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Iran-Liveblog: ++ Kuwait meldet starke Schäden durch Drohnenangriff ++ | ABC-Z


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Stand: 05.04.2026 • 09:57 Uhr

Kuwait wirft dem Iran einen Drohnenangriff auf einen Regierungskomplex vor. Außerdem hat die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben eine Chemikalien-Anlage für die Waffenproduktion im Iran bombardiert.

Die Hisbollah-Miliz im Libanon hat einen Angriff mit einer Rakete großer Reichweite auf ein israelisches Kriegsschiff für sich reklamiert. Sie habe das israelische Schiff 68 Seemeilen vor der libanesischen Küste mit einem Marschflugkörper angegriffen, teilte die vom Iran unterstützte Miliz mit. Das Kriegsschiff habe sich angeblich “auf Angriffe auf libanesisches Gebiet vorbereitet”. Es ist das erste Mal seit ihrem Eintritt in den Iran-Krieg, dass die Hisbollah den Einsatz einer solchen Rakete für sich reklamiert.

Abu Dhabi meldet einen Drohnenangriff auf Ölanlagen. Durch herabfallende Trümmer zerstörter Flugkörper sei ein Brand in einer Anlage des Petrochemieunternehmens Borouge ausgebrochen. Die Produktion sei unterbrochen worden. Es habe keine Verletzten gegeben.

Nach offiziellen Angaben sind in Iran zwei Männer in Zusammenhang mit den Protesten zu Beginn des Jahres hingerichtet worden. Der Oberste Gerichtshof habe die Urteile gegen die beiden Angeklagten bestätigt, teilte der Informationsdienst des Justizwesens (Misan) mit.

Den beiden Männern wurde vorgeworfen, während der Proteste im Januar versucht zu haben, eine Militäreinrichtung zu stürmen und sich Zugang zu einem Waffenlager zu verschaffen. Es habe sich um “Randalierer” gehandelt, die Massenmord hätten begehen wollen, indem sie versucht hätten, Waffen und militärische Ausrüstung zu stehlen.

Nach dem mutmaßlichen Abschuss eines F-15-Kampfjets in Iran haben US-Streitkräfte auch das zweite Crewmitglied gerettet. Der Soldat sei in Sicherheit, erklärte Präsident Trump. Medien zufolge soll es bei dem Rettungseinsatz zu heftigen gekommen sein.

Bei Angriffen der USA und Israels im Nordwesten des Iran sind nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Tasnim drei Menschen getötet worden. Drei weitere Menschen seien bei den Attacken auf die Ortschaften Dschafarabad und Germi in der an Aserbaidschan angrenzenden Provinz Ardabil verletzt worden, meldete Tasnim unter Berufung auf den Regionalgouverneur weiter.

Konfliktparteien als Quelle

Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.

Der Golfstaat Kuwait meldet nach Beschuss aus dem Iran schwere Schäden an Infrastruktur und Regierungsgebäuden. Nach Angaben des Energieministeriums wurden zwei Strom- und Entsalzungsanlagen durch iranische Drohnen erheblich beschädigt. Als Folge seien zwei Stromgeneratoren ausfallen. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es.

Beim Einschlag einer weiteren Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei ebenfalls erheblicher Sachschaden entstanden, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es auch dort nicht gegeben, hieß es.

Nach Angaben des Informationsministeriums traf eine Drohne zudem eine Anlage des Ölkonzerns Kuwait Petroleum Corporation. Auch dabei habe es keine Verletzten gegeben.

Im Iran gibt es einem Bericht zufolge Luftangriffe in einem Gebiet, in dem sich das vermisste Besatzungsmitglied des abgeschossenen US-Kampfjets befinden soll. Die den Revolutionsgarden nahestehende Nachrichtenagentur Tasnim zitierte in der Nacht einen örtlichen Gouverneur, wonach bei Angriffen, die er den USA und Israel zuschrieb, drei Menschen getötet worden seien.

Die New York Times zitierte indes einen israelischen Beamten, Israels Militär teile Geheimdienstinformationen mit den USA und habe Angriffe in dem Gebiet, in dem der Pilot vermisst werde, ausgesetzt.

Keine der Angaben lässt sich derzeit unabhängig überprüfen.

Der Golfstaat Kuwait ist erneut unter iranischen Beschuss geraten. Beim Einschlag einer iranischen Drohne in einem Gebäude des Finanzministeriums sei erheblicher Sachschaden entstanden, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Kuna unter Berufung auf das Ministerium. Verletzte habe es nicht gegeben, hieß es.

Der Iran hat Israel in der Nacht zum Sonntag nach Militärangaben erneut mit Raketen angegriffen. Die Armee habe aus dem Iran auf Israel abgefeuerte Geschosse ausgemacht, erklärten die israelischen Streitkräfte in Online-Netzwerken. Die Luftabwehrsysteme seien im Einsatz, um die Bedrohung abzuwehren.

Die israelische Luftwaffe hat im Iran nach Armeeangaben einen Industriekomplex zur Herstellung von Chemikalien für die Waffenproduktion bombardiert. Es sei in Mahschahr im Südwesten ein Gelände mit einer von zwei zentralen Anlagen zur Herstellung von Materialien für Sprengstoffe, ballistische Raketen und andere Waffensysteme attackiert worden, teilte die Armee mit.

Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim hatte zuvor unter Berufung auf das Gouverneursamt von drei Einschlägen berichtet. Getroffen wurden demnach die Petrochemieunternehmen Fadschr 1 und 2, Ridschal und Amirkabir, hieß es. Es sei sehr wahrscheinlich, dass es Todesopfer und Verletzte gegeben habe. Mahschahr ist eine Hafenstadt in der iranischen Provinz Chusesten nahe der Grenze zum Irak.

In einer Öl-Anlage der Kuwait Petroleum Corporation (KPC) ist nach einem Drohnenangriff ein Feuer ausgebrochen. Verletzte wurden nicht gemeldet, teilte die staatliche Nachrichtenagentur mit. Notfall- und Feuerwehrteams bekämpfen den Brand, heißt es weiter.

Tausende Beamte sind weltweit involviert, um nach dem vermissten US-Offizier zu suchen, berichtet ARD-Korrespondent Jonas Wixforth. Die Dunkelheit sei dafür eine gute Bedingung für das US-Militär, da es mit Infrarot und Nachtsicht den Iranern überlegen sei.

US-Präsident Trump hat Iran mit schweren Angriffen gedroht, sollte sich das Regime nicht bis zum Fristende seinem Ultimatum beugen. In der Nähe der Atomanlage Buschehr ist nach Angaben Irans ein Geschoss eingeschlagen. Der Liveblog vom Samstag zum Nachlesen.

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