“Ja Prost Mahlzeit”: Union-Boss Heldt kritisiert Bayerns Schiri-Schelte | ABC-Z

Die Schiedsrichter-Schelte der Verantwortlichen des FC Bayern vom vergangenen Wochenende wirkt weiter nach. Nun äußert sich Horst Heldt, Geschäftsführer von Bayerns nächstem Bundesliga-Gegner Union Berlin, zu den Aussagen der Münchner Bosse.
Er befürchtet, dass die Unparteiischen der Partie zwischen dem Rekordmeister und den Köpenickern am kommenden Spieltag besonders unter dem Brennglas stehen werden. “Das nächste Schiedsrichtergespann beim nächsten Spiel – ja Prost Mahlzeit – die haben es nicht einfach. Weil natürlich jede Situation ganz genau beäugt wird und begleitet wird. Und das ist nicht in Ordnung”, sagt der ehemalige Bundesligaspieler bei “Triple – der Hagedorn-Fußballtalk” auf Sky.
Die Bayern hatten gegen die Gelb-Rote Karte für Díaz in der Bundesliga-Partie bei Bayer Leverkusen Einspruch eingelegt. Dieser wurde vom Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes aber zurückgewiesen. Der Kolumbianer fehlt damit gegen Union gesperrt.
Bayern-Bosse wüten gegen Schiedsrichter von Leverkusen-Spiel
Díaz hatte von Schiedsrichter Christian Dingert wegen einer vermeintlichen Schwalbe seine zweite Gelbe Karte der Partie gesehen. Eine Fehlentscheidung, wie Dingert nach der Partie einräumte. Im Nachgang übten die Bayern heftige Kritik an den Unparteiischen.
“Das ist die schlechteste Leistung eines Schiedsrichter-Teams, die ich je bei einem Bundesligaspiel erlebt habe”, schimpfte Ehrenpräsident Uli Hoeneß bei “Bild”.
Und Vorstandschef Jan-Christian Dreesen forderte via Sky vom DFB, “das Niveau der Leistungen seiner Schiedsrichter zu verbessern”. Innerhalb des Klubs betrachte man “die Entwicklung der letzten Wochen mit Sorge. Die Leistung in Leverkusen war der Höhepunkt einer Phase, in der wir immer wieder mit fragwürdigen Entscheidungen konfrontiert waren. Ob beim HSV, in Dortmund oder in Leverkusen – es gab eben immer wieder strittige Szenen, die oft gegen uns liefen.”
Es habe einen “anderen Aufschlag, wenn sich die Bayern öffentlich zu solchen Themen äußern”, sagte Heldt. Man werde der Leidtragende sein, so der 56-Jährige. “Es gibt immer Situationen, in denen sich Vereine über Entscheidungen aufregen. Aber das ist kein Vergleich.”
Das sagt Matthäus zu Bayerns Schiedsrichter-Schelte
Am Montagabend äußerte sich auch Rekordnationalspieler Lothar Matthäus zu der Schiedsrichter-Debatte. “Wir diskutieren doch jede Woche – es sind meistens die, die mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden sind”, sagte der ehemalige Kapitän des FC Bayern: “Andererseits habe ich jetzt beim Spiel in Leverkusen nicht so viele grobe Fehlentscheidungen gesehen wie zum Beispiel die oberste Riege des FC Bayern.”
Für den Einspruch gegen die Díaz-Sperre hat er kein Verständnis. “Als Bayern München sollte man auch die Größe haben zu sagen: ‘Okay, da hat jemand einen Fehler gemacht.’”





















