Iran-Krieg: +++ USA dementieren Tweet zu Tanker-Eskorte – Trump warnt Iran vor Verminung der Straße von Hormus +++ Liveticker | ABC-Z

Israel und die USA greifen seit mehr als einer Woche den Iran an. Nach der Tötung des geistlichen Oberhaupts Ajatollah Ali Chamenei wurde dessen Sohn, Modschtaba Chamenei, zum Nachfolger gewählt. Seit Kriegsbeginn beschießt der Iran Israel und die Golf-Staaten mit Drohnen und Raketen. Zwischen Israel und der im Libanon operierenden Terrormiliz Hisbollah ist eine zweite Front entstanden. Zum Teil lassen sich Angaben nicht unabhängig überprüfen.
Alle Ereignisse rund um den Angriff auf den Iran im Liveticker:
01:47 Uhr – Israels Präsident: „Eine Lektion für die Welt“
Israels Staatspräsident Izchak Herzog sagt, dass es höchste Zeit für den israelisch-amerikanischen Militäreinsatz gewesen sei. „Wenn wir gewartet hätten, wären wir fast an einen Punkt gekommen, an dem es vielleicht irreversibel gewesen wäre“, sagte Herzog der „Bild“.
Einen konkreten Zeitplan für den Krieg nannte Herzog aber nicht. Er erwarte, der Krieg werde „die gesamte Konfiguration des Nahen Ostens“ verändern. „Es ist ein zusammenhängender Krieg. Er begann am 7. Oktober (2023), und meiner Meinung nach erreichen wir vielleicht das letzte Kapitel des Kriegs“, sagte Herzog. Der Einsatz gegen den Iran sei „eine Lektion für die Welt“. Grausamkeit müsse man mit viel Anstrengung und Stärke begegnen.
01:42 Uhr – Wadephul stellt sich auf längeren Krieg ein
Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) rechnet nicht mit einem schnellen Kriegsende. Es gehe Israel und den USA darum, das Arsenal des Iran zu zerstören, sagte er in den ARD-„Tagesthemen“. Zu dieser Einschätzung sei er nach einem Treffen mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar in Israel und nach einem Telefonat mit US-Außenminister Marco Rubio gekomme.
Ein exaktes Ende des Krieges könne er nicht vorhersagen. „Aber ich glaube, wir müssen uns insgesamt noch auf eine gewisse Zeit einrichten, dass es weitergeht.“ Wadephul betonte zudem die Notwendigkeit der Wahrung der territorialen Integrität des Iran. Es sei wichtig, “dass es dort kein Chaos gibt in diesem Land”, sagte er. Das würde niemandem nutzen. Auch eine Ausweitung des Konfliktes müsse unbedingt vermieden werden. Das scheine auch ein Interesse vieler Golfstaaten zu sein, erklärte Wadephul.
00:40 Uhr – US-Benzinpreise steigen um fast 19 Prozent – immernoch billiger als in Deutschland
Auch Autofahrer in den USA bekommen die Auswirkungen des Iran-Kriegs deutlich zu spüren. Seit Kriegsbeginn kletterten die Preise für bleifreies Benzin bis Dienstag um 55 Cent auf rund 3,54 US-Dollar pro Gallone, wie der amerikanische Automobilverband AAA mitteilte. Das entspricht einem Anstieg von fast 19 Prozent. Es ist das erste Mal seit Juli 2024, dass der Durchschnittspreis die Marke von 3,50 Dollar knackte. Eine Gallone entspricht 3,785 Litern.
Im Vergleich zu deutschen Autofahrern kommen die Amerikaner dabei noch günstig weg: Pro Liter zahlen sie umgerechnet nur etwa 81 Euro-Cent. Wegen geringerer Steuern und Abgaben und der eigenen Ölproduktion liegen die Spritpreise in den USA grundsätzlich niedriger als in Deutschland.
00:24 Uhr – Israel nimmt erneut Hisbollah ins Visier
Die israelischen Streitkräfte greifen erneut Stellungen der Hisbollah-Miliz im Libanon an. Ziel der Attacken sei die Infrastruktur der proiranischen Islamisten in den als Dahija bekannten Vororten im Süden Beiruts, teilte das Militär mit.
