Landtagswahl: Linke und BSW stellen Spitzenkandidaten für Mecklenburg-Vorpommern auf | ABC-Z

Die Linke und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) haben ihre Landeslisten aufgestellt und ihre Spitzenkandidaten für die Landtagswahl am 20. September in Mecklenburg-Vorpommern gewählt. Mit 69,3 Prozent wählte die Linkspartei auf einer Landesvertreterversammlung in Rostock Simone Oldenburg auf Listenplatz eins. Derzeit ist die 55-Jährige in der rot-roten Landesregierung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) Ministerin für Bildung und Kindertagesförderung sowie Vizeregierungschefin. Von 2011 bis 2021 gehörte sie dem Landtag in Schwerin an, von 2016 bis 2021 war sie dort Vorsitzende der Linksfraktion. Seit November 2021 ist Oldenburg Mitglied der Landesregierung.
Für das BSW wird ihr Landesvorsitzender in Mecklenburg-Vorpommern, Peter Schabbel, als Spitzenkandidat antreten. Dieser setzte sich beim Landesparteitag in Schwerin gegen zwei Gegenkandidaten klar durch. Er erhielt im ersten Wahlgang 92 von 135 abgegebenen Stimmen und erreichte damit die erforderliche absolute Mehrheit, wie ein Parteisprecher mitteilte. Schabbel ist seit Ende 2024 stellvertretender Landesvorsitzender und seit Oktober 2025 Landeschef der Partei. Außerdem ist er BSW-Fraktionsvorsitzender im Kreistag Ludwigslust-Parchim. Das BSW will im September das erste Mal in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern einziehen.
Umfragen sehen AfD an der Spitze
Das BSW in Mecklenburg-Vorpommern hatte zuletzt einige personelle Herausforderungen zu bewältigen. So war der bisherige Co-Landesvorsitzende Peter Langer Anfang Februar überraschend nach nur vier Monaten im Amt zurückgetreten. Er begründete diesen Schritt mit persönlichen Gründen. Der Posten des Co-Vorsitzenden wurde danach nicht wieder besetzt.
In Mecklenburg-Vorpommern wird am 20. September gewählt. Es ist eine von fünf Landtagswahlen in diesem Jahr. Eine Umfrage im Februar sah die AfD mit 37 Prozent vorn, gefolgt von der regierenden SPD mit 23 Prozent. Die CDU kam auf 13 Prozent, die Linke auf elf Prozent. Das BSW lag in der Umfrage bei fünf Prozent. Die Grünen würden mit vier Prozent den Wiedereinzug in den Landtag verpassen, ebenso die FDP mit zwei Prozent.





















