Iran-Krieg: ++ „Illegale Militäraktionen“ – China gibt USA und Israel Schuld an Blockade der Straße von Hormus ++ Liveticker | ABC-Z

China kritisiert angesichts der andauernden Blockade der Straße von Hormus die USA und Israel. Man sei in Gesprächen mit allen Parteien des Konflikts. US-Präsident Trump kündigt „extrem harte“ Angriffe auf den Iran an. Mehr im Liveticker.
Seit Ende Februar greifen Israel und die USA den Iran an. Nuklearanlagen und Militäreinrichtungen wurden zerstört, Führungsfiguren des Regimes in Teheran ausgeschaltet. An der Staatsspitze folgt Modschtaba Chamenei auf seinen getöteten Vater Ajatollah Ali Chamenei. Die iranischen Streitkräfte und Revolutionsgarden nehmen Israel und die Golfstaaten unter Beschuss und blockieren die Straße von Hormus, durch die rund ein Fünftel des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports verläuft.
Alle Ereignisse rund um den Krieg in Nahost im Liveticker:
11:59 Uhr – China macht USA für Blockade der Straße von Hormus verantwortlich
China gibt den USA und Israel die Hauptverantwortung für den weitgehenden Stopp der Schifffahrt durch die Meerenge von Hormus. „Die Hauptursache für die Unterbrechung der Schifffahrt in der Straße von Hormus liegt in den illegalen Militäraktionen der USA und Israels gegen den Iran“, erklärte Außenministeriumssprecherin Mao Ning. Um die Sicherheit dort wiederherzustellen, müssten die Feindseligkeiten beendet werden. „Mit militärischen Mitteln lässt sich das Problem nicht grundlegend lösen“, sagte sie.
Mao betonte, die Volksrepublik spreche mit allen Parteien über die Meerenge von Hormus. „Wir glauben, dass ein baldiger Waffenstillstand und die Wiederherstellung von Frieden und Stabilität in der Straße von Hormus und den angrenzenden Gewässern ein gemeinsames Ziel der internationalen Gemeinschaft ist, und dass alle Seiten auf dieses Ziel hinarbeiten sollten“, sagte sie. „Eine Eskalation des Konflikts liegt im Interesse keiner Partei.“
11:51 Uhr – Irischer Premier kritisiert Trumps Steinzeit-Drohung gegen Iran
Der irische Ministerpräsident Micheál Martin kritisiert die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, den Iran „in die Steinzeit“ zu bomben. Eine solche Wortwahl sei inakzeptabel, denn die iranische Bevölkerung, die keine Rolle im Krieg spiele, habe ein Recht auf Sicherheit, sagt Martin dem Radiosender Newstalk. „Wir alle wissen, dass das iranische Regime sehr repressiv war. Aber dieser Krieg bringt Tod und Zerstörung über Menschen im Iran, die nichts mit dem Regime zu tun hatten.“
09:49 Uhr – Dax knickt nach Trump-Rede ein – Ölpreise steigen wieder deutlich
Nach der Rede an die Nation von US-Präsident Trump und daraufhin deutlich steigenden Ölpreisen gibt der deutsche Aktienmarkt merklich nach. Der Dax fiel in den ersten Handelsminuten um 1,6 Prozent auf 22.936 Punkte. Tags zuvor hatte er die Marke von 23.000 Punkten übersprungen und in den ersten drei Handelstagen der verkürzten Karwoche um rund viereinhalb Prozent zugelegt.
Die Ölpreise stiegen am Morgen deutlich. Die Nordsee-Sorte Brent verteuerte sich um 4,4 Prozent auf 105,65 Dollar je Barrel. Das US-Öl WTI notierte 3,6 Prozent fester bei 103,68 Dollar.