Dienstag, 10. Februar
23:13 Uhr – US-Ministerium: Mitarbeiter für falschen Iran-Beitrag verantwortlich
Das US-Energieministerium macht einen Mitarbeiter für einen fehlerhaften Beitrag auf einem offiziellen Social-Media-Account von Minister Chris Wright verantwortlich. Der Videobeitrag, unter dem behauptet wurde, dass die US-Marine einen Öltanker durch die Straße von Hormus geleitet habe, sei von einem Mitarbeiter falsch beschriftet worden, erklärte Ministeriumssprecher Ben Dietderich.
Wright und andere US-Vertreter beobachteten die Situation in der Meerenge zwischen dem Iran und dem Oman genau, sagte Dietderich. Das Militär ziehe verschiedene Optionen in Betracht, um sicherzustellen, dass Frachtschiffe dort weiter verkehren könnten. Dazu gehöre auch eine mögliche Absicherung durch die Marine.
Daten des Schiffsverfolgungsdienstes MarineTraffic zufolge passierte ein Öltanker die Straße von Hormus am Montag ohne Zwischenfall – allerdings ohne Begleitung durch die US-Marine, wie das Weiße Haus klarstellte, nachdem der Beitrag auf Wrights-Account eine Reaktion an den Energiemärkten ausgelöst hatte.
21:48 Uhr – Trump warnt Iran vor Verminung der Straße von Hormus
Das US-Militär hat nach Angaben von Präsident Trump zehn inaktive Minenlegeboote des Irans ausgeschaltet. Die Boote seien „komplett zerstört“ worden, erklärte der Republikaner am Dienstag. Zudem zeigt er sich auf seiner Plattform „Truth Social“ besorgt über eine mögliche Verminung der Straße von Hormus.
Ihm lägen keine Berichte darüber vor, dass die Islamische Republik dort Seeminen verlege, hatte Trump erklärt. Aber wenn das geschehe, „wollen wir, dass sie entfernt werden, SOFORT!“, schrieb der 79-Jährige. Sollte Teheran Minen verlegen, werde dies Konsequenzen von nie dagewesenem Ausmaß für den Iran haben, drohte Trump.
21:21 Uhr – Axios: USA fordern Israel zum Stopp von Angriffen auf Energieanlagen auf
Die US-Regierung fordert Israel einem Medienbericht zufolge auf, Angriffe auf Irans Energieinfrastruktur einzustellen. Das Gesuch sei auf hoher politischer Ebene und an Israels Generalstabschef Ejal Samir übermittelt worden, meldet das Portal „Axios“ unter Berufung auf Insider.
Die US-Regierung habe ihr Anliegen unter anderem damit begründet, dass man nach dem Krieg mit dem iranischen Ölsektor zusammenarbeiten wolle. Zudem bestehe die Sorge, dass derartige Angriffe der iranischen Bevölkerung schadeten und massive Vergeltungsschläge gegen die Energieinfrastruktur in den Golfstaaten auslösen könnten. Stellungnahmen des Weißen Hauses, des US-Außenministeriums sowie der israelischen Botschaft in Washington liegen zunächst nicht vor.
21:17 Uhr – AFP-Journalisten: Erneut Explosionen in Teheran zu hören
Teheran wird erneut von Explosionen erschüttert. Die Detonationen waren im Norden und im Westen der Stadt zu hören, wie Journalisten der Nachrichtenagentur AFP berichteten. Bereits einige Stunden zuvor hatte es Explosionen gegeben.
20:07 Uhr – US-Geheimdienste sehen offenbar Anzeichen für Vorbereitung von Minen
Die US-Geheimdienste verzeichnen laut Journalisten des Senders CBS News Anzeichen dafür, dass der Iran die Verlegung von Minen in der Straße von Hormus vorbereitet. Eine Bestätigung des auf X verbreiteten Berichts liegt nicht vor.
19:50 Uhr – Weißes Haus: Bisher kein Tanker durch Straße von Hormus eskortiert
Das Weiße Haus hat Angaben aus der US-Regierung über die angebliche Eskortierung eines Öltankers in der Straße von Hormus dementiert. Die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, stellte klar, die US-Marine habe „bislang keinen Tanker oder ein anderes Schiff eskortiert“. US-Energieminister Chris Wright hatte zuvor auf X von einer „erfolgreichen“ Eskorte für einen Tanker durch die Meerenge geschrieben. Kurz danach wurde der Beitrag wieder gelöscht.
