Irankrieg: Ölpreis steigt auf höchsten Stand seit fast zwei Jahren | ABC-Z

Die militärische Eskalation im Nahen Osten treibt den Ölpreis weiter in die Höhe. Ein Barrel der Nordseesorte Brent kostete zeitweise mehr als 90 US-Dollar.
© Fadel Senna/AFP/Getty Images
Der Irankrieg lässt den Ölpreis weiter ansteigen. Am Freitagnachmittag kostete ein Barrel der Nordseesorte Brent
zeitweise 91,89 US-Dollar. Das entsprach einem Anstieg um mehr als sieben Prozent seit
Handelsbeginn und bedeutet den höchsten Stand seit April 2024. Der Preis der US-Sorte WTI
legte um mehr als zehn Prozent auf 89,15 US-Dollar zu.
Seit Beginn des Irankriegs vor knapp einer Woche sind mehrere Einrichtungen der
Energieinfrastruktur im Nahen Osten angegriffen worden. In Bahrain hat eine Rakete einen Brand in der wichtigsten staatlichen Ölraffinerie ausgelöst. Im Süden des Irak traf eine Drohne ein Ölfeld.
Straße von Hormus gesperrt
Zudem ist die Straße von Hormus de facto gesperrt, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öltransports verläuft. Die Meerenge zwischen der Arabischen Halbinsel und dem Iran wird vom iranischen Militär kontrolliert.
Seit Beginn der Angriffe der USA und Israels auf den Iran hat sich Rohöl der Sorte Brent um mehr als 20 Prozent verteuert. Das lässt die Spritpreise auch in Deutschland ansteigen. Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) spricht sich deshalb dafür aus, die Erdgasförderung in Deutschland voranzutreiben. “Wir müssen in Deutschland endlich selbst mehr eigene Energie
produzieren. Nur so werden wir bei der Energieversorgung unabhängiger”, sagte er dem Münchener Merkur. Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesagt, dass man die Lage prüfe und erst dann über einen möglichen Tankrabatt entscheide.
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