Iran-Krieg: Iran droht mit Angriffen auf Energieanlagen von US-Partnern | ABC-Z

Zuletzt hatten sich die Kämpfe auf die Grenzregion beschränkt. In der Nacht auf Freitag hatte Pakistans Luftwaffe jedoch auch wieder Ziele im Landesinneren Afghanistans angegriffen. Seit dem 26. Februar seien infolge von Kämpfen in Afghanistan mindestens 75 Zivilisten getötet und 193 verletzt worden, hieß es am Freitag von der UN-Hilfsmission für Afghanistan (Unama).
Bereits im vergangenen Jahr hatte ein schweres Erdbeben die bergige Grenzregion im Osten Afghanistans verwüstet. Wegen der Kampfhandlungen mussten Hilfsorganisationen dort nun zeitweise ihre Arbeit einstellen.
Veronika Staudacher von Caritas International in Kabul sorgt sich um die Lage in Flüchtlingslagern in der Region. Menschen, die durch das Erdbeben ihr Obdach verloren haben, würden jetzt erneut vertrieben und müssten in behelfsmäßigen Lagern ausharren. „Jetzt ist zwar Frühling hier, aber oben in den Bergen ist es natürlich immer noch trotzdem kalt und schwierig. Es gibt keine Toiletten, es gibt kein sauberes Wasser, es gibt keine Lebensmittelversorgung.“
Aus Sicht von Hilfsorganisationen kommt der Iran-Krieg erschwerend hinzu. Pakistan hatte im Oktober Grenzübergänge nach Afghanistan gesperrt. Die Nachschub-Route über den Iran könnte jetzt mit dem Krieg dort ebenfalls gefährdet sein. „Das betrifft ja nicht nur Lebensmittel und Treibstoff und so weiter, sondern beispielsweise auch Medikamente, die wir sonst nirgendwo herkriegen,“ sagt Staudacher der Deutschen Presse-Agentur.
Die afghanische Seite hatte bereits früh im aktuellen Konflikt auf Dialog gedrängt. Ein Sprecher des chinesischen Außenministeriums schrieb zuletzt auf X, dass Chinas Afghanistan-Sondergesandter zwischen Pakistan und Afghanistan pendele, um den Dialog zu fördern.





















