Geopolitik

Künstliche Intelligenz: Digitalminister erwartet drastische Umbrüche in der Arbeitswelt | ABC-Z

Digitalminister Karsten Wildberger (CDU)
erwartet dramatische Veränderungen in der Arbeitswelt in Deutschland
durch künstliche Intelligenz (KI). “Die Zeit, in der die Industrie eine
Jobmaschine war, geht zu Ende”, sagte Wildberger der Neuen Osnabrücker
Zeitung
.

Er sei überzeugt, dass ein bedingungsloses Grundeinkommen diese Umwälzungen am Arbeitsmarkt teilweise auffangen könne. Allein ausreichen werde es jedoch nicht. Zum einen brauche der Mensch sinnstiftende Tätigkeit. “Kaum jemand
kann doch nur zu Hause sitzen und Videos schauen, ohne verrückt zu
werden”, sagte er.

Zum anderen müsse Deutschland in KI-Technologie führend werden. Das würde zu dem nötigen Wachstum führen, um den Wandel aktiv mitzugestalten. Nötig seien “deutlich höhere Steuereinnahmen, damit wir
mit dem Geld den Jobmarkt umbauen können”.

“Wir müssen uns zusammenraufen”

Es sei unmöglich, diese Entwicklung aufzuhalten, sagte Wildberger. Er plädiere dafür, KI nicht abzulehnen, sondern für sich zu nutzen. “Wir können und müssen alles tun, um auch als Gesellschaft
von der KI zu profitieren.” Er appelliere an Arbeitgeber, Gewerkschaften und die Zivilgesellschaft: “Wir müssen uns zusammenraufen und die Zukunft neu
gestalten.” Durch KI entstünden auch neue Arbeitsplätze, dies gelte es zu nutzen.

Es sei noch nicht zu spät, um im Bereich der künstlichen Intelligenz aufzuholen. “Die Chinesen haben eindrücklich bewiesen, wie
unglaublich schnell man aufholen und andere teils überflügeln kann
“, sagte Wildberger. Deutschland sei nun endlich aufgewacht und dürfe nicht wieder “wegdösen”. “Denn dann können wir nur in einem Albtraum aufwachen.”

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