Berlin

Kanzler in Washington: Trump lobt „Freund“ Merz | ABC-Z

Washington – Wichtiger Besuch in Zeiten von gleich mehreren Kriegen: Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) heute im Weißen Haus bei US-Präsident Donald Trump. Top-Themen des Treffens: der Iran-Krieg, der Ukraine-Krieg und der internationale Handel unter dem Druck von Trumps Zöllen.

Der US-Präsident schmeichelte dem Kanzler zu Beginn. Trump nannte Merz „einen Freund von mir“, der „in diesen interessanten Zeiten“ zu Besuch sei. Merz sei „sehr populär“ und mache „einen ganz tollen Job“.

Merz signalisiert Einigkeit

Merz wiederum signalisierte gleich zu Beginn Einigkeit beim Thema Iran: „Wir sind uns einig, dass dieses schreckliche Regime in Teheran beseitigt werden muss.“

Der Iran verfügt nach den Worten von Trump nicht mehr über eine Flugabwehr. Der Oberste Führer sei ausgeschaltet, und es sei heute ein weiterer Schlag gegen die neue Führung gelungen, sagte Trump im Oval Office. „Wir werden weitermachen.“

Auch die Wirtschaftsprobleme in Folge des Krieges wurden angesprochen. „Natürlich trifft das (der Iran-Krieg) unsere Wirtschaft“, sagte Merz. Das gelte für die Öl- und Gaspreise. Deshalb hoffe er, dass er so schnell wie möglich wieder vorbei sein werde. Trump versprach: „Wenn wir mit dem Iran fertig sind, werden die Ölpreise auf ein Niveau sinken, auf dem sie vorher nie waren.“

Mit dabei im Oval Office: US-Vizepräsident JD Vance (41), US-Außenminister Marco Rubio (54) und US-Kriegsminister Pete Hegseth ( Foto: AFP

Auch Zölle und Ukraine-Krieg als Themen

Merz ist der erste europäische Regierungsvertreter, der seit Beginn des Iran-Kriegs am Samstag mit Trump zusammenkommt. Weitere Themen sind Trumps Zollpolitik und die künftige Unterstützung der Ukraine.

Zum Auftakt seines Washington-Besuchs war Merz auf Wirtschaftsvertreter getroffen. An dem Frühstück nahmen laut Bundesregierung BMW-Chef Oliver Zipse teil sowie die Chefs des Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim, des Mischkonzerns Honeywell sowie Vertreter von T-Mobile und der Beraterfirma Boston Consulting Group. Auch der Chef des Rüstungskonzerns Lockheed Martin, Frank St. John, saß in der morgendlichen Runde mit dem Kanzler. Sein Unternehmen baut unter anderem hochmoderne F-35-Kampfjets, von denen Deutschland bisher 35 bestellt hat.

Kurz vor dem Treffen von Merz und Trump wird Essen ins Weiße Haus geliefert
Kurz vor dem Treffen von Merz und Trump wird Essen ins Weiße Haus geliefert

Es ist der dritte Besuch des Kanzlers in Washington. Er war Anfang Juni vergangenen Jahres zunächst zu seinem Antrittsbesuch zu Trump gereist. Mitte August nahm er in der US-Hauptstadt dann mit anderen europäischen Staats- und Regierungschefs an einem Gipfel zur Ukraine teil.

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