Iran-Liveblog: ++ Iran will laut Trump ein Abkommen ++ | ABC-Z

liveblog
Laut US-Präsident Trump ist ein Abkommen mit Iran zur Beendigung des Krieges in greifbarer Nähe. Erstmals seit Beginn des Krieges gegen Iran ist offenbar ein Mensch in Israel durch Beschuss aus dem Libanon getötet worden.
Wir schließen den Liveblog für heute und bedanken uns für Ihr Interesse.
Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Iran-Krieges vorgelegt. Das Vermittlerland Pakistan habe dem Iran den Entwurf übermittelt, berichteten unter anderem Axios und die New York Times unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.
Dem israelischen Sender N12 zufolge soll der Iran dabei unter anderem zustimmen, niemals nach Atomwaffen zu streben. Zudem müsse der Bestand an angereichertem Uran an die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) abgegeben werden. Axios berichtete, der US-Sondergesandte Steve Witkoff habe Präsident Donald Trump berichtet, dass die Iraner bei mehreren zentralen Punkten zugestimmt hätten – unter anderem seien sie bereit, ihre Bestände an angereichertem Uran aufzugeben. Laut New York Times war allerdings unklar, wie Teheran auf den Vorschlag aus Washington reagiert. Auch stand aus, wie Israel als weitere Kriegspartei in dem Konflikt auf den US-Plan reagieren würde, schrieb die Tageszeitung.
Trump hatte zuletzt erneut behauptet, dass Teheran auf ein Abkommen dränge. “Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen”, sagte er. US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance seien an den Verhandlungen beteiligt.
Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier für dessen Kritik am Iran-Krieg gelobt. Araghtschi erklärte auf der Plattform X, Steinmeier gebühre Anerkennung dafür, “dass er die Verstöße gegen die Iraner verurteilt hat”. Wer Rechtsstaatlichkeit schätze, sollte ebenfalls seine Stimme erheben. Zuvor hatte Steinmeier den von Israel und den USA begonnenen Iran-Krieg als einen “politisch verhängnisvoller Fehler” bezeichnet und ihn als völkerrechtswidrig eingestuft.
Die Internationale Atomenergiebehörde IAEA hat mitgeteilt, von Iran darüber informiert worden zu sein, dass ein Projektil auf das Gelände des Kernkraftwerks Bushehr eingeschlagen sei. Laut Iran habe es keine Schäden an der Anlage oder Verletzte gegeben, die Anlage laufe normal. IAEA-Chef Rafael Mariano Grossi wiederholte den Aufruf zu äußerster Zurückhaltung, um nukleare Sicherheitsrisiken während des Konflikts zu vermeiden.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Israel in einem Gespräch mit seinem israelischen Kollegen Isaac Herzog aufgefordert, die “Gelegenheit” für “direkte Gespräche” zwischen Israel und dem Libanon zu nutzen. Er habe die Dringlichkeit betont, eine weitere Eskalation des Konflikts im Libanon zu verhindern, dessen Stabilität und territoriale Integrität gewahrt bleiben müssten, erklärte Macron auf der Plattform X.
“Ich habe Präsident Herzog meine Überzeugung mitgeteilt, dass die Wiederaufnahme direkter Gespräche zwischen Israel und dem Libanon eine Gelegenheit ist, die genutzt werden muss”, so Macron. Außerdem wies Macron darauf hin, dass die katastrophale humanitäre Lage im Gazastreifen aufgrund des aktuellen Krieges nicht vergessen werden dürfe.
Auch mit dem iranischen Präsidenten Peseschkian habe sich Macron unterhalten und ihn aufgefordert, die “inakzeptablen Angriffe auf die Länder der Region zu beenden, die Energie- und zivilen Infrastrukturen zu schützen und die Freiheit der Schifffahrt in der Straße von Hormus wiederherzustellen”, so Macron. Er forderte das Land auf, sich “in gutem Glauben” auf Verhandlungen einzulassen.
Nach schweren israelischen Angriffen auf die libanesische Hauptstadt Beirut berichtet ein Anwohner von den Auswirkungen des Krieges. “Ich bin müde, habt Erbarmen”, bittet ein Vater. Besonders schwere Gefechte gibt es auch weiterhin im Grenzgebiet zwischen Israel und Libanon.
Beim Einschlag iranischer Raketen in ein Wohnhaus sollen in Israel mindestens sieben Menschen verletzt worden sein, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Die Rettungsdienste in Bnei Brak, östlich von Tel Aviv, teilten mit, ein Mann sei bei dem Angriff mittelschwer verletzt worden, sechs weitere Menschen, darunter ein siebenjähriger Junge und eine 80-jährige Frau, hätten leichte Verletzungen erlitten. Aufnahmen, die von den Rettungsdiensten veröffentlicht wurden, zeigten schwerste Schäden an dem Gebäude.