08:25 Uhr – Iran droht USA und Israel nach Trump-Rede mit „vernichtenden“ Angriffen
Das iranische Militär droht nach neuen Angriffsankündigungen von US-Präsident Trump mit einer „vernichtenden“ Reaktion. „Rechnet mit unseren noch vernichtenderen, umfassenderen und zerstörerischeren Maßnahmen“, erklärte das zentrale Einsatzkommando des iranischen Militärs, Chatam al-Anbija, an die USA und Israel gerichtet. „Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird dieser Krieg so lange andauern, bis ihr gedemütigt, entehrt, von dauerhaftem und sicherem Bedauern erfüllt seid und euch ergebt.“
06:20 Uhr – Israel: Iranischer Raketenangriff auf den Norden des Landes
Weniger als eine halbe Stunde nach der Rede von US-Präsident Trump zum Iran-Krieg hat Israel einen iranischen Raketenangriff auf den Norden des Landes gemeldet. Das Militär arbeitet den eigenen Angaben zufolge daran, aus dem Iran abgefeuerte Raketen abzufangen – den dritten Angriff am Donnerstag. Sirenen erklangen im Norden Israels, von der Stadt Haifa an der Mittelmeerküste bis zum See Genezareth.
Bei einem ersten iranischen Angriff im Zentrum des Landes wurden nach Angaben des israelischen Rettungsdienstes Magen David Adom ein zwölfjähriger Junge und zwei sieben Monate alte Säuglinge durch umherfliegendes Glas leicht verletzt. Bei demselben Angriff in Bnei Brak, einer Stadt östlich von Tel Aviv, wurde den Angaben zufolge auch ein 24-Jähriger verletzt.
03:45 Uhr – Trump zu Energieengpässen: Kauft US-amerikanisches Öl
Von den aktuellen Öl-Engpässen betroffene Länder sollten nach Meinung von Trump ihr Öl nun aus den USA beziehen. „Kauft Öl von den Vereinigten Staaten. Wir haben reichlich. Wir haben so viel“, sagte Trump in Washington mit Blick auf Länder, die momentan von dem gestörten Öl-Transport durch die Straße von Hormus betroffen sind. Zudem mahnte er die Länder an, die Sicherung der Meerenge vor dem Iran zu übernehmen. Trump sieht die USA nicht in der Hauptverantwortung, man werde aber helfen.
Der US-Präsident hatte im Iran-Krieg Länder, die Öl über den Transport durch die Straße von Hormus beziehen, aufgefordert, bei der Sicherung zu helfen.
03:22 Uhr – Trump sieht USA kurz vor Ziel im Iran-Konflikt
Die USA sind nach Angaben von Trump ihren strategischen Zielen gegenüber dem Iran sehr nahe gekommen. „Wir werden die Aufgabe beenden und wir werden sie sehr schnell beenden“, sagt der US-Präsident bei seiner angekündigten Ansprache. Man sei fast am Ziel. „Der Iran ist im Grunde genommen zerstört, die harte Arbeit ist getan.“ Der Iran dürfe niemals Atomwaffen bekommen, betont er. „Wir werden sie extrem hart treffen in den nächsten zwei bis drei Wochen.“
02:57 Uhr – US-Militär: Bereits mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen
Das US-Militär hat nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) auf der Plattform X mit.
00:36 Uhr – Wirtschaftsministerin Reiche sieht trotz Iran-Krieg keine Versorgungsengpässe
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht trotz des Krieges und dessen Auswirkungen auf die Lieferketten keine Gefahr für Engpässe bei der Energieversorgung in Deutschland. „Diese Botschaft an die Bürgerinnen und Bürger ist mir wichtig: Die Versorgung mit Sprit und Gas ist gesichert“, sagt die CDU-Politikerin dem Nachrichtenmagazin „Focus“. Die Energielieferketten seien diversifiziert. Weniger als acht Prozent des europäischen LNG-Imports kämen aus dem Persischen Golf, beim Öl seien es nur rund fünf Prozent.
00:26 Uhr – Staatsmedien: Iranische Regierung verurteilt „irrationale“ Forderungen der USA
Die iranische Regierung hat Staatsmedien zufolge die Forderungen der US-Regierung für ein Ende des Krieges verurteilt. Die „maximalistischen und irrationalen“ Forderungen Washingtons seien über Vermittler, „darunter Pakistan“, an Teheran übermittelt worden, es fänden jedoch „keine direkten Verhandlungen“ statt, zitierte die iranische staatliche Nachrichtenagentur Isna den Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Bakaei.
