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Klinikum Freising erweitert Angebot in der Gefäßchirurgie – Freising | ABC-Z

Mit einem zusätzlichen Facharzt und einer neuen, schonenden Behandlungsform, der minimalinvasiven Cerab-Methode, hat die Gefäßchirurgie des Klinikums Freising ihr Spektrum weiter ausgebaut. Damit ließen sich viele Erkrankungsformen der Gefäße umfassend versorgen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Mittlerweile verfügt das Klinikum in diesem Bereich über drei Fachärzte. Panagiotis Raptis kam im Oktober als Facharzt für Chirurgie, Gefäßchirurgie und Phlebologie ins Team. Er arbeitet in der Position eines Oberarztes mit Sektionsleiter Catalin Constantinescu, Facharzt für Gefäßchirurgie, und Oberarzt Christian Ruf, Facharzt für Chirurgie und Gefäßchirurgie, zusammen. Damit schließt das Klinikum eine Lücke. „Es besteht in der Region ein hoher, bisher nicht ausreichend gedeckter Bedarf an einer umfassenden Versorgung von Gefäßerkrankungen“, erklärt kaufmännische Leiterin Christina Ertl.

Eingebunden sind weitere Abteilungen. Erstmals nach Jahren hat Chefarzt Johannes Petersen wieder die Cerab-Methode bei einem Patienten angewandt, meldet das Klinikum. Cerab steht für „Covered Endovascular Reconstruction of Aortic Bifurcation“ und ist ein schonender Eingriff, um eine meist arteriosklerotisch bedingte Engstelle oder einen Verschluss der Aufzweigung der Hauptschlagader (Aorta) schnell und schonend zu behandeln. Die Abteilung für interventionelle Radiologie könne minimalinvasive Methoden selbst für komplexe Gefäß-Eingriffe einsetzen, erklärt Ertl.

Mit der Entwicklung des Klinikums ist Landrat Helmut Petz (FW) insgesamt zufrieden. Zwar schreibt auch das Freisinger Krankenhaus rote Zahlen und Petz kritisierte beim Jahrespressegespräch die „chronische Unterversorgung kommunaler Krankenhäuser“. Es sei aber gelungen, das Defizit zu verringern. 2026 rechnet der Landkreis mit einem Minus von etwa 7,3 Millionen für die Klinik, 2024 waren es noch 8,7 Millionen. In anderen Landkreisen ist die Lage laut Petz deutlich schwieriger.

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