Einsatzkräfte stehen vor einem Gebäude in Bnei Brak, das offenbar von einem iranischen Projektil getroffen wurde. Mehrere Menschen wurden nach Angaben der Einsatzkräfte verletzt.
Weitere Einschläge wurden an mindestens sieben weiteren Orten im Zentrum des Landes gemeldet. Nach israelischen Angaben handelte es sich um die bereits zwölfte Raketenangriffswelle auf Israel im Laufe des heutigen Tages. Auch im Norden Israels heulten stundenlang Sirenen, um vor Beschuss durch die mit Iran verbündete Hisbollah im Libanon zu warnen.
Iran gestattet einem Zeitungsbericht zufolge “nicht-feindlichen Schiffen” die Durchfahrt durch die Straße von Hormus, sofern sie sich mit den iranischen Behörden abstimmen. Schiffe mit Verbindungen zu den USA, Israel und anderen an den Angriffen beteiligten Staaten seien von der friedlichen Durchfahrt jedoch ausgeschlossen, berichtet die Financial Times unter Berufung auf ein Schreiben des iranischen Außenministeriums an die Mitgliedstaaten der UN-Schifffahrtsorganisation IMO.
Laut US-Präsident Donald Trump will Iran dringend ein Abkommen schließen. Zur Bedingung hatte der Präsident unter anderem die vollständige Aufgabe des iranischen Atomprogramms gemacht. Zur Frage, mit wem die USA verhandelten, äußerte sich der US-Präsident erneut ausweichend.
Es gebe “eine neue Gruppe” in Teheran, sagte Trump, ohne Namen zu nennen. Es habe “ein echter Regimewechsel” stattgefunden. Er sagte zudem, Iran habe ihm “ein sehr großes Geschenk” im Zusammenhang mit Öl und Gas gemacht. Dadurch habe er neues Vertrauen in die Führung in Teheran gewonnen. “Es war ein sehr großes Geschenk, unglaublich viel Geld wert”, sagte der Präsident, ohne weitere Details zu nennen.
Die USA sprechen laut Präsident Donald Trump mit den “richtigen Leuten” in Iran, um ein Abkommen zur Beendigung der Feindseligkeiten zu erreichen. Es gebe nun eine neue Gruppe von Führern in der Islamischen Republik. Die Iraner wollten unbedingt eine Einigung erzielen, sagt Trump vor Journalistinnen und Journalisten.
Das US-Verteidigungsministerium wird Insidern zufolge Tausende Soldaten der 82. Luftlandedivision in den Nahen Osten verlegen. Es sei keine Entscheidung gefallen, die Fallschirmjäger im Iran einzusetzen, sagte eine von insgesamt zwei mit dem Vorgang vertrauten Personen der Nachrichtenagentur Reuters. Sie sollten zunächst die Kapazitäten für mögliche künftige Einsätze erhöhen.
Beide Insider machten keine Angaben dazu, wo in der Region die Soldaten stationiert werden sollen und wann sie dort ankommen werden. Die US-Armee verwies Anfragen an das Präsidialamt in Washington, das zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen war.
Im UN-Sicherheitsrat laufen Verhandlungen über eine Resolution zum Schutz der Handelsschifffahrt in der Straße von Hormus. Dabei liegen zwei konkurrierende Entwürfe vor, wie aus von der Nachrichtenagentur Reuters eingesehenen Dokumenten hervorgeht.
Ein von Bahrain eingebrachter und von den USA unterstützter Text sieht den Einsatz militärischer Gewalt vor, um iranische Angriffe auf Schiffe zu stoppen. Frankreich schlägt dagegen einen diplomatischeren Ansatz vor, der auf rein defensive Maßnahmen setzt und Iran nicht namentlich erwähnt.
In Israel ist erstmals seit Beginn des US-israelischen Krieges gegen Iran ein Mensch durch Beschuss aus dem Libanon getötet worden. Sanitäter des Rettungsdienstes Magen David Adom berichteten, die Frau sei südlich der Stadt Safed mit schweren Verletzungen in einem Straßengraben gefunden worden. Kurz darauf sei ihr Tod festgestellt worden. Zwei weitere Menschen seien bei dem Angriff leicht verletzt worden.
Im Norden Israels heulten stundenlang Sirenen, um vor Drohnen und Raketen aus dem Libanon zu warnen.
Der philippinische Präsident Ferdinand Marcos Jr. hat wegen der Folgen des Krieges im Nahen Osten einen landesweiten Energienotstand ausgerufen. Der Krieg Israels und der USA gegen Iran berge die “unmittelbare Gefahr einer kritisch niedrigen Energieversorgung”, teilte seine Regierung mit.
