Krieg gegen den Iran: Ölpreis sinkt nach Trump-Äußerungen deutlich | ABC-Z

Die Ölpreise sind nach ihrem rasanten Anstieg am Sonntagabend deutlich gesunken. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump mit Interview-Äußerungen Hoffnung auf ein baldiges Ende des Kriegs mit dem Iran geweckt. Der Preis für Rohöl der Sorte Brent fiel auf 89,20 US-Dollar. In der Nacht zu Montag hatte die Furcht vor Ölknappheit den Preis noch bis auf mehr als 120 US-Dollar nach oben getrieben. Nun ist Rohöl sogar etwas günstiger als am Freitag.
Der US-Sender CBS News hatte Trump nach einem Telefoninterview mit den Worten zitiert: “Ich denke, der Krieg ist so gut wie beendet. Sie haben keine Marine, keine Kommunikationssysteme, sie haben keine Luftwaffe.” Der Krieg verlaufe “weit vor dem Zeitplan”. Die Ölpreise fielen daraufhin deutlich. Mit Blick auf die Straße von Hormus – einem derzeit durch den Iran weitgehend blockierten Nadelöhr im weltweiten Öl- und Gashandel – sagte Trump laut CBS News, er erwäge, diese zu übernehmen.
Börsenkurse steigen
An den US-Börsen drehte sich die Stimmung. Der Leitindex Dow Jones Industrial legte am Ende um 0,50 Prozent auf 47.740,80 Punkte zu. Im frühen Handel waren die Kurse noch auf den tiefsten Stand seit Ende November abgesackt.
Der Transport von Energierohstoffen aus den Förderregionen am Persischen Golf durch die wichtige Straße von Hormus ist durch den Krieg faktisch zum Erliegen gekommen. Die Energiemärkte sind durch den Krieg im Nahen Osten stark beeinträchtigt. An den deutschen Tankstellen stiegen die Spritpreise zeitweise auf mehr als zwei Euro je Liter.
Bericht zu Plänen der G7 sorgt für Entspannung
Der Krieg hat mit seinen Folgen für den Ölpreis Sorgen vor Rückschlägen beim Wirtschaftswachstum geschürt. Für Entspannung sorgte am Montag ein Bericht, wonach die G7-Gruppe der führenden westlichen Industriestaaten erwägt, ihre nationalen Erdölreserven einzusetzen, um den Preisanstieg am Ölmarkt zu bremsen. Eine Entscheidung darüber fiel nach Angaben des französischen Finanzministers Roland Lescure noch nicht.
Ihre strategischen Ölreserven geben Volkswirtschaften jeweils in Krisensituationen frei, um den Ölmarkt zu stabilisieren oder auf Versorgungsengpässe zu reagieren. Zu diesem Mittel wird selten gegriffen. In Deutschland wurden bisher viermal strategische Ölreserven freigegeben – jeweils auf Grundlage gemeinsamer Beschlüsse der Mitgliedsländer der Internationalen Energieagentur.
Derweil wirft Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) den Mineralölkonzernen Preistreiberei an den Tankstellen vor und will ein schnelles Handeln der Bundesregierung. Die Spritpreise stiegen am Montag in Deutschland erneut deutlich an. Mit dem Gaspreis ging es ebenso weiter steil nach oben.





















