eine Rennen so versucht, übers Limit drüber zu gehen“, sagte der frühere Profi Felix Neureuther in der ARD. „Wenn du so schwer verletzt warst und auch ohne Kreuzband fährst, musst du auch mental über dich hinauswachsen, dass du eine Chance hast.“

 „Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten“, sagte Vonns Schwester Karin Kildow bei Peacock: „Sie gibt immer 110 Prozent, niemals weniger. Ich weiß, dass sie ihr ganzes Herzblut hineingesteckt hat, und manchmal passieren eben solche Dinge. Es ist ein sehr gefährlicher Sport.“ Die Familie freue sich darüber, „dass alle ihr die Daumen drücken und sind dankbar für die Unterstützung“, so Kildow. 

Eine Diagnose nach ihrem Sturz gab es zunächst nicht. Das Rennen war für längere Zeit unterbrochen. „Ich habe gleich weggeschaut“, sagte Emma Aicher. Die beste deutsche Rennfahrerin lag zu dem Zeitpunkt auf dem zweiten Platz und hatte damit beste Chancen auf eine Medaille. Aicher fehlten nach einer wilden Fahrt nur 0,04 Sekunden auf die Führenden Breezy Johnson aus den USA. (dpa/sid)

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