Die vorerst auf ein Jahr angelegte Maßnahme sieht vor, dass Marcos einem Krisenausschuss vorsteht. Dieser soll die Verfügbarkeit und geordnete Verteilung von Treibstoff, Lebensmitteln, Medikamenten, landwirtschaftlichen Erzeugnissen und anderen Gütern des Grundbedarfs sicherstellen. Die Behörden wurden angewiesen, gegen das Horten, überhöhte Gewinne und Manipulationen bei der Versorgung mit Erdölprodukten vorzugehen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat im Fall eines längeren Iran-Kriegs vor möglicher Treibstoffknappheit gewarnt. Die CDU-Politikerin sagte bei der Energiekonferenz Ceraweek in Houston im US-Bundesstaat Texas, die Preise für Benzin, Diesel und Kerosin seien durch den Krieg in die Höhe geschnellt. “Noch sehen wir keine Knappheiten beim Volumen, aber wenn der Konflikt nicht endet, rechnen wir damit vermutlich Ende April oder im Mai.”
Der indische Premier Narendra Modi hat mit US-Präsident Donald Trump über den Konflikt der USA und Israels mit Iran gesprochen. In einem Social-Media-Beitrag bezeichnete Modi das Telefonat als “nützlichen Meinungsaustausch”. Er unterstrich, dass Indien für “Deeskalation und die frühestmögliche Wiederherstellung des Friedens” eintrete. Die Straße von Hormus müsse “offen, sicher und zugänglich” sein.
China hat sich mit einem Friedensappell an die Konfliktparteien im Nahen Osten gewandt. Das chinesische Außenministerium teilte, Außenminister Wang Yi habe vor dem Hintergrund regionaler Bemühungen, die Gespräche zwischen den USA und Iran wiederzubeleben, mit seinem iranischen Amtskollegen Abbas Araghtschi telefoniert. “Wang rief alle Parteien dazu auf, jede Gelegenheit für Frieden zu nutzen und so bald wie möglich Friedensgespräche aufzunehmen”, sagte der chinesische Außenamtssprecher Lin Jian.
Bei einem iranischen Angriff auf den Golfstaat Bahrain ist emiratischen Angaben zufolge ein Mensch getötet worden. Der marokkanische Staatsbürger habe als ziviler Auftragnehmer für die Streitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate gearbeitet und sei “während eines Routineeinsatzes im Königreich Bahrain infolge eines iranischen Raketenangriffs den Märtyrertod gestorben”, erklärte das emiratische Verteidigungsministerium im Onlinedienst X.
Fünf Mitarbeiter des Verteidigungsministeriums seien zudem verletzt worden. Die Armee von Bahrain hatte zuvor bereits den Tod eines emiratischen Armeeangehörigen bekannt gegeben, der bahrainische Streitkräfte unterstützt habe. Mehrere Menschen seien verletzt worden.
Israel hat die überwiegend von Christen bewohnte Stadt Sahel Alma nördlich von Beirut angegriffen, wie der staatliche Rundfunk im Libanon berichtete. Die Region war im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz bislang verschont geblieben. Berichte über Opfer lagen zunächst nicht vor. Augenzeugen sagten der Nachrichtenagentur Reuters, sie hätten mehrere Explosionen gehört und weißen Rauch über der Stadt gesehen.
In Bahrain ist nach Angaben des Verteidigungsministeriums der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) ein Zivilist bei einem iranischen Raketenangriff getötet worden. Dabei handelte es sich um einen marokkanischen Vertragsarbeiter, wie das Ministerium auf der Plattform X schrieb. Zudem seien bei dem Angriff fünf Soldaten der VAE verletzt worden.
Die AfD hat sich hinter die Kritik von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Krieg der USA und Israels gegen den Iran gestellt. “Da hat er mal recht gehabt, so oft kommt das ja beim Bundespräsidenten nicht vor”, sagte Co-Parteichef Tino Chrupalla.
Steinmeier hatte gesagt, der Iran-Krieg sei nach seinem Dafürhalten völkerrechtswidrig. Es gebe wenig Zweifel daran, dass die Begründung mit einem unmittelbar bevorstehenden Angriff auf die USA nicht trage.
Chrupalla sagte: “Der Angriff auf die Ukraine war völkerrechtswidrig. Der Angriff auf den Iran ist es auch.” Der AfD-Chef erneuerte angesichts der Energiepreise die Forderung seiner Partei, wieder Verhandlungen mit Russland über Energielieferungen aufzunehmen. Man müsse sich für Frieden auf dem Kontinent und der Welt einsetzen. “Wir dürfen aber zu kriegsführenden Staaten die Beziehungen auch nicht abbrechen lassen.”
Die pakistanische Regierung hat sich als Vermittler bei Verhandlungen zwischen Iran und den USA angeboten. Das Land würde sich freuen, Gastgeber von Gesprächen zu sein, bei denen auf eine Lösung des Konflikts hingearbeitet werde, teilte der pakistanische Premierminister Shehbaz Sharif auf der Plattform X mit.