19:42 Uhr – Pentagon: Etwa 140 US-Soldaten im Krieg mit Iran verletzt
Seit Kriegsbeginn sind etwa 140 US-Soldaten verletzt worden. Pentagon-Sprecher Sean Parnell teilte mit, davon seien 108 bereits wieder im Dienst, acht seien jedoch schwer verletzt worden. In Kuwait und Saudi-Arabien wurden zudem sieben US-Soldaten getötet.
19:18 Uhr – Tweet von US-Minister lässt Ölpreise zwischenzeitlich einbrechen
US-Energieminister Chris Wright hat Verwirrung gestiftet: Erst behauptete er auf X, die US-Marine habe erfolgreich einen Öl-Tanker durch die Straße von Hormus eskortiert, „um sicherzustellen, dass Öl weiterhin in die globalen Märkte fließt“. In einem angehängten Video kündigte er an, weitere Schiffe würden folgen. Kurz darauf löschte er den Beitrag wieder. Die iranischen Revolutionsgarden erklärten, kein US-Schiff habe es gewagt, sich der Meerenge zu nähern.
Die Ölpreise hatten zwischenzeitlich deutlich nachgegeben. Die Nordseemarke Brent verbilligte sich um 15,03 Prozent auf 84,09 Dollar. Die US-Sorte WTI verlor 15,46 Prozent an Wert und notierte zwischenzeitlich bei 80,12 Dollar. Auf eine Anfrage reagierte das Energieministerium nicht.
18:35 Uhr – US-Senator sieht keine Exit-Strategie im Iran
Der demokratische US-Senator Mark Kelly sieht beim Vorgehen der US-Regierung im Krieg mit dem Iran keinerlei Strategie. Es habe nicht den Anschein, dass der Konflikt bald ein Ende nehmen werde, sagte er im Kapitol, dem Sitz des Kongresses, zu Journalisten. „Sie haben eindeutig kein strategisches Ziel“, sagte er mit Blick auf widersprüchliche Angaben von Präsident Donald Trump und seines Verteidigungsministers Pete Hegseth. „Sie hatten keinen Plan. Sie haben keinen Zeitplan. Und deshalb haben sie keine Exit-Strategie“, sagte Kelly.
Trump hatte ein baldiges Ende des Kampfeinsatzes prophezeit, Hegseth dagegen nahegelegt, dass der Militäreinsatz vielmehr erst am Anfang stehe.
17:50 Uhr – Briten entsenden Kriegsschiff ins östliche Mittelmeer
Das britische Kriegsschiff „HMS Dragon“ sticht in Richtung östliches Mittelmeer in See. Der Einsatz erfolgt gut eine Woche nach einem Drohnenangriff auf den britischen Luftwaffenstützpunkt Akrotiri auf Zypern im Nachgang der Angriffe der USA und Israels auf den Iran. Am 1. März war die Basis von einer im Iran hergestellten Drohne getroffen worden, die mutmaßlich aus dem Libanon oder dem Irak kam. Die britische Regierung steht in der Kritik, da Verbündete wie Griechenland und Frankreich nach den iranischen Vergeltungsangriffen am Golf wesentlich schneller Schiffe in die Region entsandt haben.
17:08 Uhr – Irans Parlamentspräsident droht mit Vergeltung
Der iranische Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf hat mit Vergeltung für Angriffe auf die Infrastruktur seines Landes gedroht. „Der Feind sollte wissen, dass alles, was er tut, zweifellos eine verhältnismäßige und sofortige Reaktion nach sich ziehen wird“, erklärte Ghalibaf auf X.
„Wir handeln heute nach dem Prinzip ,Auge um Auge‘, ohne Kompromisse, ohne Ausnahmen“, fuhr er fort. „Wenn sie einen Krieg gegen die Infrastruktur beginnen, werden wir zweifellos die Infrastruktur ins Visier nehmen.“
16:37 Uhr – Wadephul muss in Israel aus Flugzeug in Bunker
Kurz vor dem Abflug von Außenminister Johann Wadephul (CDU) nach einem überraschenden Kurzbesuch in Israel ist es in dem Land erneut zu Raketenalarm gekommen. Während das Militär-Transportflugzeug der Bundeswehr vom Typ A400M am internationalen Flughafen Ben Gurion bei Tel Aviv stand, gab es eine Vorwarnung vor einem neuen Raketenangriff aus dem Iran. Auch Einwohner des Großraums Tel Aviv berichteten, sie hätten entsprechende Warnungen erhalten. Wadephul und begleitende Personen mussten daraufhin das Flugzeug wieder verlassen und sich im Laufschritt in Richtung eines Schutzbunkers begeben. Kurz darauf kam die Entwarnung. Beim Wiedereinsteigen sagte Wadephul „Alles wohlauf hier!“ und zeigte mit dem Daumen nach oben.
