Berlin

Irre Aufholjagd! Alba gewinnt nach 21 Punkten Rückstand | ABC-Z

Drittes Alba-Spiel innerhalb von fünf Tagen – dritte Alba-Pleite innerhalb von fünf Tagen? Nein! Weil einer was dagegen hatte.

48 Stunden nach der Overtime-Niederlage (88:93) gegen AEK Athen in der Basketball-Champions League muss Alba in der BBL gegen die Rostock Seawolves ran. Und es sieht ganz lange nach der dritten Pleite in Folge aus. Doch am Ende siegt Alba mit einem völlig irren Endspurt 89:85. „Ein Wahnsinnsfight“, so ein glücklicher Kapitän Jonas Mattisseck (26) nach dem Sieg.

Jubel um Matchwinner Malte Delow, hier mit Sam Griesel, Anton Nufer und Alex O‘Connell Foto: Andreas Gora/dpa

Doch danach sieht es lange nicht aus. Ja, die Overtime-Niederlage am Mittwoch gegen AEK hat Kraft gekostet. Und ja, zwei Tage Erholung ist nicht viel. Rostocks letztes Spiel? Am Sonntag. Doch Alba ist von Beginn an chancenlos. Liegt nach gut zwei Minuten nach einem Lansdowne-Dreier bereits mit 4:11 zurück.

Nach sieben Minuten ist es erstmals zweistellig (12:23), weil Bent Leuchten beide Freiwürfe trifft. Aufbäumen von Alba? Fehlanzeige. Das Spiel plätschert so weg. 18:35 (12.) nach Schwartz-Zweier, 32:51 (18.) nach Nicholson-Freiwurf.

Pleite gegen Rostock? Nicht mit Malte Delow

Besserung nach der Halbzeit-Ansprache von Trainer Pedro Calles? Nicht wirklich. Als Rostock auf 21 Punkte (63:42) nach einem Lansdowne-Dreier erhöht, kommen Erinnerungen an die höchste BBL-Heimpleite aller Zeiten hoch: Mit 33 Punkten Unterschied (75:108) verlor Alba am 20. November 2023 gegen den MBC. So weit sind die Berliner davon nicht mehr weg …

Kapitän Mattisseck klatscht nach dem Spiel mit den Fans ab
Kapitän Mattisseck klatscht nach dem Spiel mit den Fans ab Foto: Andreas Gora/dpa

Doch ein Alba-Profi hat was dagegen: Malte Delow (24). Der übernimmt als Pointguard, weil Jack Kayil mit Kniebeschwerden draußen bleibt, macht mal schnelle 15 Punkte in vier Minuten – Wahnsinn! 68:72 (30.) Alba ist wieder dran. Und die Halle (7749 Zuschauer) ist jetzt auch gleich da.

Drei Minuten vor Schluss macht Sam Griesel mit zwei Freiwürfen sogar den Ausgleich (79:79). Und weil Rostocks Center Owen Klassen mit fünf Fouls rausmuss, spricht plötzlich viel für Alba.

96 Sekunden vor Schluss, die erste Alba-Führung im gesamten Spiel durch einen Mattisseck-Dreier. Das letzte Wort hat – klar, Malte Delow, der den letzten Freiwurf zum 89:85 trifft – und das Spiel mit neuem Karriere-Bestwert: 27 Punkte. „Das Spiel war riesig von ihm, Legende!“, staunt Teamkollege Justin Bean.

Beste Spieler: Malte Delow (Alba/27 Punkte), Kassim Nicholson (Rostock/ 17 Punkte).

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