Mehr als eine Million Menschen sind nach UN-Angaben seit Anfang März vor dem Krieg zwischen Israel und der pro-iranischen Hisbollah innerhalb des Libanons geflüchtet. Weitere 130.000 Menschen hätten die Grenze zu Syrien überschritten, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) in Genf mit. Der Krieg im Nahen Osten führe zu immer mehr Vertreibungen und Grenzübertritten in der Region, hieß es.
Zwei Gastanker unter indischer Flagge haben die Straße von Hormus ohne Zwischenfälle passiert. Ein indischer Beamter erklärte, dass die Schiffe voraussichtlich im Laufe der Woche indisches Festland erreichen würden.
Die LPG-Tanker “Pine Gas” und “Jag Vasant” durchquerten die Meerenge am Montagabend, wie der Sondersekretär im Ministerium für Häfen, Schifffahrt und Wasserstraßen, Rajesh Kumar Sinha, mitteilte. Indische Medien berichteten, die beiden Tanker, die den Tagesbedarf an Kochgas für Indien geladen hatten, seien in geringem Abstand voneinander gefahren und einer von Iran genehmigten Route nahe an der Küste gefolgt.
Katar ist nach eigenen Angaben nicht als direkter Vermittler zwischen den USA und Iran aktiv. Das Emirat unterstütze jedoch alle diplomatischen Kanäle zur Beendigung des Krieges, sagte ein Sprecher des katarischen Außenministeriums. Das Land stehe in engem Kontakt mit der US-Regierung, um eine Deeskalation zu erreichen und einen Ausweg aus der Krise zu finden.
Der Sprecher fügte hinzu, Katar habe seit Jahren gesagt, eine ungebremste Eskalation in der Region werde nicht nur zu einer Ausweitung des Konflikts führen, “sondern zu einem umfassenden Krieg, der uns alle erfasst. Und genau da sind wir jetzt.”
Ein am 1. April in Doha geplantes Konzert der kolumbianischen Popmusikerin Shakira wird verschoben, wie die Tourismusstelle “Visit Qatar” in den sozialen Medien mitteilt. Grund sei die “gegenwärtige Lage in der Region”.
Auch das kurz darauf geplante “Offlimits Music Festival” in Abu Dhabi wird verlegt, und zwar bis November, wie der Ticket-Plattform Platinumlist zu entnehmen ist. Shakira und die Jonas Brothers waren als Headliner vorgesehen.
Die mit Iran verbündete Miliz Hisbollah kündigt Widerstand gegen die von Israel geplante Besetzung des südlichen Libanons an. Eine solche Besetzung würde eine “existenzielle Bedrohung” für den Libanon als Staat darstellen, sagt der Hisbollah-Abgeordnete Hassan Fadlallah der Nachrichtenagentur Reuters.
Die Hisbollah werde kämpfen, um dies zu verhindern. Israels Verteidigungsminister Israel Katz hat erklärt, dass sein Land eine Pufferzone von der Grenze bis zum Fluss Litani plane.
Bei den israelisch-amerikanischen Angriffen in Iran sind nach Angaben des Roten Halbmonds mehr als 82.000 zivile Einrichtungen beschädigt oder zerstört worden. Darunter seien etwa 62.000 Wohnungen sowie 281 medizinische Zentren, Krankenhäuser und Apotheken, sagte der Leiter der iranischen Rothalbmond-Gesellschaft, Pirhussein Koliwand.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben der Konfliktparteien oder von Beobachtern zum Kriegsgeschehen können in der aktuellen Lage nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
Koliwand zufolge wurden insgesamt 498 Schulen beschädigt – bei direkten Angriffen oder bei Angriffen, die Zielen in der Nähe galten. Der Rote Halbmond ist nach seiner Darstellung auch Ziel von Angriffen geworden. Neben 17 Rettungswachen seien zwölf Rettungswagen direkt von Raketen getroffen worden. Er verwies auf einen Vorfall in der Stadt Lar. “Während sie Verletzte transportierten, ist vom Krankenwagen überhaupt nichts mehr übriggeblieben”, sagte Koliwand in einem Video, das der Rote Halbmond auf Telegram veröffentlichte.
Irans Militärführung hat im Krieg gegen Israel und die USA Kompromisse und eine Kapitulation kategorisch ausgeschlossen. “Die schlagkräftigen iranischen Streitkräfte werden die Souveränität des Landes standhaft verteidigen und diesen Weg bis zum finalen Sieg fortsetzen”, sagte der Kommandeur der zentralen Militärführung, Ali Abdollahi Aliabadi, laut dem staatlichen Rundfunk. Aliabadi ist der faktische Generalstabschef. Er leitet das Hauptquartier Chatam al-Anbija, das im Kriegsfall die operative Führung der iranischen Streitkräfte bündelt.
