Berlin

Jetzt kommen die Wochen der Wahrheit! | ABC-Z

Sieben Punkte Vorsprung auf Platz 16 und noch sieben Spiele! Mit 31 Zählern fehlt Union Berlin wohl nur noch ein Sieg zum Klassenerhalt. In den vergangenen zehn Jahren reichten im Schnitt 34 Punkte für den direkten Verbleib in der Bundesliga. Eine Marke, die Union diesmal frühzeitig knacken könnte.

Und vor allem deutlich souveräner als in den Jahren zuvor. Klingt nach Entspannung in Köpenick. Doch genau das Gegenteil ist der Fall für Eisern-Trainer Steffen Baumgart (54) und seine Mannschaft!

Denn der scheinbar sichere Platz neun wackelt noch etwas, vor allem mit Blick auf das Restprogramm. Für Union beginnen jetzt die Wochen der Wahrheit. Mit St. Pauli, Heidenheim und Wolfsburg warten drei direkte Kellerduelle hintereinander.

Los geht’s am Ostersonntag (15.30 Uhr/DAZN) gegen St. Pauli. Die stehen auf dem Relegationsplatz und sind motiviert, diesen schnellstmöglich zu verlassen. Baumgart sagt: „Ich erwarte einen Gegner wie in den letzten Spielen. Wer St. Pauli beobachtet hat, hat gesehen, dass sie in allen Partien dicht dran waren. Hier werden sie klar auftreten, nicht kratzen und beißen, aber sie werden alles daransetzen, Punkte zu holen.“

Verliert Union, schrumpft der Abstand auf vier Punkte. Ein Ausrutscher ist verboten! Baumgart: „Es geht um den Klassenerhalt für beide Mannschaften und es wird für beide ein emotionales Spiel werden.“

Gegen Heidenheim hat Union in der Bundesliga noch nie gewonnen

Danach geht’s nach Heidenheim. Tabellenletzter, aber längst kein zuverlässiger Punktelieferant. Das musste zuletzt sogar Leverkusen erfahren. Und: Gegen Heidenheim gab es in der Bundesliga noch nie einen Union-Sieg (4 Niederlagen, ein Remis). Anschließend kommt Wolfsburg an die Alte Försterei. Auch dort läuft es, trotz des teuren Kaders (234 Mio. Euro), nicht rund. Doch Neu-Trainer Dieter Hecking (61) könnte die wackelige Truppe bis dahin stabilisiert haben.

Es folgen weitere Duelle gegen Teams aus dem unteren Tabellenbereich mit Köln, Mainz und Augsburg. Nur RB Leipzig sticht als Top-Gegner heraus. Das Problem: Gegen große Klubs punktet Union häufig – gegen direkte Konkurrenten zu selten. Genau das muss sich jetzt ändern. Sonst wird aus einem scheinbar entspannten Saison-Endspurt doch noch eine Zitterpartie.

Baumgart bleibt diplomatisch: „Um das Ziel zu erreichen, muss ich den nächsten Schritt gehen. Da muss ich nicht über Heidenheim oder Wolfsburg nachdenken, sondern erst mal über St. Pauli.“

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