16:32 Uhr – G 7 zögern bei Freigabe von Ölreserven – IEA soll Lage prüfen
Die G-7-Staaten haben bei der Entscheidung über eine Freigabe strategischer Ölreserven auf die Bremse getreten. Die Energieminister der führenden Industriestaaten beauftragten zunächst die Internationale Energieagentur (IEA), die Lage zu prüfen, bevor gehandelt werde. Zuvor hatten die Minister über eine Reaktion auf die gestiegenen Energiepreise infolge des Kriegs beraten. Die IEA teilte mit, sie berufe nun eine außerordentliche Sitzung ihrer Mitgliedstaaten ein, um eine eingehende Bewertung der Lage vorzunehmen.
15:56 Uhr – „Beispiellose Situation“ – WHO dokumentiert Dutzende Angriffe auf Kliniken im Iran und Libanon
Seit Kriegsbeginn sind nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation Dutzende Male Kliniken, Krankenwagen und andere medizinische Einrichtungen angegriffen worden. Mindestens 22 Mitarbeiter des Gesundheitswesens seien dabei ums Leben gekommen, sagte Hanan Balkhy, die Leiterin des WHO-Büros für die Region um das östliche Mittelmeer, der Nachrichtenagentur AP.
18 dokumentierte Angriffe fanden demnach im Iran statt, 23 im Libanon. Nach dem Wiederaufflammen der Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon Anfang März seien allein dort zwölf Todesfälle und 26 Verletzte unter den Mitarbeitern des Gesundheitswesens bestätigt worden, sagte Balkhy. Es handele sich um eine „beispiellose Situation“.
14:59 Uhr – Großbritannien: Arbeiten an Schutz für Schifffahrt in Straße von Hormus
Großbritannien arbeitet angesichts iranischer Drohungen gemeinsam mit Verbündeten an Optionen zum Schutz der kommerziellen Schifffahrt in der Straße von Hormus. Dies sagte ein Sprecher von Premierminister Keir Starmer nach Telefonaten Starmers mit Bundeskanzler Friedrich Merz und der italienischen Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.
„Wir arbeiten mit unseren Verbündeten an einer Reihe von Optionen, um die kommerzielle Schifffahrt durch die Meerenge zu unterstützen, je nachdem, wie sich die Bedrohungslage entwickelt“, sagte der Sprecher vor der Presse. Starmer, Merz und Meloni hätten am Montagabend die „entscheidende Bedeutung der Freiheit der Schifffahrt“ betont und eine enge Zusammenarbeit vereinbart.
13:37 Uhr – Trump über Chamenei-Sohn: „Wird nicht in Frieden leben“
Donald Trump hat die Ernennung von Modschtaba Chamenei zum neuen obersten Führer des Irans als „enttäuschende“ Wahl bezeichnet. Zudem deutete er an, dass dieser mit großen Schwierigkeiten rechnen müsse. „Ich glaube nicht, dass er in Frieden leben kann“, sagte er bei Fox News.
Dem Sender NBC News hatte Trump zuvor gesagt: „Ich denke, sie haben einen großen Fehler gemacht. Ich weiß nicht, ob das von Dauer sein wird.“
13:20 Uhr – Hegseth kündigt für Dienstag bislang stärkste Angriffe auf Iran an
US-Kriegsminister Pete Hegseth hat eine Verschärfung der US-Angriffe auf den Iran angekündigt: „Heute wird der intensivste Tag unserer Angriffe im Iran sein“, sagte Hegseth bei einer Pressekonferenz im Pentagon. „Die größte Anzahl an Kampfflugzeugen, Bombern und Luftangriffen“, fügte er hinzu.
12:37 Uhr – Raketenangriff auf Al-Asrak: Auch deutscher Teil getroffen
Bei den Militärschlägen im Nahen Osten ist der auch von deutschen Soldaten genutzte Einsatzstandort Al-Asrak in Jordanien erneut mit Raketen angegriffen worden. Dabei sei auch der deutsche Teil des Camps getroffen worden, sagte ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr. Und: „Aktuell wird untersucht, ob es Trümmer oder eine anfliegende Rakete war.“ Zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet.