Deutschland verstärkt zur Entlastung Verbündeter seine Marinepräsenz im Nordatlantik. Weil Großbritannien den Zerstörer HMS “Dragon” ins Mittelmeer verlege, werde die deutsche Fregatte “Sachsen” als Führungsschiff der ständigen NATO-Einsatzgruppe eingesetzt, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) am Rande seines Besuchs in Singapur. Er habe dies mit seinem britischen Amtskollegen John Healey besprochen.
Großbritannien hat die HMS “Dragon” wegen der Lage inmitten des israelisch-amerikanischen Krieges gegen Iran ins östliche Mittelmeer verlegt. Nach dem Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt auf Zypern verstärkten die NATO-Staaten Großbritannien und Frankreich ihre Präsenz in der Region. Der britische Zerstörer ist inzwischen in dem Seegebiet eingetroffen.
Der Iran-Krieg hat weiterhin erhebliche Auswirkungen auf den internationalen Luftverkehr. Wegen der “volatilen Situation im Nahen Osten” setzt die Lufthansa Flüge sämtlicher Airlines der Gruppe in die Region bis einschließlich 30. April aus, wie der Konzern ankündigte. Außerdem finden demnach zu mehreren Zielen keine Flüge bis zum Herbst bis einschließlich 24. Oktober statt, darunter neben Teheran, auch Beirut, Riad und Abu Dhabi. Flüge nach Dubai und Tel Aviv werden bis zum 31. Mai gestrichen, wie der Luftfahrtriese mit Airlines wie Eurowings, Austrian, Swiss und Brussels Airlines mitteilte.
Betroffene Fluggäste können demnach kostenfrei auf ein späteres Reisedatum umbuchen oder erhalten alternativ den vollständigen Ticketpreis zurück. Die Lufthansa beobachte und bewerte die Lage im Nahen Osten in engem Kontakt mit den Behörden “kontinuierlich”, teilte der Konzern weiter mit. Änderungen bei einzelnen Airlines seien “aufgrund der dynamischen Situation möglich”.
Das libanesische Außenministerium hat dem iranischen Botschafter nach eigenen Angaben die Akkreditierung entzogen und ihn zur unerwünschten Person erklärt. Der Diplomat müsse das Land bis Sonntag verlassen, teilte das Ministerium mit. Zur Begründung verweist es auf Verstöße Teherans gegen diplomatische Normen und etablierte Gepflogenheiten zwischen den beiden Ländern. Der libanesische Regierungschef Nawaf Salam hatte Iran zuvor vorgeworfen, die Hisbollah-Miliz im Libanon zu befehligen. Zudem ruft das Ministerium seinen eigenen Botschafter in Iran zu Konsultationen in den Libanon zurück.
Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben erneut Ziele in der Stadt Isfahan und anderen Teilen Irans angegriffen. Einwohner der iranischen Hauptstadt Teheran berichteten von Explosionsgeräuschen. In der Mitteilung des Militärs war die Rede von einer großangelegten Angriffswelle in Isfahan. In anderen Gebieten seien Produktionsstätten des iranischen Machtapparats angegriffen worden.
In Israel gab es derweil Berichte über neue Raketenangriffe aus Iran, unter anderem in den Küstenstädten Eilat und Aschkelon gab es Raketenalarm.
Konfliktparteien als Quelle
Angaben zu Kriegsverlauf, Beschuss und Opfern durch offizielle Stellen der Konfliktparteien können nicht unmittelbar von unabhängiger Stelle überprüft werden.
Selbst im Fall einer schnellen Beendigung des Iran-Kriegs dürften die wirtschaftlichen Verwerfungen nach Einschätzung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) länger anhalten. “Es wird Wochen dauern, Experten sagen bis zu Monaten, dass es dann wieder richtig läuft”, sagte DIHK-Außenwirtschaftschef Volker Treier. Er verwies auf zerstörte Infrastruktur für die Suche nach und Förderung von Gas in der Region, Probleme beim Abtransport per Schiff und Produktionsausfälle in Saudi-Arabien, Katar, Kuwait und im Irak.
Mit Blick auf die Ölpreise sei es “nicht verwegen anzunehmen”, dass es über einen längeren Zeitraum zu einem um 40 bis 50 Prozent höheren Niveau komme. Man sei schnell bei einem Zuwachs der Inflationsrate von einem halben Prozentpunkt gegenüber der Situation vor dem Krieg, sagte Treier. Auch die Störungen der Lieferketten unter anderem durch die Blockade der Straße von Hormus wirke sich aus. Zudem sei Dubai als wichtiger Umschlagpunkt für Luftfracht gestört.
