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Liveblog Olympia 2026: Lindsey Vonn stürzt, Silber für Emma Aicher | ABC-Z

Katharina Schmid zuckte enttäuscht mit den Schultern, Selina Freitag lächelte gequält: Die deutschen Skispringerinnen haben ausgerechnet zum Olympia-Auftakt einen der schwächsten Wettkämpfe der Saison abgeliefert. Beim überraschenden Sieg der Norwegerin Anna Odine Ström war mehr als Rang sieben für Freitag nicht drin, die erhoffte Medaille weit entfernt.
„Ich hatte ein bisschen Pech, es war bei mir vielleicht nicht ganz so locker“, sagte Schmid, die bei der Eröffnungsfeier 24 Stunden zuvor an gleicher Stelle die deutsche Fahne getragen hatte. Für die zweimalige Olympia-Zweite stand am Ende Rang 16 auf der Normalschanze von Predazzo. Zweitbeste Deutsche war Agnes Reisch auf Rang neun.
Nicht zu schlagen war Ström, die mit Flügen auf 100,0 und 101,0 m Topfavoritin Nika Prevc auf Rang zwei verwies. Nozomi Maruyama aus Japan holte Bronze. Weltmeisterin Prevc brach nach dem Wettkampf in Tränen aus, denn Teil eins der erwarteten Prevc-Festspiele in Italien ist misslungen. Bruder Domen kann es am Montag an gleicher Stelle besser machen.
Für das DSV-Team endete derweil eine beeindruckende Serie: Bei der vierten Olympia-Entscheidung der Geschichte stand erstmals keine Deutsche auf dem Podest. Carina Vogt hatte bei der Premiere 2014 Gold gewonnen, 2018 und 2022 holte Schmid jeweils Silber.
„Ich glaube, im Moment bin ich ein bisschen enttäuscht“, sagte Schmid nach dem mäßigen Start in das letzte Großereignis ihrer Karriere. Reisch sah das ähnlich: „ich habe meine Leistung gezeigt – aber ich habe mir schon ein höheres Ziel gesetzt als Platz neun.“ Juliane Seyfarth verpasste als 32. sogar den zweiten Durchgang.
Bundestrainer Heinz Kuttin hatte sich nach den starken Vorleistungen durchaus mehr erhofft. „Selina und Agnes sind richtig gut drauf, beide haben richtig gute Medaillenchancen“, hatte der Österreicher vor dem Wettkampf gesagt. Reisch, Freitag und Schmid hatten in dieser Saison alle schon das Podest erreicht.
Doch auf dem kleinen Bakken reichte es nicht zum großen Wurf, schon nach dem ersten Durchgang waren die Chancen quasi dahin. Reisch und Freitag empfahlen sich aber zumindest für einen Platz im Mixed am Dienstag, in diesem geht jede Nation mit zwei Männern und zwei Frauen an den Start.
Freitag und Co. haben in Italien noch zwei weitere Medaillenchancen: Nach dem Mixed wird am 15. Februar erstmals eine Olympiasiegerin von der Großschanze gekürt. (sid)





















