Politik

Irankrieg: Trump droht, den Iran “vielleicht schon am Dienstag” auszuschalten | ABC-Z

US-Präsident Donald Trump hat während einer Pressekonferenz im Weißen Haus angedroht, dass der Iran in einer Nacht ausgeschaltet werden könne. “Vielleicht schon am Dienstagabend”, sagte Trump. Derzeit fänden die meisten Luftangriffe seit Beginn der “Operation” gegen den Iran
statt, ergänzte US-Verteidigungsminister Peter Hegseth. Er warnte, dass es am Dienstag noch mehr geben werde.

Jede Energieanlage im Iran werde zerstört, sollte es zu keiner Einigung mit dem Iran kommen, sagte Trump. Außerdem würden alle Brücken zerstört werden. “Wir haben einen Plan.” Jedes Kraftwerk würde vom Netz gehen, brennen, explodieren und niemals mehr genutzt werden können, sagt er. “Wir müssen bis zum Stichtag am Dienstag eine für mich akzeptable Einigung erzielen.”

Die USA hätten einen Kontakt im Iran für aktive Verhandlungen, sagte Trump. Wer dies sei, sagte er nicht. Er glaube, dass der “Iran in gutem Glauben verhandelt”. Die Öffnung der Straße von Hormus sei eine große Priorität bei dem angestrebten Abkommen, sagte Trump. Von der Nato sei er sehr enttäuscht, weil die von ihm geforderte Unterstützung ausbleibe, sagte der US-Präsident weiter.

Trump sagte, dass er der Meinung sei, das iranische Volk solle sich gegen die Regierung des Landes erheben, falls ein Waffenstillstand erklärt würde. Aber die Konsequenzen seien groß. Wer protestiere, werde erschossen, sagte Trump. Die kurdischen Truppen sollten sich seiner Meinung nach nicht einmischen.

Trump feiert Rettungsaktion für abgestürzten US-Kampfpilot

Trump lobte die Rettungsaktion für einen über dem Iran abgestürzten US-Waffenoffizier. Der verwundete Kampfjetpilot sei in die Berge gekrochen und aus einem Versteck gerettet worden, wo er sich tagelang versteckt gehalten habe. Die an der Aktion beteiligten Soldaten seien am Boden unter Beschuss geraten. Die iranische Revolutionsgarde hätte zuvor ein Kopfgeld auf den US-Soldaten ausgelobt.

Weil die Information über die Rettungsaktion in Medien veröffentlicht wurde, sei der abgestürzte Soldat in Gefahr geraten, sagte Trump. Er werde von dem Reporter, der als Erster berichtet hatte, dass ein Soldat im Iran gerettet werden soll, verlangen, seine Quelle preiszugeben, und drohte ihm mit einer Gefängnisstrafe, falls er sich weigern sollte, seinen Informanten zu nennen.

Trump hat dem
Iran ein Ultimatum gestellt, bis zu dem das Land unter anderem die für
den weltweiten Öltransport wichtige Wasserstraße von Hormus wieder
freigeben soll. Ursprünglich lief die Frist vor einigen Tagen aus, Trump hatte
sie aber bis Ostermontag verlängert und dann mitgeteilt, dass sie bis
Dienstagabend (20.00 Uhr US-Ostküstenzeit, 2.00 Uhr am Mittwochmorgen
MESZ) laufe. Dies sei endgültig.

“Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben”

Schon vor der Pressekonferenz am Montag hatte der US-Präsident wiederholt mit der massiven Zerstörung von Kraftwerken und Brücken im Iran gedroht, sollte die Straße von Hormus nicht freigegeben werden. “Öffnet die verdammte Meerenge, ihr verrückten Bastarde, oder ihr werdet in der Hölle leben”, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Während eines Osterfests am Weißen Haus hatte Trump kurz vor dem Pressetermin gesagt, dass Angriffe auf die Energieinfrastruktur des Iran nicht gegen das Kriegsrecht verstoßen würden – was nach dem Völkerrecht jedoch der Fall ist. “Darüber mache ich mir keine Sorgen”, sagte Trump dazu. Ein “Kriegsverbrechen” wäre es vielmehr, dem Iran zu erlauben, in den Besitz einer Atomwaffe zu gelangen.

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