Nach der Tötung von Ali Laridschani ist in Iran ein neuer Generalsekretär für den mächtigen Nationalen Sicherheitsrat ernannt worden. Mohammed Bagher Solghadr, ein Brigadegeneral im Ruhestand, wurde nach Zustimmung durch die Staatsführung und per Erlass durch den Präsidenten für das Amt ernannt, berichteten iranische Medien. Sie bezogen sich dabei auf einen X-Post von Mehdi Tabatabai, Vize-Kommunikationschef im Präsidialamt. Über Solghadr ist wenig bekannt. Er wurde Mitte der 1950er-Jahre geboren und ist ein Veteran des Iran-Irak-Kriegs (1980-1988). Seine militärische Karriere absolvierte er bei der Islamischen Revolutionsgarde. Zuletzt war er ein führendes Mitglied des sogenannten Schlichtungsrats, eines einflussreichen Schiedsorgans im iranischen Machtapparat.
Verteidigungsminister Israel Katz erklärte, Israel werde eine sogenannte “Sicherheitszone” im Südlibanon bis zum Litani-Fluss kontrollieren, bis die Bedrohung durch die Hisbollah beseitigt sei. “Alle fünf Brücken über den Litani, die von der Hisbollah zum Transport von Terroristen und Waffen genutzt wurden, wurden gesprengt, und die IDF wird die übrigen Brücken sowie das Sicherheitsgebiet bis zum Litani kontrollieren”, sagte Katz bei einer Besprechung mit Generälen der israelischen Streitkräfte.
Karte mit Israel, Libanon und dem Fluss Litani.
Zudem bekräftigte er, dass die aus dem Südlibanon vertriebenen hunderttausenden Bewohner nicht in das Gebiet südlich des Flusses zurückkehren würden, bis die Sicherheit für die Bewohner im Norden Israels “garantiert” sei.
Der ägyptische Außenminister Badr Abdelatti hat mit dem US-Gesandten Steve Witkoff und Amtskollegen aus mehreren Ländern über diplomatische Bemühungen für ein Ende des Iran-Krieges gesprochen. In dem Telefonat mit Witkoff sei es um mögliche Verhandlungen zwischen den USA und Iran gegangen, teilte das ägyptische Außenministerium mit. Abdelatti sprach zudem mit den Außenministern der Türkei, Pakistans, Omans, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Frankreichs und Zyperns.
Bei einem Raketenangriff auf einen Stützpunkt der kurdischen Peschmerga-Kämpfer im Irak sind sechs Kämpfer getötet worden. Die Regierung der autonomen Kurdenregion machte Iran für den Angriff verantwortlich. Iran habe “sechs ballistische Raketen” auf die Peschmerga abgefeuert. Dabei seien sechs Menschen getötet und 30 weitere verletzt worden.
Der Angriff sei in der Region Soran nahe der Grenze zu Iran erfolgt, sagte ein Sicherheitsbeamter, der anonym bleiben wollte, der Nachrichtenagentur AFP. Die Peschmerga sind die Streitkräfte der autonomen Kurdenregion im Nordirak. Es war der erste Angriff auf sie seit Beginn des Iran-Kriegs.
Die iranische Polizei hat staatlichen Medien zufolge 466 Personen festgenommen, denen Online-Aktivitäten zur Untergrabung der nationalen Sicherheit vorgeworfen werden. Den Berichten zufolge handelt es sich um eine der größten Sicherheitsrazzien seit Beginn des Krieges. Den Verhafteten wird vorgeworfen, sensible Orte gefilmt, regierungskritische Inhalte online geteilt oder “mit dem Feind kooperiert” zu haben. In einer Erklärung der Polizei hieß es, die Festnahmen seien auf Geheimdienstinformationen und technische Überwachung in den letzten Tagen zurückzuführen.
Schon vor Beginn des israelisch-amerikanischen Kriegs befand sich Iran in einer schweren Wirtschaftskrise. Der ökonomische Druck löste Ende Dezember neue Massenproteste aus, die Irans Sicherheitsapparat brutal niederschlug. Der Krieg wird für die Gesellschaft nun zur zusätzlichen Belastungsprobe. In den Metropolen berichten Einwohner von explodierenden Preisen und wachsender Hoffnungslosigkeit.
Asghar lebt in Teheran und betreibt einen kleinen Supermarkt. “Die meisten Waren werden fast täglich teurer”, sagt er der Nachrichtenagentur dpa. Vor allem Lebensmittel und Zigaretten, die importiert werden müssen, verteuerten sich, teils um das Doppelte. Die Menschen kauften bei ihm nur noch das Nötigste.
“Alle zwei bis drei Tage steigen die Preise für Nahrungsmittel wie Fleisch, Huhn und Obst”, klagt auch Behrus, ein Taxifahrer. Dawud, ein Devisenhändler in Teheran, berichtet von einer schwachen Nachfrage nach Euro und Dollar. “Seit der Abschaltung des Internets sind viele Geschäfte zum Erliegen gekommen.”
