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Kongo: Stammesoberhäupter stoppen Abholzung im Regenwald – mit Hilfe aus Olching – Fürstenfeldbruck | ABC-Z

Der Regenwald im Kongobecken ist eine der bedeutendsten grünen Lungen der Welt und ein Hotspot der Artenvielfalt. Er beherbergt unter anderem zwei Gorilla-Arten, außerdem Schimpansen, Bonobos und Waldelefanten. Doch er ist bedroht, durch wachsende landwirtschaftliche Flächen, Bergbau und auch durch Holzeinschlag. Zweitausend Quadratkilometer Wald konnten durch Hilfe aus Olching nun vor der Abholzung bewahrt werden. In diese Fläche würde der Landkreis Fürstenfeldbruck viereinhalbmal hineinpassen. Die Demokratische Republik Kongo ist mit 2 345 000 Quadratkilometern sechseinhalbmal größer als Deutschland.

Die Stiftung „Olching für die eine, unsere Welt“ konnte einer Pressemitteilung der Bundestagsabgeordneten Katrin Staffler (CSU) zufolge gemeinsam mit Partnern in der Demokratischen Republik Kongo die geplante Abholzung in der Provinz Tshuapa verhindern. Der Gouverneur der Provinz habe demnach große Waldflächen an die Holzfirma Ledya verkaufen wollen. Dank des entschlossenen Einsatzes der Regenwaldschutzorganisation Recof, der engen Zusammenarbeit mit dem Olchinger Ehrenbürger und Missionar Pfarrer Josef Aicher, sowie der Unterstützung von  „Olching für die eine, unsere Welt“ und der Kolpingsfamilie Olching konnte jedoch in Tshuapa breiter Widerstand organisiert werden.

So wurde eine Versammlung aller betroffenen Stammesoberhäupter organisiert und aus Spendengeldern bezahlt, die den Plänen schließlich geschlossen widersprachen. Damit sei der Weg frei gewesen, nicht nur den drohenden Kahlschlag zu stoppen, sondern das Gebiet auch dauerhaft unter Schutz zu stellen.

Eine zentrale Rolle hätten die stellvertretende Landrätin Martina Drechsler, Rainer Widmann, Vorsitzender der Stiftung, und Karlheinz Brunner von der Kolpingsfamilie Olching, gespielt, bei an der Koordination, Spendensammlung und Vernetzung mit den lokalen Gemeinden. Katrin Staffler engagierte sich gemeinsam mit Wolfgang Stefinger (CSU), dem Vorsitzenden des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, für das Anliegen. „Ihr Einsatz half, politischen Druck aufzubauen und die Verantwortlichen im Kongo zum Einlenken zu bewegen“, heißt es in der Mitteilung.

Die Abgeordnete aus Türkenfeld bedankt sich nun bei den „engagierten Organisationen und Ehrenamtlichen in Olching sowie den mutigen Menschen vor Ort im Kongo. Ihr Einsatz zeigt, wie wir gemeinsam konkret etwas für den Klimaschutz bewirken können.“ Dass die Initiative aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck zusammen mit Stefinger politischen Druck erzeugen konnte, sei ein wichtiges Signal gewesen, so Staffler. „Und der Erfolg spricht für sich.“ Mit der gesicherten Unterschutzstellung des Gebietes bleibe ein wertvoller Teil des Kongobeckens erhalten. Das sei ein Gewinn sowohl für die lokale Bevölkerung als auch für den weltweiten Klimaschutz.

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