12:31 Uhr – Iranischer Offizieller droht Trump mit Attentat
Der Iran hat indirekt mit einem Attentat auf US-Präsident Donald Trump gedroht. „Die aufopferungsvolle Nation Iran fürchtet Ihre leeren Drohungen nicht. Selbst diejenigen, die größer sind als Sie, konnten den Iran nicht auslöschen. Seien Sie vorsichtig, dass Sie nicht selbst ausgelöscht werden“, schrieb der Generalsekretär des iranischen Sicherheitsrats, Ali Laridschani, auf X.
Er reagierte damit auf eine Drohung Trumps, den Iran noch zwanzig Mal härter anzugreifen, wenn dieser Öllieferungen durch die Straße von Hormus blockieren sollte.
12:13 Uhr – Revolutionsgarde droht mit Öl-Exportstopp
Die iranische Revolutionsgarde hat mit einem Exportstopp für Erdöl gedroht. Der Sprecher Ali Mohammed Naeini teilte mit, man werde dafür sorgen, dass der Iran bis auf weiteres keinen einzigen Liter Öl aus der Region an die feindliche Seite und ihre Partner exportiere. „Ihre Versuche, die Öl- und Gaspreise zu senken und zu kontrollieren, werden nur vorübergehend und wirkungslos sein“, erklärte Naeini. Der Handel unterliege in Kriegszeiten Sicherheitserwägungen.
11:50 Uhr – Union warnt vor erneuter Flüchtlingswelle
Der stellvertretende Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Günter Krings, warnt angesichts des Iran-Krieges vor einer erneuten Flüchtlingskrise: „Europa und unsere Nachbarstaaten dürfen keine erneute unkontrollierte Migrationskrise wie 2015 zulassen“, teilte Krings mit. „Schon jetzt werden vermehrte Grenzübertritte aus dem Iran ins türkische Nachbarland registriert.“ Die EU-Kommission müsse deshalb „die Türkei bei der Aufnahme der iranischen Flüchtlinge unterstützen, damit kein Druck zur illegalen Weiterwanderung nach Europa entsteht“.
Zugleich pocht Krings auf eine konsequente Anwendung des EU-Rechts: Iranische Asylbewerber, die dennoch nach Europa gelangen, müssten „ausnahmslos an der EU-Außengrenze erfasst und registriert werden“. Das sei „geltendes EU-Recht und muss überall angewendet werden“. Zudem stellt er klar, dass „Unterstützer des gegenwärtigen Regimes“ nicht auf Aufnahme hoffen sollten. „Ihre Asylanträge sind direkt an der Außengrenze abzulehnen.“
11:01 Uhr – Israel laut Netanjahu „noch nicht fertig“ mit Führung in Teheran
Anders als US-Präsident Donald Trump geht der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu offenbar nicht von einem baldigen Ende des Iran-Krieges aus. Israel sei mit seinen Angriffen auf die Führung in Teheran „noch nicht fertig“, sagte Netanjahu laut einer Erklärung seines Büros.
„Unser Bestreben ist es, das iranische Volk vom Joch der Tyrannei zu befreien“, sagte Netanjahu mit Blick auf die Führung in Teheran. Es bestehe kein Zweifel, „dass wir ihnen mit den bisherigen Maßnahmen die Knochen brechen – und wir sind noch nicht fertig“, fügte Netanjahu hinzu.
Am Montag hatte US-Präsident Trump erstmals ein mögliches Kriegsende angedeutet. Der Krieg sei „so gut wie“ beendet, sagte er im Sender CBS. Trump begründete dies mit einer militärischen Schwächung des Iran.
10:02 Uhr – Israel warnt libanesische Städte vor neuen Angriffen
Israels Armee hat die Menschen in den libanesischen Städten Tyros und Sidon vor neuen Angriffen gewarnt. Der arabischsprachige israelische Armeesprecher Avichay Adraee verbreitete im Onlinedienst X eine „dringende Warnung an die Einwohner von Tyros und Sidon“. Die israelische Armee werde dort in Kürze „militärische Infrastruktur der Terrororganisation Hisbollah“ angreifen.
Adraee veröffentlichte Karten der beiden Großstädte an der libanesischen Küste mit rot markierten Gebäuden, die nach Angaben der israelischen Armee von der pro-iranischen Hisbollah-Miliz genutzt werden. Er forderte die Bewohner dieser und der umliegenden Gebäude auf, die Gebäude zu „ihrer eigenen Sicherheit“ sofort zu verlassen und sich mindestens 300 Meter zu entfernen.
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