Angesichts von den USA verkündeter Gespräche mit Iran hat sich Bundesaußenminister Johann Wadephul vorsichtig optimistisch über eine Wende in dem Konflikt gezeigt. “Wir haben aus meiner Sicht einen ersten Ansatzpunkt jetzt gefunden dafür, dass die beiden Konfliktparteien miteinander direkt sprechen und dass an Lösungen gearbeitet wird”, sagte der CDU-Politiker dem MDR.
Dass die iranische Seite Verhandlungen dagegen dementiert hatte, sieht Wadephul gelassen. Iran habe die Gespräche “im engeren Sinne” nicht bestritten, “sondern man nennt das dann indirekte Gespräche”. Die neue Frist von fünf Tagen, die Trump Teheran vor den angedrohten Angriffen setzte, bezeichnete Wadephul als “eine gute Zeit”. Diese böte Zeit für Gespräche, auch wenn sich “in der Sache und auch von der Frist her” jeder mehr wünschen würde, sagte er.
Aus seiner Sicht sei es das erste Mal, dass Trump nicht über Militärisches rede, “sondern wo wir von ihm hören, dass miteinander gesprochen wird”. Damit stehe zwar noch keine Gesamtlösung bevor, aber die Gespräche könnten dennoch “ein Wendepunkt in diesem Konflikt sein”.
Mit Iran verbündete Milizen haben im Irak erneut einen US-Angriff auf eine ihrer Stellungen im Westen des Landes gemeldet. Dabei seien 14 ihrer Mitglieder getötet worden, teilten die sogenannten Volksmobilisierungskräfte (PMF) mit. Andere Quellen sprechen von 15 Toten. Unter den Opfern sei auch der Einsatzkommandeur der Provinz gewesen.
Die PMF teilten mit, ihre Kämpfer seien “bei einem hinterhältigen US-Luftangriff” getötet worden, der ihr Hauptquartier getroffen habe, während sie “ihre nationale Pflicht” erfüllt hätten. Die schiitischen Milizen pflegen enge Verbindungen zu Teheran. Die irakische Regierung in Bagdad sowie die USA äußerten sich nicht dazu.
ARD-Korrespondentin Katharina Willinger aus Istanbul zu Reaktionen auf das neue US-amerikanische Ultimatum an Iran, zu möglichen Verhandlungen zwischen beiden Ländern und über die Lage in der Golfregion.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Krieg der USA und Israels gegen Iran als “völkerrechtswidrig” kritisiert. “Unsere Außenpolitik wird nicht überzeugender dadurch, dass wir Völkerrechtsbruch nicht Völkerrechtsbruch nennen”, sagte Steinmeier in seiner Festrede zum 75. Jahrestag der Wiedergründung des Auswärtigen Amts in Berlin. “Dieser Krieg ist völkerrechtswidrig – daran gibt es wenig Zweifel”, sagte er. Damit schlug Steinmeier einen anderen Ton an als die Bundesregierung, die bisher vermieden hat, den Krieg als völkerrechtswidrig einzustufen.
Südkoreas Präsident Lee Jae Myung ruft wegen der Risiken für die Öl- und Gasversorgung durch den Iran-Krieg zum Energiesparen auf. Die Bevölkerung wird gebeten, im Alltag mehrere Maßnahmen zu beherzigen – etwa kürzeres Duschen oder das Aufladen von Handys und E-Autos nur während des Tages. Das Wäschewaschen oder Staubsaugen soll auf das Wochenende gelegt werden. Öffentliche Einrichtungen sollen Dienstwagen weniger nutzen. Einschränkungen für Privatfahrzeuge seien vorerst freiwillig, sagt Energieminister Kim Sung-hwan. Dies könnte bei einer höheren Energiealarmstufe aber überdacht werden.
Zudem werde die Regierung die 50 Unternehmen mit dem größten Ölverbrauch auffordern, ihren Verbrauch zu drosseln. Um die Abhängigkeit von Flüssigerdgas zu verringern, will die Regierung zudem bis Mai fünf Atomreaktoren wieder anfahren, Beschränkungen für Kohlekraftwerke lockern und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben.
Bei einem israelischen Angriff auf ein Wohngebäude nahe Beirut sind nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums mindestens zwei Menschen getötet worden. Bei dem Angriff in Bchamun, etwa zehn Kilometer südöstlich der libanesischen Hauptstadt, seien fünf Menschen verletzt worden.
Im Nordwesten Irans sind bei der Bombardierung eines Wohnviertels mindestens sechs Menschen getötet worden. Neun weitere Menschen seien bei dem Luftangriff in Tabris verletzt worden, berichteten iranische Medien übereinstimmend. Betroffen war ein Stadtteil im Norden sowie ein Platz im Südwesten der iranischen Millionenmetropole. Nutzer sozialer Medien berichteten von schweren Explosionen in der Großstadt, die sich gegen 2.00 Uhr nachts (Ortszeit) ereigneten.
