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Kommunen: Neues Förderprogramm für marode Schwimmbäder – Dachau | ABC-Z

Viele Städte und Gemeinden können ihre Schwimmbäder nicht mehr finanzieren – einige mussten bereits schließen. Jetzt gibt es ein neues Förderprogramm des Bundes zur Sanierung kommunaler Sportstätten und Schwimmbäder. Bis zum 19. Juni können Städte und Gemeinden Mittel aus dem Programm beantragen. Darauf hat der Fürstenfeldbrucker und Dachauer SPD-Bundestagsabgeordnete Michael Schrodi aufmerksam gemacht. „Ich ermutige unsere Kommunen, sich um die Mittel aus diesem Förderprogramm zu bewerben“, sagt Schrodi, der auch parlamentarischer Staatssekretär im Bundesfinanzministerium ist. Für die Sanierung maroder Schwimmbäder stehen laut Schrodi 250 Millionen Euro bereit.

Schrodi sagt, Schwimmen sei eine unerlässliche „Basissportart“ sowohl für Kinder als auch für Erwachsene. Doch damit Schwimmunterricht in den Schulen stattfinden oder Vereinsmitglieder genügend trainieren könnten, „brauchen wir intakte Bäder“. Das neue Förderprogramm leiste einen wichtigen Beitrag, „um die Voraussetzungen für Sport, Teilhabe und Schwimmfähigkeit dauerhaft zu sichern“.

Viele Kommunen befinden sich in einer finanziell höchst angespannten Lage. Geld fehlt ihnen an allen Ecken und Enden. Oft können sie nur noch ihre Pflichtaufgaben wie den Bau und Unterhalt von Schulen oder Kindergärten finanzieren. Teure Projekte wie die Sanierung maroder Bäder können sie sich nicht mehr leisten. In der Münchner Region gibt es viele kommunale Schwimmhallen, die in den 1970er-Jahren errichtet wurden und nun erneuert werden müssten.

In Karlsfeld im Landkreis Dachau sah sich die Gemeinde vor vier Jahren gezwungen, ihr Bad für Besucher zu schließen. Jetzt soll es abgerissen werden. Auch in Kircheseeon im Landkreis Ebersberg wurde das Schwimmbad vor drei Jahren geschlossen. Ersatz gibt es in beiden Kommunen bislang nicht. In Oberschleißheim im Landkreis München kann die Gemeinde ihr defizitäres Bad nur weiterbetreiben, weil ein Unternehmer-Ehepaar eine halbe Million Euro für dessen Fortbestand gespendet hatte.

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