Bakaei erklärte außerdem nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens, Teheran sei „auf jede Art von Angriff vorbereitet, einschließlich eines Bodenangriffs“.
Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump in seinem Onlinedienst Truth Social erklärt, der Iran habe die USA um eine Waffenruhe gebeten. Daraufhin dementierte das iranische Außenministerium jegliche Bitte um eine Waffenruhe an Trump. Entsprechende Äußerungen des US-Präsidenten seien „falsch“ und entbehrten „jeder Grundlage“, erklärte Bakaei laut dem iranischen Staatsfernsehen.
Mittwoch, 1. April
23:41 Uhr – Nato-Chef Rutte trifft Trump kommende Woche in Washington
Das Weiße Haus gab bekannt, Nato-Chef Mark Rutte werde Donald Trump in der kommenden Woche treffen. Die Nato teilte mit, Rutte werde zu einem seit langem geplanten Besuch nach Washington kommen.
21:35 Uhr – Irans Präsident schickt Botschaft an Amerikaner
In einem offenen Brief an die amerikanische Nation kritisiert Irans Präsident Massud Peseschkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine absurde und für die USA kostspielige Operation. „Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je“, schrieb der Präsident in seiner Botschaft. Der Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen. Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Peseschkian aber nur ein „Name der Schande“. Die Entscheidung zwischen Krieg und Frieden würde die Zukunft ganzer Generationen prägen.
19:36 Uhr – Frankreich: Keine Hinweise auf Verminung der Straße von Hormus
Die französische Marine hat nach Angaben des Admirals Nicolas Vaujour keine Hinweise darauf, dass die Straße von Hormus vermint worden ist. Auf einer Sicherheitskonferenz in Paris fordert er zudem, China müsse sich stärker für eine Wiederöffnung der Meerenge einsetzen und seine Ungeduld über die anhaltende Sperrung deutlich machen. China und der Iran gelten als befreundete Staaten.
19:30 Uhr – USA sichern iranischen Spitzenpolitikern Schutz vor Angriffen zu
Im Zuge der diplomatischen Bemühungen zur Beendigung des Iran-Krieges haben die USA laut Quellen der Nachrichtenagentur AP versichert, der iranische Außenminister Abbas Araghtschi und Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf würden nicht angegriffen. Das sagten zwei regionale Vertreter und eine mit der Angelegenheit vertraute Person.
Die Person erklärte, Pakistan habe Washington um Intervention gebeten, um Israel dazu zu bewegen, die beiden iranischen Politiker von seiner Todesliste zu streichen. Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten und das Militär reagierten zunächst nicht auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
18:13 Uhr – Ranghoher Hisbollah-Kommandeur getötet
Das israelische Militär hat bei einem Luftangriff auf die libanesische Hauptstadt Beirut der Hisbollah zufolge den ranghöchsten Kommandeur der pro-iranischen Miliz seit Kriegsbeginn getötet. Nach Angaben aus libanesischen Sicherheitskreisen und der Miliz wurde der Hisbollah-Militärkommandeur für den Irak, Jussef Haschem, im Beiruter Viertel Dschna getötet. Demnach nahm Haschem zum Zeitpunkt des Luftangriffs an einem Treffen mit anderen Hisbollah-Anführern in einem Zelt teil.
Aus der Hisbollah nahestehenden Kreisen hieß es, Haschem sei „der ranghöchste Funktionär, der seit Kriegsbeginn ins Visier genommen wurde“. Bei dem Angriff sei auch das Hisbollah-Mitglied Mohammad Bakir al-Nabouls getötet worden, erklärte die Miliz. Dem libanesischen Gesundheitsministerium zufolge wurden bei dem Angriff insgesamt sieben Menschen getötet.
dpa/AFP/rtr/ll/sebe/jmr/saha/ceb/krö/nw/säd/lay





















