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Liveblog Olympia 2026: Braathen gewinnt historisches Gold für Brasilien | ABC-Z

Der ukrainische Eiskunstläufer Kyrylo Marsak hat dem Internationalen Olympischen Komitee (IOC) nach seiner Kür am Freitagabend schwere Vorwürfe gemacht. Marsak sagte nach seinem schwachen und von Fehlern durchzogenen Auftritt: “Es gab in den vergangenen Tagen schlicht zu viel negative Nachrichten für uns rund um die Disqualifikation von Wladyslaw (Heraskewytsch; d. Red.) und durch die Situation rund um das IOC. Letztlich bin ich damit nicht klar gekommen – dazu kam, dass ich Gleich nach dem „neutralen“ Athleten (dem Russen Pjotr Gumennik; d. Red.) antreten musste.“

Das IOC hatte dem Skeleton-Athleten Heraskewytsch einen Start mit seinem Helm, der 22 durch russische Truppen getötete ukrainische Sportler zeigt, untersagt, der Internationale Bob- und Skeletonverband hatte ihn noch vor dem Start aus dem Rennen genommen. Die Disqualifikation war am Freitag vom Internationalen Sportschiedsgericht für rechtens erklärt worden.

 

Marsak, dessen Vater in Donezk an der Front gegen die russischen Invasoren kämpft, sagte, er habe hauptsächlich „negative Gedanken“ in den vergangenen drei Tagen gehabt. „Es kommt mir so vor, dass das Internationale Olympische Komitee komplett gegen uns ist, komplett gegen Ukrainer ist. Sie wollen alles Ukrainische löschen, es ging ja nicht nur Wladyslaw so, sondern auch einem Shorttracker und einem Skifahrer, meine ich, ich will nichts Falsches sagen.“

 

Marsak bezog sich auf Oleh Handei und Kateryna Kotsar. Dem Shorttracker Handei war untersagt worden, seinen Helm mit der Aufschrift „Where there is heroism there is no final defeat“ (Wo es Heldentum gibt, gibt es keine endgültige Niederlage) zu zieren. Der Freestyle-Skifahrerin Kateryna Kotsar wurde die Aufschrift “Be brave like Ukrainians“ (Seid mutig wie Ukrainer) verboten.

 

„Aus meiner Sicht geht es um Manipulation. Darum, uns unter Druck zu setzen. Ich weiß das natürlich nicht mit Sicherheit, ich sage nur meine Meinung“, sagte Marsak weiter. Er hatte nach dem Kurzprogramm am Dienstag auf Platz elf und vor Gummenik gelegen. Anschließend hatte er von der Sorge um seinen Vater berichtet und erzählt, dass er wegen der psychischen Belastungen mit einem Psychotherapeuten zusammenarbeitet und im vergangenen Sommer Medikamente nehmen musste. 

 

Am Freitag fiel er mit der zweitschlechtesten Kür des Abends auf Platz 19 zurück. Gummenik wurde beim sensationellen Sieg des Kasachen Michail Schaidorow Fünfter. Von seinem Vater, erzählte Marsak am Freitag, habe er zuletzt nach dem Auftritt im Kurzprogramm gehört. Er sei „sehr, sehr glücklich“ über den Auftritt gewesen. „Aber heute hatten wir leider keinen Kontakt.“ (chwb.)

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