Kultur

Lateinamerika: Steinmeier besucht Guatemala | FAZ | ABC-Z

Deutschland sollte nach Auffassung von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier konsequent seine Beziehungen zu Staaten ausbauen, die ebenfalls an den Regeln einer wertebasierten Weltordnung festhalten. Angesichts der Krisen und Konflikte in der Welt gewinne man den Eindruck, dass die bewährte Weltordnung in eine zunehmende Weltunordnung gerate, sagte Steinmeier während seines Besuchs in Guatemala. „Das werden wir nicht kurzfristig verändern können, aber wir müssen uns verändern.“

Der frühere Außenminister Steinmeier betonte: „Wenn wir sehen, dass Verlässlichkeit und Voraussehbarkeit auch in vielen alten Verbindungen leidet und schwindet, dann müssen wir uns eben auch auf die Suche begeben nach Staaten und Nationen, die unsere Wertvorstellungen teilen, und mit denen unsere Verbindungen – bisher jedenfalls – nicht dicht genug sind.“ Reisen nach Lateinamerika lohnten sich unter diesem Gesichtspunkt immer.

Respekt für Leistungen Guatemalas zum Erhalt der Maya-Kultur

Steinmeier besichtigte am Mittwoch, dem zweiten Tag seines Besuchs in Guatemala, die zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Maya-Ruinen von Tikal. Er zollte Guatemala Respekt für seine Leistungen zum Erhalt der baulichen Überreste dieser einstigen Hochkultur. „Man muss das sehen, wenn man Guatemala verstehen will“, sagte Steinmeier über die Tempel und Pyramiden inmitten des Tropenwaldes.

Vor seinem Flug zu den Maya-Ruinen hatte Steinmeier am Vormittag die Deutsche Schule Guatemala besucht. Sie feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Bestehen. Fast 1.200 Schülerinnen und Schüler lernen dort die deutsche Sprache. Sie können die guatemaltekische Hochschulreife und das deutsche Abitur erwerben. Deutschland fördert die Schule jährlich mit rund drei Millionen Euro und entsendet 18 Lehrkräfte.

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