Iran hat die israelische Stadt Tel Aviv mit Raketen angegriffen. In der Innenstadt war eine Explosion zu hören, zudem stieg Rauch auf. Das israelische Militär teilte mit, Such- und Rettungskräfte seien unterwegs in mehrere Gegenden, wo Raketeneinschläge gemeldet worden seien. Die Polizei berichtete, örtliche Beamte seien ebenfalls im Einsatz. Ein Sprecher des Rettungsdiensts, Magen David Adom, teilte mit, vier Menschen seien leicht verletzt worden. Es werde nach weiteren Verletzten gesucht.
Experten sehen in der Verlängerung des Ultimatums von US-Präsident Trump an Iran ein “Zeichen der Verzweiflung”, so ARD-Korrespondent Torben Börgers aus Washington. Grund dafür könne sein, dass sich der US-Präsident den Krieg gegen Iran “etwas leichter” vorgestellt habe und nun nach einem “gesichtswahrenden Ausweg” suche.
US-Präsident Trump hatte sein Ultimatum an Iran im Streit um die von Teheran blockierte Straße von Hormus kurz vor dessen Ablauf verlängert. Er erklärte dies mit “guten und produktiven Gesprächen” mit Iran in den vergangenen Tagen. Teheran dementierte Verhandlungen mit den USA. Vielmehr sei Trump wegen der iranischen Drohgebärden eingeknickt.
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat ein Ende der Kampfhandlungen im Nahen Osten gefordert. “Es ist von größter Bedeutung, dass wir zu einer ausgehandelten Lösung kommen, die den Kampfhandlungen, die wir im Nahen Osten beobachten, ein Ende setzt”, sagte von der Leyen vor Journalisten während eines Besuchs in Australien. Von der Leyen verwies insbesondere auf die wirtschaftlichen Auswirkungen des Iran-Krieges. “Wir alle spüren die Folgewirkungen auf die Gas- und Ölpreise in unseren Unternehmen und unseren Gesellschaften”, sagte die EU-Kommissionspräsidentin.
Der tödliche Angriff auf den Obersten Führer Irans, Ajatollah Ali Chamenei, wurde auch mit iranischen Überwachungskameras geplant. Ein israelischer Geheimdienstvertreter mit Einsatzwissen und eine weitere Person, die über die Operation informiert wurde, beschrieben der Nachrichtenagentur AP, dass solche Kameras gehackt worden seien. Zuvor hatte bereits die Financial Times über den Einsatz iranischer Kameras in dem Fall berichtet.
Die über den Chamenei-Einsatz informierte Person, die mit der AP sprach, berichtete, fast alle Verkehrskameras in Teheran seien seit Jahren gehackt worden. Das Material sei auf Server in Israel übertragen worden. Algorithmen hätten Informationen geliefert, darunter Adressen, Arbeitswege und Angaben dazu, wer die Zielpersonen schützte. Der Angriff sei monatelang geplant gewesen, aber beschleunigt worden, als feststand, dass Chamenei und seine ranghöchsten Mitarbeiter sich am 28. Februar im Führungskomplex aufhalten würden.
Die iranischen Streitkräfte haben dem iranischen Staatsfernsehen zufolge eine neue Salve von Raketen auf Israel abgefeuert. Die iranischen Raketen hätten “mehrere israelische Luftabwehrsysteme durchdrungen”, erklärte der staatliche iranische Fernsehsender Irib am Morgen. Die israelische Armee erklärte, sie habe anfliegende iranische Raketen geortet und arbeite daran, sie abzufangen.
Das israelische Militär hat in der Nacht zum Dienstag Angriffe auf mehrere Stadtviertel in den südlichen Vororten der libanesischen Hauptstadt Beirut gestartet. Die Armee erklärte, dass sie auf Infrastruktur der von Iran unterstützten Hisbollah abziele. Verletzungen wurden zunächst nicht gemeldet. Das Militär hatte zuvor Evakuierungswarnungen für mehrere Viertel erneuert. Zehntausende Bewohner hatten das Gebiet bereits verlassen. Nach den Angriffen waren in den südlichen Vororten Brände und Rauchwolken zu sehen. Nach Angaben libanesischer Behörden haben die israelischen Angriffe bisher mehr als 1.000 Menschen im Libanon getötet und rund eine Million weitere vertrieben.
Iran hat die Behauptung von US-Präsident Trump dementiert, es gebe Verhandlungen zwischen beiden Ländern. Israels Militär hat mit einer neuen Angriffswelle auf Teheran begonnen.





















