Israel greift Hisbollah in Libanon an – Politik | ABC-Z

Israels Militär hat nach eigenen Angaben erneut Palästinenser im Gazastreifen getötet. Wie die Armee mitteilte, seien im Norden des abgeriegelten Küstengebiets „mehrere bewaffnete Terroristen“ auf der israelischen Seite der sogenannten gelben Linie identifiziert worden. Die Linie markiert die Rückzugsposition der israelischen Armee im Rahmen der Waffenruhe mit der islamistischen Palästinenserorganisation Hamas.
Die „Terroristen“ seien scheinbar aus einem unterirdischen Tunnel gekommen und hätten sich unter Trümmern in unmittelbarer Nähe zu Israels Truppen versteckt, hieß es. Zwei von ihnen seien getötet worden, wahrscheinlich auch noch weitere, hieß es. Die Angaben des Militärs ließen sich zunächst nicht unabhängig überprüfen.
Die israelischen Truppen durchsuchten das Gebiet, um die verbleibenden „Terroristen“ aufzuspüren und zu „eliminieren“, teilte die Armee weiter mit. Ihr Eindringen hinter die gelbe Linie stelle einen „eklatanten Verstoß gegen das Waffenruheabkommen dar“. Seit Beginn der Waffenruhe am 10. Oktober vergangenen Jahres gibt es immer wieder tödliche Zwischenfälle in Gaza.
Israel rechtfertigt die Angriffe auf Libanon mit dem Versuch der Hisbollah, ihre „Terrorinfrastruktur“ wieder aufzubauen
Das israelische Militär hat zudem erneut mehrere Ziele in Libanon angegriffen. Im Süden des Nachbarlandes seien in mehreren Gebieten Waffenlager und Raketenwerfer der Hisbollah-Miliz attackiert worden, teilte das Militär in der Nacht mit. Die Präsenz der Waffen stelle einen Verstoß gegen die Waffenruhevereinbarung zwischen Israel und Libanon dar, hieß es. Das Militär machte keine Angaben zu möglichen Opfern der Luftangriffe.
Israel und die Hisbollah führten zuletzt bis November 2024 Krieg gegeneinander, dann trat eine Waffenruhe in Kraft. Dieser Vereinbarung zufolge soll die von Iran unterstützte Schiiten-Miliz entwaffnet werden. Ende vergangenen Jahres lief eine wichtige Frist dafür allerdings aus.
Die Hisbollah versuche weiterhin, ihre „Terrorinfrastruktur im Südlibanon wieder aufzubauen“, erklärte Israels Armee nach den jüngsten Angriffen im grenznahen Süden des Nachbarlandes.
Israels Militär greift dort trotz der geltenden Waffenruhe fast täglich Ziele in Libanon an. Nach offiziellen libanesischen Angaben wurden seit Inkrafttreten der Waffenruhe dabei mehr als 300 Menschen getötet. Den Vereinten Nationen zufolge waren mehr als 100 davon Zivilisten. Man werde weiterhin „Maßnahmen ergreifen, um jegliche Bedrohung für den Staat Israel zu beseitigen“, teilte die israelische Armee in der Nacht weiter mit.





















