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Keir Starmer: Dritter Rücktritt nach Epstein-Skandal um Botschafter Mandelson | ABC-Z

Epstein-Skandal schlägt WellenStarmers Regierung verbucht dritten Rücktritt innerhalb einer Woche

12.02.2026, 20:37 Uhr

Kabinettssekretär Chris Wormald (l) und Premierminister Keir Starmer in der Downing Street. (Foto: picture alliance/dpa/PA Wire)

Ein früherer britischer US-Botschafter, der von Keir Starmer ernannt wurde, taucht in den Epstein-Akten auf. Der Premier entschuldigt sich, gerät aber zusehends unter Druck. Jetzt verliert er in kurzer Zeit seinen dritten hochrangigen Mitarbeiter.

Der britische Premierminister Keir Starmer muss innerhalb weniger Tage den dritten Abgang eines hochrangigen Mitarbeiters verzeichnen. Kabinettsekretär Chris Wormald sei “in gegenseitigem Einvernehmen” zurückgetreten, hieß es in einer Mitteilung der Regierung. Der Cabinet Secretary leitet die zentrale Behörde des Cabinet Office und ist damit der ranghöchste Beamte der britischen Regierung.

Sowohl Starmers Stabschef Morgan McSweeney als auch Kommunikationschef Tim Allan waren Anfang Februar kurz hintereinander zurückgetreten. Danach rief der schottische Labour-Chef Anas Sarwar auch Starmer zum Rücktritt auf. Anlass für die jüngste Regierungskrise war Starmers Berufung von Peter Mandelson zum britischen Botschafter in Washington im Jahr 2025, der eine Verbindung zum 2019 verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gehabt haben soll.

Dass auch Wormald seinen Posten räumen wird, war britischen Medien zufolge bereits erwartet worden. Nach der Kontroverse um Mandelson will Starmer seine Arbeit und das Team in der Downing Street demnach neu ausrichten. Oppositionschefin Kemi Badenoch von den Konservativen warf dem Labour-Politiker laut BBC vor, Wormald sei nur eine weitere Person, die der “vor den Bus werfe”.

“Es war mir eine Ehre und ein Privileg, in den letzten 35 Jahren als Beamter zu dienen”, sagte Wormald der Mitteilung zufolge. Der britische Premier erklärte, er sei “sehr dankbar” für die “lange und herausragende Karriere” Wormalds im öffentlichen Dienst. Wormald hatte sein Amt als Kabinettsekretär Ende 2024 angetreten.

Quelle: ntv.de, bho/dpa

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